Schweiz
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Werner Salzmann, Nationalrat SVP und Praesident Kanton Bern, vom Komitee gegen das neue Waffengesetz, verfolgt die Abstimmungsresultate, am Sonntag, 19. Mai 2019, in Burgdorf. Die Schweizer Stimmbevoelkerung hat ueber das neue Waffengesetz und die Steuer-AHV Vorlage abzustimmen. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Lange Gesichter bei den Gegnern des neuen Waffenrechts am Sonntag in Bern. Links im Bild: SVP-Nationalrat Werner Salzmann. Bild: KEYSTONE

Schon wieder hat die SVP eine EU-Abstimmung verloren: Trotzdem bläst sie jetzt zum Angriff

Michel Burtscher / ch media



An der parteipolitischen Front hiess es bei der Abstimmung über die Verschärfung des Waffenrechts wieder einmal: die SVP gegen alle anderen. Zwar waren es die Schützen gewesen, die das Referendum ergriffen hatten gegen die Übernahme der EU-Waffenrichtlinie, doch als einzige grosse Partei beschloss die SVP die Nein-Parole.

Die anderen Parteien sprachen sich für die Waffenrechtsverschärfung aus – und konnten gestern jubeln: Die Stimmberechtigten haben der Vorlage mit fast 64 Prozent Ja-Anteil deutlich zugestimmt, nur im Kanton Tessin wurde sie von einer Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt.

Die SVP hingegen steht auf der Verliererseite – wie so oft in den letzten Jahren bei europapolitischen Abstimmungen. Die Stimmberechtigten verwarfen im Jahr 2016 zuerst die Durchsetzungs-Initiative der Volkspartei, im vergangenen November dann auch die Selbstbestimmungs-Initiative.

Die SVP scheint mit ihrem Widerstand gegen alles, was von der EU kommt, bei einer Mehrheit der Stimmberechtigten nicht mehr punkten zu können. Wobei sie im Abstimmungskampf über das Waffenrecht sowieso mehrheitlich im Hintergrund blieb. Zwar weibelten einzelne Exponenten wie der Berner Nationalrat Werner Salzmann lautstark gegen die Vorlage, von der Partei war sonst jedoch nur wenig zu hören.

«Positives Signal»

Die SVP hütete sich davor, die Abstimmung über das Waffenrecht zu einer Abstimmung über das Verhältnis der Schweiz zur EU zu machen. Und dies, obwohl ihr die Befürworter der Vorlage eine Steilvorlage dazu gaben, indem sie wieder vor einem Schengen-Ausschluss der Schweiz warnten, falls die Stimmberechtigten Nein sagen.

Für die Zurückhaltung seiner Partei im Abstimmungskampf gibt es laut SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi gute Gründe: «In den Leserbriefspalten und den sozialen Medien waren wir zwar sehr aktiv», sagt er. Doch bei Inseraten und Plakaten sei es immer auch eine Frage der Ressourcen. «Wir müssen unsere Ressourcen aufsparen für die zwei Hauptabstimmungen im Zusammenhang mit der EU: Die Begrenzungsinitiative und das EU-Rahmenabkommen», sagt der Zuger Politiker.

«Wird die Bevölkerung gefragt, ob sie das Rahmenabkommen oder die masslose Zuwanderung weiterhin will, gibt es ein Nein.»

SVP-Nationalrat Thomas Aeschi.

Diesbezüglich werden schon bald entscheidende Weichenstellungen erwartet. Der Bundesrat wird sich voraussichtlich im Juni mit dem Rahmenabkommen und der SVP-Initiative, mit der das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU geändert oder sonst gekündigt werden soll, befassen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Wie diese Zeitung berichtete, zeichnet sich ab, dass die Landesregierung dabei eine Zwei-Phasen-Strategie fahren will: Zuerst soll bis im Sommer 2020 die Begrenzungs-Initiative gebodigt werden, bevor man mit dem Rahmenabkommen weitermacht.

