Schweiz
Ostschweiz

Waren im Wert von 50'000 Franken geklaut – Täter vor Gericht

Wil SG, 1. März 2016: Ein Chauffeur hat zugegeben, seit Spätsommer 2015 über 1000 Pakete geöffnet zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung konnten mehr als 170 Paare Schuhe, über 80 Jacken, 20 Gürtel, meh ...
Der Fund des Diebes.bild: kantonspolizei st. gallen

Zalando-Päckli geöffnet, Waren im Wert von 50'000 Franken geklaut – Dieb vor Gericht

12.10.2016, 15:5712.10.2016, 16:41

Ein 53-jähriger Deutscher muss sich wegen gewerbsmässigen Diebstahls und mehrfacher Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses vor dem Kreisgericht Wil verantworten. Der Mann hat im Rahmen seiner Tätigkeit als Chauffeur für ein Transportunternehmen vom Sommer 2015 bis Februar 2016 gezielt über 1'000 Rücksendepakete geöffnet und daraus Kleider, Schuhe und Accessoires im Gesamtwert von 50'000 Franken gestohlen. Wie der «Blick» berichtet, handelte es sich bei den Paketen häufig um Zalando-Retouren. 

Nachdem die Staatsanwaltschaft St. Gallen dem Deutschen auf die Schliche gekommen ist, hat sie nun Anklage gegen den Mann erhoben. Weil er geständig ist, wurde dem Gericht beantragt, im abgekürzten Verfahren eine bedingte Freiheitsstraffe von 18 Monaten gegen den Mann auszusprechen. (gin)

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Bund hält 1,25 Millionen Franken für Ärzte ohne Grenzen zurück – die Sonntagsnews
Der Bund hat wegen eines Missbrauchsskandals 1,25 Millionen Franken für Ärzte ohne Grenzen zurückgehalten. Zudem schliesst Lindt-Präsident Ernst Tanner einen Rücktritt vorerst aus. Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Der Bund hat laut der «NZZ am Sonntag» wegen eines Missbrauchsskandals in Tschad eine Zahlung von 1,25 Millionen Franken an Ärzte ohne Grenzen zurückgehalten. Das Hilfswerk habe die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) nicht rechtzeitig über das Ausmass der sexuellen Ausbeutung geflüchteter Frauen und Mädchen durch eigene Mitarbeiter informiert. Eine interne Untersuchung habe 59 Vorwürfe ergeben und zur Entlassung von 18 Mitarbeitern geführt. Sechs davon seien bei der Schweizer Sektion angestellt gewesen. Obwohl die Deza bereits im November 2024 erste Hinweise erhalten habe, sei ihr das volle Ausmass erst durch Medienberichte im Juni 2026 bekannt geworden. Ärzte ohne Grenzen habe damit laut dem Aussendepartement seine vertragliche Meldepflicht verletzt. Die NGO räume ein, die Erkenntnisse nicht früh genug offengelegt zu haben. Der Bund prüfe weitere Sanktionen und eine externe Untersuchung. Ab 2027 würden zudem die Meldepflichten für sämtliche Schweizer NGO-Partner verschärft.
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