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Die Linken, die Logik, die Wirtschaft – wem Rösti die Schuld für die SVP-Klatschen gibt



Albert Roesti, conseiller national et President UDC Suisse, s'exprime devant les delegues, lors de l'assemblee des delegues du parti de l' Union Democratique du Centre, UDC SVP, ce samedi 27 janvier 2018 a Confignon pres de Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Parteipräsident Albert Rösti. Bild: KEYSTONE

Nach den herben Abstimmungsklatschen in Zürich und Winterthur ist klar: Die SVP muss ihre Strategie in den Städten überdenken. Während die FDP, die ebenfalls empfindliche Rückschläge erlitt, mit dem Label «urban» reagiert, steht für Parteipräsident Albert Rösti fest: «Es gibt nur eine SVP». 

Im Interview mit «Blick» betreibt der Architekt des Wahlsiegs 2015 zaghafte Aufarbeitung. Es gelinge der SVP bei Wahlen in den Städten nicht, «die Leute hinter dem Ofen hervorzuholen». Rösti sieht das Problem aber nicht nur in den eigenen Reihen, sondern vor allem bei den anderen: den Linken, der Wirtschaft und der urbanen Realität.

Das Personal

«Wir haben in den Städten nicht genügend gutes Personal», gibt Rösti im Interview unumwunden zu. Es brauche bekannte und profilierte Köpfe, um Wahlen zu gewinnen. Mit nationalen Aushängeschildern wie Natalie Rickli oder Hans-Ueli Vogt in den Wahlkampf zu ziehen, könne aber nicht die Lösung sein. Vielmehr sei es an der Basis, die entsprechenden Kandidaten zu präsentieren.

Die staatsabhängigen Städter

Die herben Niederlagen Zürich und Winterthur seien nicht nur auf die eigenen Schwächen zurückzuführen– es sei auch eine «gewisse Logik» dahinter, so Rösti. In den Städten leben überdurchschnittlich viele Personen, die vom Staat abhängig sind, Staatsangestellte, Sozialhilfe-Empfänger und Arbeitslose. Diese Klientel werde von der Politik der Linksparteien angesprochen. 

«In schwierigeren Zeiten legen Personen ihren Fokus auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und wählen darum SVP.»

Die Linken

Wenn einer verliert, gewinnt meist ein anderer, in diesem Falle: die Linken und die Grünen. Diese haben «unbestrittenermassen» besser mobilisiert, gibt Rösti zu. 

Im Hinblick auf die Wahlen im Kanton Bern am kommenden Wochenende habe man deshalb mit einer Premiere reagiert: Telefonaktionen. 5000 Mitglieder und Sympathisanten hätten so erreicht werden können, sagt Rösti. 

Diese Wahl werde zeigen, wo die SVP derzeit steht.

«Es schleckt keine Geiss weg, dass es die SVP in den Städten schwer hat, langfristig glaubwürdige Köpfe aufzubauen.»

Die Wirtschaftslage

Rösti ist überzeugt: Wenn die Wirtschaft brummt, profitieren die Linken. Das Lob gebühre allerdings nicht der Linken, die in vielen Städten seit Jahren die Regierung stellt, sondern der Wirtschaft, stellt Rösti klar. In magereren Jahren profitiere dann wieder die SVP: «In schwierigen Zeiten legen Personen ihren Fokus auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und wählen darum SVP.» Forderungen nach einem Vaterschaftsurlaub oder «teure staatliche Regulierungen um die Lohnungleichheit zu bekämpfen», rückten dann in den Hintergrund.

Und jetzt du: Wie gut kennst du die SVP?