Für die Berner FDP-Nationalrätin und Aussenpolitikerin Christa Markwalder sendet das gestrige Abstimmungsergebnis ein «positives Signal, gerade auch im Hinblick auf die künftigen Diskussionen über das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU.» Die Aussenpolitikerin sagt: «Die Bevölkerung hat klar gezeigt, dass sie hinter dem heutigen bilateralen Weg steht.» Davon will SVP-Fraktionschef Aeschi nichts wissen: Beim Waffenrecht sei es um eine «isolierte Einzelfrage» gegangen, das könne man nicht vergleichen. Er ist sich sicher: «Wird die Bevölkerung gefragt, ob sie das Rahmenabkommen oder die masslose Zuwanderung weiterhin will, gibt es ein Nein.»

SVP spricht von Angstkampagne

Die SVP legte ihre Zurückhaltung gestern denn auch sofort ab, ging in die Offensive und versuchte, aus der Niederlage an der Urne ein Argument gegen das Rahmenabkommen zu machen. In einer Mitteilung warf sie den Befürwortern des Waffenrechts vor, eine «Angstkampagne» gefahren zu haben. Eine freie Willensäusserung sehe anders aus. «Solche angstgetriebenen Abstimmungsergebnisse wären künftig die Regel, falls der Bundesrat das Rahmenabkommen mit der EU unterschreibt», hiess es weiter.

Dann müssten die Schweizerinnen und Schweizer ständig mit der Drohung im Nacken abstimmen, dass alle bilateralen Verträge gekündigt würden, wenn sie eine noch so kleine Anpassung der EU ablehnen. Aeschi sagt: «Nun sieht das Volk, was die dynamische Rechtsübernahme beim Rahmenabkommen für die Schweiz bedeuten würde.» Die SVP muss aber noch Überzeugungsarbeit leisten: Gemäss einer Umfrage des Forschungsinstituts Gfs.Bern, die im April veröffentlicht wurde, sprechen sich 60 Prozent der Stimmberechtigten für das Abkommen zwischen der Schweiz und der EU aus.

SVP-Abstimmungsplakate

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58
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    Alle Leser-Kommentare
  • Pascolo 20.05.2019 15:48
    Highlight Highlight Die Wähler scheinen die Lügen der SVP immer mehr zu durchschauen!
  • sherpa 20.05.2019 13:34
    Highlight Highlight Die UDC meint immer noch, sie seien die mehr oder weniger Alleinseeligmacher dieser Nation haben aber immer noch nicht gemerkt,dass sie sich zu den stetigen Verlierer gemausert haben. Das zeigt aber auch, auf welch bedenklich tiefen Niveau sich dieser Verein zwischen zeitlich bewegt und eine.auch nur leichte Besserung, ist nun wirklich nicht auszumachen.
  • fidget 20.05.2019 12:04
    Highlight Highlight War es nicht die SVP, die in der Vergangenheit stets Ängste im Vorfeld von Abstimmungen schürte? Wenn es ihnen dient, ist eine Angstkampagne ein probates Mittel. Fällt das Abstimmungsresultat jedoch zu Ungunsten der SVP aus, beschweren sie sich lauthals. Mir soll es recht sein, dass sich die Volchspartei zusehends selbst, ohne Zutun von aussen, abbaut. Für die Schweiz kann es so nur besser werden.
  • Steibocktschingg 20.05.2019 10:52
    Highlight Highlight "In einer Mitteilung warf sie den Befürwortern des Waffenrechts vor, eine «Angstkampagne» gefahren zu haben. Eine freie Willensäusserung sehe anders aus. «Solche angstgetriebenen Abstimmungsergebnisse wären künftig die Regel, falls der Bundesrat das Rahmenabkommen mit der EU unterschreibt», hiess es weiter."

