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Auffahrts-Wochenende: Bereits 10 Kilometer langer Stau vor dem Gotthard – SBB-Strecke wieder teilweise befahrbar

Auffahrts-Wochenende: Bereits 10 Kilometer langer Stau vor dem Gotthard – SBB-Strecke wieder teilweise befahrbar

13.05.2015, 15:2113.05.2015, 20:05

Das bevorstehende Auffahrts-Wochenende hat bereits am Mittwochmorgen zu kilometerlangen Staus vor dem Gotthard-Strassentunnel geführt. Erschwerend wirkte sich aus, dass die Gotthard-Bahnstrecke wegen der Zugkollision in Erstfeld UR lahmgelegt war.

Gemäss dem Verkehrsinformationsdienst Viasuisse war es bereits am Mittwochmorgen gegen 9.30 Uhr zu ersten Staus und Wartezeiten vor dem Gotthard-Nordportal in Göschenen UR gekommen.

Stau bis in die Nacht erwartet

Kurz nach 16 Uhr war die stehende Autokolonne zwischen Erstfeld und Göschenen bereits auf zehn Kilometer angewachsen. Dies entsprach einer Wartezeit von eineinhalb Stunden. 

Da die meisten Verkehrsteilnehmer am Nachmittag losgefahren seien, werde der Stau vor dem Nordportal in Göschenen weiter zunehmen. Es sei sogar möglich, dass sich der Stau in Richtung Tessin erst am späten Abend oder sogar in der Nacht komplett auflösen werde. 

Unterbruch der Zugverbindung

Die dritte Entgleisung von Güterzügen innert drei Wochen hat am Mittwoch den Bahnverkehr am Gotthard unterbrochen. Kurz nach Mitternacht stiessen im Bahnhof Erstfeld UR zwei Güterzüge auf der Fahrt nach Süden seitlich zusammen. Verletzt wurde niemand. 

Der Unfall ereignete sich bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Erstfeld, wie die SBB mitteilte. Ein Güterzug von SBB Cargo International prallte seitlich in eine Komposition von BLS Cargo. Beide Züge waren auf der Fahrt nach Süden. Verletzt wurde niemand. Die Ursache des Unglücks ist unklar. 

Ab 19.30 Uhr am Mittwoch war der Bahnbetrieb mit leichten Einschränkungen wieder möglich, wie ein SBB-Sprecher am Abend ausführte. Am Auffahrtsdonnerstag sei im Personenverkehr mit Verspätungen von noch einigen Minuten zu rechnen. 

An den Gleisanlagen entstanden erhebliche Schäden, wie es in der Mitteilung heisst. Vor der Reparatur mussten die entgleisten Lokomotiven und Güterwagen mit einem Kran wieder auf die Geleise gehoben und abtransportiert werden. Der Streckenunterbruch führt zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr. Der Güterverkehr wurde auf der Gotthardstrecke ebenfalls eingestellt. (whr/sda)

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