Quiz
1.Legen wir los! Hier die erste Frage zum 100-Jahre-Jubiläums-Quiz: Wann wurde die SVP gegründet?
Alt-Bundesrat Christoph Blocher spricht am traditionelle Parteitag der Zuercher SVP, der 29. Albisgueetli-Tagung in Zuerich, aufgenommen am Freitag, 20. Januar 2017. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
KEYSTONE
Dumme Frage. Natürlich 1917.
Wart mal. Würdet ihr gleich mit einer Fangfrage beginnen? Hmm, ich sag mal 1950.
Am 22. September 1971. Es war Mittwoch.
Da die SVP die einzig wahre Partei der Schweiz ist, sage ich 1291 – bei der Gründung der Schweiz. Sie feiert theoretisch also eigentlich 726-jähriges Jubiläum. Gratulation!
2.Der denkwürdigste Moment in der Geschichte der Zürcher SVP: In welchem Jahr flog Christoph Blocher vom Sächsilüüte-Podest?
abspielen
Das war 2005.
2007, ganz klar!
2003. Das Datum hab ich mir eingeprägt wie einen Geburtstag.
2009. Er ist auf die Nase geflogen und Neun klingen so ähnlich – darum 2009.
3.Welcher Gesetzesbruch eines SVPlers fand nicht statt?
Former Swiss justice minister and right-wing Swiss People's Party (SVP) leader Christoph Blocher smiles during an interview with Reuters in the village of Maennedorf, near Zurich January 19, 2015. To his fans, Blocher is a heroic defender of traditional Swiss values who has grown a niche party of farmers and small businessmen into Switzerland's most popular political party. To his critics he is a divisive populist, who has brought instability to a once safe haven for companies and investors. Yet the party won more than 26 percent of the vote in the last election, in 2011, and, according to polling firm Vimentis, is set to win more than 32 percent in the next one, in October. Picture taken January 19, 2015.  REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND - Tags: POLITICS)
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Erich Hess (Keystone)
Erich Hess musste seinen Führerschein abgeben, weil er betrunken am Steuer erwischt wurde.
JAHRESRUECKBLICK 2016 - OBIT - Der SVP Bundesratskandidat Bruno Zuppiger auf dem Weg zur Fraktionssitzung, am Donnerstag, 1. Dezember 2011 im Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
KEYSTONE
Bruno Zuppiger hat mittels verschiedenster Tricks 240'000 Franken aus einer Erbschaft einer ehemaligen Mitarbeiterin abgezweigt.
<strong>Roger Etter</strong> schoss einem Bauunternehmer ins Gesicht, um eine millionenschwere Veruntreuung zu vertuschen.
Roger Etter schoss einem Bauunternehmer ins Gesicht, um eine millionenschwere Veruntreuung zu vertuschen.
Nationalrat Hans Fehr, SVP-ZH, spricht mit einem Journalisten, am Mittwoch, 11. Dezember 2013 an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete im Vorzimmer des Nationalrats in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
KEYSTONE
Hans Fehr wurde der Führerschein abgenommen, nachdem er mit 200 km/h durch den Gotthard raste.
4.Aufgrund der «Mörgeli-Affäre» 2013 wird Christoph Mörgeli gefragt, ob er abtritt. Wie reagiert er auf die Frage?
Bild zur Frage
youtube
«De isch ja em Tüfel ab em Charre gheit!»
«Sind Sie eigentlich vom Aff bisse?!»
«De Gschider git na, de Esel blibt sta.»
«Chasch nöd s'Föifi und s'Weggli ha.»
5.Welches Tier war mal das Maskottchen der SVP?