    Als Expertin in Sachen Angstkampagnen muss die SVP es ja wissen, nicht? Genau wie sie als einzig wahre Vertreterin des Volkes weiss, dass das die Bilateralen zum Teufel schicken werde, obwohl es mehrfach deutlich das Gegenteil sagte, was die SVP aber nicht von der ewigen Zwängerei abhält.
  • TWilli 20.05.2019 10:00
    Highlight Highlight Man darf die SVP aber auch nicht unterschätzen. Zum wiederholten Mal stimmten mehr Leute als nur deren Stammwähleranteil im Sinne der SVP. Mit einer guten Kampagne + sinnvolle Argumente und schon ist ein knapper Ausgang wieder möglich
    • Daniele Ulrich 20.05.2019 11:08
      Highlight Highlight Die Stimmbeteiligung war sehr tief, weil die Sache klar war. Es konnten beide Seiten nicht wirklich mobilisieren.
  • Magnum 20.05.2019 09:51
    Highlight Highlight Angstmacherei, Erpressung, dynamische Rechtsanpassung: Der Aeschi zählt alle Punkte auf, die auch Gonzolino, sunshine und Co gestern nach geschlagener Schlacht nochmals in ihren Kommentaren wiedergekäut haben. Man könnte fast annehmen, dass die betreffenden ihre Kommentare in einem Auftrag und nach einer vorgegebenen Checkliste verfassen. Aber so paranoïd will man dann doch nicht werden.
  • Quinn 20.05.2019 09:32
    Highlight Highlight Alle gegen die SVP, weil es die SVP ist. Es wird nicht mehr zu Gunsten des Landes abgestimmt, sondern gegen die Parteien. Wenn man nur gegen eine Partei stimmt, kommt man nicht weiter. Es ist traurig das sagen zu müssen.

    Die SVP hat, wie jede andere Partei auch, Dreck am Stecken. Jedoch ist sie die einzige Partei, welche sich für die schweizer Traditionen einsetzt.

    Unser Land zerfällt und spaltet sich immer mehr. 75% der Bürger steht nicht mehr zu diesem Land. Die Traditionen und der Landesstolz wird belächelt und alle, die sich dafür einsetzen.
    • dan2016 20.05.2019 11:43
      Highlight Highlight och, ich bin auf die humanitären Traditionen der Schweiz sehr stolz, ich würde nie einen Bundesrat unterstützen, der sich in der Türkei über Schweizer Gesetze lächerlich macht, ich hätte ein Problem, wenn ein ausländischer Präsident unseren Bundespräsidenten auffordert, in 40 Stunden in seinem Büro zu erscheinen, ich bin Stolz auf die Medienfreiheit, auf die Gewaltentrenung.
      Und am Stolzesten bin ich drauf, dass es die Mehrheit der Bevölkerung immer wieder geschafft hat, sich für Veränderungen und Neuerungen offen zu zeigen und nicht glaubt, dass halbautom Waffen zum Demokratieerhalt gehören
    • MacB 20.05.2019 12:01
      Highlight Highlight
      Das Land zerfällt nicht, es entwickelt sich weiter. Und davor kann sich auch die SVP nicht retten.

      Quinn, ich behaupte es ist gerade anders rum. Die SVP gegen alle. Die SVP isoliert sich mit Angstkampagnen selber und bietet keine Konzepte für die Zukunft ausser "nein zu allem".

      Tradition und Landesstolz wird nicht belächelt. Das ist mir auch sehr wichtig. Dennoch kann ich die Verlogenheit der SVP immer weniger ernst nehmen und würde sie seit 2000 nie mehr wählen. Du drängst sie einfach in die Opferrolle.
    • Raber 20.05.2019 12:22
      Highlight Highlight Für mich kämpft die Svp für Steuerhinterziehung,gegen Umweltschutz,für Steuererleichterungen bei Grossfirmen und für Kürzungen bei Sozial schwach gestellten. Ich hoffe nicht,dass das für dich die "schweizer Traditionen" sind,die erhalten werden müssen? Der ganze folkrorischtische Teil ist doch nur Augenwischerei, wie jetzt gerade das österreichische Pendant sehr gut gezeigt hat. Es geht den rechten Parteien doch nur um Geld und Macht zum Eigennutz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nick Name 20.05.2019 09:09
    Highlight Highlight Die Volkspartei hat zudem ein weiteres Mal in Bern verloren.
    Schon im November mussten wir wegen eines SVP-Referendums über einen Kredit für die Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern abstimmen. Er bewirkte zwar bereits eine Reduktion, aber für die SVP zu wenig (das Volk habe das zuvor schon gesagt!). (Das Beste daran: Hätte die SVP gewonnen, hätte es vorderhand weniger sparen bedeutet als mit dem Kredit, den die SVP wegen Zu-wenig-sparen bekämpfte. Ist aber eine komplizierte Sache...)
    Die SVP verlor – einmal mehr «dem Volk» falsche Worte in den Mund gelegt.
  • Astrogator 20.05.2019 08:53
    Highlight Highlight Ich behaupte mal, das Referendum hätte durchaus im Sinne der Schützenverbände enden können. Aber die grenzdebile Kampagne der SVP hat dem ganzen Abstimmungskampf massiv geschadet.

