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St Gallen

St.Galler Staatsanwalt bestraft Mann wegen heimlicher Sexvideos

St.Galler Staatsanwalt bestraft Mann wegen heimlicher Sexvideos

23.07.2025, 15:2723.07.2025, 15:48

Ein 19-Jähriger hat beim Sex mit seiner minderjährigen Freundin heimlich Videoaufnahmen erstellt. Diese verschickte er nach der Trennung an die Eltern der Jugendlichen und verbreitete sie auf sozialen Medien.

Der Mann habe ohne Einwilligung und Wissen seiner jugendlichen Freundin in deren Zimmer zwei Videoaufnahmen während sexuellen Kontakten erstellt, schreibt die St.Galler Staatsanwaltschaft in einem Strafbefehl, welcher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt.

Nachdem die Beziehung beendet wurde, sendete der Syrer ein Video an den Vater der Jugendlichen. Auch habe er dafür gesorgt, dass die Mutter über eine Drittperson ebenfalls ein solches Video zugeschickt bekam, heisst es im Strafbefehl weiter.

Ausserdem loggte sich der 19-Jährige unbefugt in die Snapchat- und Instagram-Accounts seiner Ex-Freundin ein und veröffentlichte auch dort eine der heimlich erstellen Aufnahmen.

Die St.Galler Staatsanwaltschaft bestrafte den Mann zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 50 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren. Ausserdem muss er eine Busse von 1000 Franken bezahlten. Zu Last gelegt werden ihm Verletzung des Geheim- und Privatbereichs durch Aufnahmegeräte, unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem, Verbreitung harter Pornografie mit tatsächlichen sexuellen Handlungen mit Minderjährigen sowie unbefugtes Weiterleiten von nicht öffentlichen sexuellen Inhalten.

Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig. (hkl/sda)

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49 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Digitalflaneur
23.07.2025 16:24registriert März 2024
Ein absolut lächerliches Urteil. Ich weiss wirklich beim besten Willen nicht was da immer wieder falsch läuft bei diesen Urteilen. Die Strafe ist viel zu mild und hat absolut kein Nachhall Effekt für andere Idioten!
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Andi7
23.07.2025 16:16registriert November 2019
Ein derart mildes Urteil verspottet die Opfer – und den gesunden Menschenverstand.
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Fretless Guy
23.07.2025 16:55registriert Juli 2018
Ich hätte gerne noch gelesen: "Ausserdem muss er das Land für die nächsten 10 Jahre verlassen"
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Dass man auf eine Unglücksmeldung mit Empathie reagiert, ist normal, oder?
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