ARCHIV --- Alt-Bundesrat Christoph Blocher spricht waehrend der 1. August-Feier, am Samstag, 1. August 2015 in Habkern. Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich hat das Strafverfahren gegen Christoph Blocher eingestellt, wie am Donnerstag, 10. Dezember 2015 bekannt wurde. Dem ehemaligen SVP-Nationalrat konnten keine strafbaren Handlungen im Zusammenhang mit der Weitergabe von Bankdaten in der Affaere Hildebrand nachgewiesen werden.(KEYSTONE/Peter Klaunzer)
KEYSTONE
Ein Geissbock sonnt sich am Donnerstag, 20. Februar 2014 im Park des Altersheims Sunneziel in Mengen. (KEYSTONE/Sigi Tischler)
KEYSTONE
Zottel, der Geissbock
ZUR SOMMERFERIEN- UND WANDERZEIT STELLEN WIR IHNEN HEUTE DIESES NEUE BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Eine Kuh steht auf dem Seeweg von Rigi Scheidegg nach Unterstetten mit Blick auf den Vierwaldstaettersee, aufgenommen am Sonntag, 22. Juni 2014. (KEYSTONE/GAETAN BALLY)
KEYSTONE
Klara, die Milchkuh
Das Murmeltier betrachtet aufmerksam seine Umbebung
Murmi, das Alpenmurmeltier
6.Welche dieser Aussagen stammt nicht von einem SVPler?
Alt-Bundesrat Christoph Blocher spricht am traditionelle Parteitag der Zuercher SVP, der 29. Albisgueetli-Tagung in Zuerich, aufgenommen am Freitag, 20. Januar 2017. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
KEYSTONE
«Die ‹Neger› vermehren sich haufenweise ... sie sollten alle verhungern.»
«Vielleicht brauchen wir wieder eine Kristallnacht ... diesmal gegen Moscheen.»
«Immigranten-Kinder, die kein Schweizerdeutsch können, sollen in eine spezielle Immigranten-Schule gehen und von den Schweizer Kinder getrennt werden.»
«Naiven Frauen, die fremde Männer nach Hause nehmen [...] und dann doch nicht wollen, da ist eine Mitschuld an der Vergewaltigung gegeben».
7.Was landet hier auf Christoph Blochers Ärmel?
Bild zur Frageabspielen
youtube
Joghurt
Birchermüesli
Bananenmus
Babybrei
8.Weisst du, was das aktuelle Maskottchen der SVP ist?
Member of the Swiss parliament and enterpreneur Christoph Blocher of the
KEYSTONE
Berner Sennenhund
Willy, der Wachhund!
bär stephan
caters news agency
Bruno, der Bär!
HANDOUT - Ein gemeiner Krake im Zoo Basel, aufgenommen am Freitag, 7. August 2015. Seit 2009 haelt der Zoo Basel Mittelmeerkraken im Vivarium. Die Schlaeue und Neugier der achtarmigen Meeresbewohner hat seither sowohl Personal wie Besucher des Zoo Basel begeistert, wie der Zoo am Mittwoch, 12. August 2015, mitteilt.  (HANDOUT Zoo Basel)*** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***
ZOO BASEL
Seraphine, der Tintenfisch!
9.Wann wurde Christoph Blocher aus dem Bundesrat rausgewählt?
Christoph Blocher (UDC) lors de l'assemblee des delegues de l'union democratique du centre (SVP - UDC) ce samedi 14 janvier 2017 au Chable. (KEYSTONE/Olivier Maire)
KEYSTONE
12. Dezember 2007. Schon fast zehn Jahre ist das her, wow!
12. Dezember 2005. Im gleichen Jahr flog er beim Sächsilüüte auf die Nase. Schweres Jahr für Christoph Blocher.
12. Dezember 2004. Von dieser Niederlage konnte sich Christoph Blocher nie erholen. Kurze Zeit später flog er deswegen beim Sächsilüüte auf die Nase.
12. Dezember 2010. Wow. schon fast sieben Jahre ist das her!
10.Unendliche Enttäuschung nach Blochers Abwahl! Was rufen diese SVP-Anhänger, als sie davon erfahren?
Bild zur Frageabspielen
youtube
«Aiaiai! PFUI! Pfui! Pfui! Gopferdelli!»
«Links Saupack! Use nach Afrika mit eu!»
«Chogge-Mogge, das glaubi ja nöd!»
«WIDMER-SCHLUMPF?!!! Zruck id Chuchi mit dir!»

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