    Nur schon die Plakate mit den Leuten die dreinschauen als ob sie kurz vor dem heulen sind waren ein Brüller😂

    Man hätte jeden von denen tröstend in den Arm nehmen wollen während man ihm/ihr erklärt, dass er die Vorlage nicht ansatzweise verstanden hat.

    SVP, die Schweizerische Verlierer Partei, der Name ist Programm....
  • BeatB_ 20.05.2019 08:49
    Highlight Highlight In erster Linie habe ich mal für eine Verschärfung des laschen Waffenrechts gestimmt, das übrigens auch weiterhin noch sehr viel Freiheiten zulässt.
    Und dann ist es an der Zeit, dass von der Schweiz initiierte Rahmenabkommen zu ratifizieren, damit wir klarere Verhätlnisse mit der EU haben, auf einer partnerschaftlichen Basis.
    Zur Erinnerung: in wenigen Tagen können ca. 400 Mio. Bürger das EU Parlament neu wählen. Meint ihr wirklich, dass dann 8 Mio. Schweizer (also etwa 2 Prozent) viel mehr Einfluss haben?
    • Steve46 20.05.2019 09:28
      Highlight Highlight Lasches Waffengesetz??? Da haben Sie wohl keine Ahnung von unserem Waffengesetz und sind trotzdem an die Urne gegangen!
      Einmal mehr ein Kniefall vor der EU, in fünf Jahren wird dann das nächste diktiert usw.
    • Burdleferin 20.05.2019 11:34
      Highlight Highlight Schon, dass immer dieselben Begriffe der SVP-Freunde kommen, enttarnt sie. „Kniefall“...
  • Aegon T. 20.05.2019 08:45
    Highlight Highlight Die Millionärspartei von Swiss-Oil-Präsident schwätzt und schwätzt und schwätzt für den Büezer - und hilft nur den Reichen. Schützen tut sie fossile Technologien und reiche Profiteure und Importeure.

    Der Büezer fühlt sich zurecht verarscht und verweigert den Gehorsam.
    • Oberon 20.05.2019 09:20
      Highlight Highlight Die SVP Wähler bleiben was sie für die Partei sind, die Schafe für die eigene Machterhaltung.

      Leider hat die SVP es verpasst die Wähler mit Inhalten zu versorgen die sie bewegen.




  • Raphael Stein 20.05.2019 08:41
    Highlight Highlight «Wir müssen unsere Ressourcen aufsparen.....

    Das heisst,
    keine Frage der Argumente, sondern eine der Ressourcen.
  • Magnum44 20.05.2019 08:34
    Highlight Highlight Ich behaupte , dass der SVP einfach langsam die Basis wegstirbt. Verschwinden wird die Partei kaum, aber gewiss auf ein vernünftiges Mass reduziert.
  • Daniel Caduff 20.05.2019 08:32
    Highlight Highlight Sollen sie doch trötzlen. 😁🤣
  • Mietzekatze 20.05.2019 08:20
    Highlight Highlight Ich habe auch ein Ja in die Urne gelegt. Allerdings war bei mir der Schengen-Gedanke ziemlich weit weg! Mir ging es ums Waffenrecht... Oder lag ich da etwa falsch?! Die SVP mit ihrer Polemik ist einfach nur noch nervig.. und sie merken nicht mal, dass ihnen die Wähler wegsterben. Mal schauen wie lange das noch so geht..
    • Steve46 20.05.2019 09:29
      Highlight Highlight Tja, leider nichts verstanden, oder vielmehr den Schengen-Lügen auf den Lein gekrochen...
    • Mietzekatze 20.05.2019 11:41
      Highlight Highlight überhaupt nicht! Für mich stand die Waffe und das Waffengesetz im Vordergrund und weder EU noch die SVP oder der Schützenverein! Meine Überlegung war, welche Welt ich gerne hätte für meine Kinder...
  • Yogi Bär 20.05.2019 08:10
    Highlight Highlight Haben die Herren Salzmann und Aeschi ein Brett vor dem Kopf? Anders kann ich mir die Haltung der SVP und der obenstehenden Herren nicht erklären...
    Benutzer Bild
  • AnnenMay 20.05.2019 07:52
    Highlight Highlight Unabhängig davon, dass die SVP manchmal den gesunden Menschenverstand auszuschalten scheint, finde ich es trotzdem extrem wichtig und Demokratiefördernd, wenn unsere Parteien untereinander und ggü. Der EU kritisch bleiben. Es wäre nicht förderlich, würden alle Parteien an einem Strang ziehen bei solchen grossen Fragen nach dem Druck, den die EU immer auf die Schweiz ausüben kann. Das Problem besteht nämlich nach wie vor und es ost positiv, dass wir Parteien mit unterschiedlichen Meinungen dazu haben.
  • De Flip 20.05.2019 07:39
    Highlight Highlight Angstkampagne? Dabei ist doch die SVP die Partei, die mit Angst Politik macht.
  • Loeffel 20.05.2019 07:36
    Highlight Highlight Oh, gemäss Titelfoto gibt es bei den Waffenhardliner auch noch Taschenfotoapparat-Nostalgiker. Herzig. Für die jüngeren Leser: das ist sozusagen die Foto-Funktion des iPhone‘s, einfach ohne alle anderen Funktionen des iPhone‘s 🤪
    • Coffeetime 20.05.2019 09:16
      Highlight Highlight Muss hier betonen, dass meine Digitalkamera immer noch bessere Fotos in der Ferne macht als mein Samsung... aber um schnell etwas abzufotografieren reicht das Handy, sofern man eines hat, welches fotografiert. Da hast du recht.
    • Astrogator 20.05.2019 10:25
      Highlight Highlight Ich habe mir das P30pro, wegen der Kamera gekauft, eine DSLR - Ausrüstung von Nikon zu Hause und trotzdem bin ich im Moment am meisten mit meinen beiden Instax-Kameras unterwegs....

  • Der Soziale 20.05.2019 07:12
    Highlight Highlight Die SVP plappert etwas von massloser Zuwanderung, dabei sind die Zahlen klar rückläufig. 😂
    Und Angstmacherei betreibt die Sünnelipartei deutlich mehr als die „Linken“.
  • wasps 20.05.2019 07:09
    Highlight Highlight Nimm ihnen die Angst vor Brüssel und die Partei ist tot.
    • frnrsch 20.05.2019 10:12
      Highlight Highlight Leider ist die Angst vor Brüssel berechtigt. Mit oder ohne SVP. Wer das Konstrukt EU studiert und sie nicht als Gefahr für die Demokratie erkennt ist blind oder schon indoktriniert.
    • Steibocktschingg 20.05.2019 11:01
      Highlight Highlight Es ist nicht die EU an sich ein Problem für die Demokratie, sondern die Tatsache, dass die Mitgliedsstaaten eifersüchtig danach trachten, kein bisschen Kontrolle abzugeben, was bedeutet, dass die Bürger weiterhin nicht wirklich mitreden können auf der Ebene EU, obwohl die EU selbst das durchaus positiv sähe.

      Man darf nicht vergessen, dass die EU quasi nur das machen darf, was ihre Mitglieder ihr erlauben. Viele Fehler und Defizite sind damit deren Schuld und nicht die der EU.
    • Daniele Ulrich 20.05.2019 11:11
      Highlight Highlight @frnrsch: absoluter Blödsinn. Die wahre Gefahr für die Demokratie ist die Zersetzung durch die Nationalisten, die was von Demokratie labern und hinter unserem Rücken alles tun, um sie auszuhebeln. #Strache lässt grüssen.
  • T13 20.05.2019 07:05
    Highlight Highlight «Wird die Bevölkerung gefragt, ob sie das Rahmenabkommen oder die masslose Zuwanderung weiterhin will, gibt es ein Nein.»
    Aha and er weiss das natürlich weil die SVP ja so volksnah ist.

    Und das gerade die SVP den anderen angstmacherei vorwirft is auch zum schreien.
    😂
    • Daniele Ulrich 20.05.2019 11:13
      Highlight Highlight Der wusste auch, dass das Referendum gegen das Waffenrecht gewonnen wird. Oder die SBI. Oder NoBillag. Oder die DSI:


      Play Icon

  • Schneider Alex 20.05.2019 07:02
    Highlight Highlight Na ja, 36% stimmten NEIN zur EU-Waffenrichtlinie. Das NEIN wurde bei den Parteien nur von der SVP unterstützt. Gar kein so schlechtes Resultat!
    • Daniel Caduff 20.05.2019 09:43
      Highlight Highlight Wird aber beim Rahmenabkommen und der Begrenzungsinitiative auch nicht anders sein... SVP alleine gegen alle anderen. Wenn es für Euch reicht, mit einem Achtungserfolg und wehenden Fahnen unterzugehen, können wir das gerne so machen. Deal?
    • ands 20.05.2019 11:09
      Highlight Highlight Tatsächlich hat die SVP nur rund 80% der eigenen Wählerbasis überzeugt. Dazu kommen je rund 20% der FDP und CVP Wählerbasis. Vermutlich jene, welche einen persönlichen Bezug zum Schiesswesen haben. Mich würde es als Verantwortlicher beunruhigen, wenn meine Partei in einem ihrer Kernthemen (Schengen/EU) 20% der eigenen Wähler nicht mehr überzeugen kann.
    • Daniele Ulrich 20.05.2019 11:16
      Highlight Highlight Ja, in einer Konkordanzdemokratie könnte man das mit Fug und Recht als Geldverschwendung bezeichnen. Aber wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, dass die SVP nicht in die Regierung gehört, dann haben wir ihn spätestens jetzt:

      #DSI, #NoBillag, #SBI, #Waffenrecht, #Begrenzungsinitiative plus alle Referenden gegen die PFZ Erweiterungen oder Asylrecht:

      es wird völlig am Volk vorbeipolitisiert und trotzdem ständig definiert, was das Volk will.

      Irgendwann sollte es denen peinlich werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Neunauge 20.05.2019 06:35
    Highlight Highlight Hihihi. Die SVP beschwert sich über Angstkampagnen? 😂
    • Aurum 20.05.2019 08:25
      Highlight Highlight Realsatire. Aber so was von :D
    • Xumidi23 20.05.2019 08:54
      Highlight Highlight Made my Day 😂
    • Daniele Ulrich 20.05.2019 11:02
      Highlight Highlight Jep, selten so gelacht:

      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Clife 20.05.2019 06:17
    Highlight Highlight Es war nicht Angstmacherei der Gegenparteien, sondern die Angst vor der EU selber. Der Artikel im Schengen-Abkommen suggeriert, dass „alle EU-Mitgliedsstaaten“ und die Schweiz selber für den Fortbestand sein müssen. Vor allem die SVP, die die EU frontal angreift, macht sich unter eben diesen Feinde. Bevor also das Volk beschuldigt wird, sollte die SVP also besser solche hirnspinstigen Abkommen CH-positiv unterschreiben. Wir waren lediglich die Vernünftigen hier, die eine harmonische Beziehung untereinander aufbauen wollen
    • Daniele Ulrich 20.05.2019 11:01
      Highlight Highlight Was meinst Du mit "hirnspinstigen Abkommen"? Das SAA wurde 2005 vom Volk mit 54,6 % angenommen. Meinst Du das?
  • Jacques #23 20.05.2019 06:05
    Highlight Highlight «In den Leserbriefspalten und den sozialen Medien waren wir zwar sehr aktiv»

    Das erklärt einige Ausreisser in den Kommentarspalten.

    Auch in Bern hat die SVP verloren... Sie ist irgendwie Steinzeit und durchschaut.
    • Jacques #23 20.05.2019 07:07
      Highlight Highlight Und ich sehe GRÜNES Licht, sie im Herbst ordentlich zurückzustutzen.

      PS: das erklärt auch die Blitzer.
    • Daniele Ulrich 20.05.2019 11:04
      Highlight Highlight Sie - die Politiker - haben völlig abartige Pamphlete geposted und keine einzige Frage beantwortet. Sie haben sich nicht dazu herabgelassen, den Vertrag mit dem Volk einzuhalten. Man durfte nur den Gesslerhut, den sie aufgestellt haben, mit möglichst vielen Likes grüssen.

      Und das Volch macht da tatsächlich mit!!!
    • Jacques #23 20.05.2019 12:10
      Highlight Highlight @daniele Ulrich

      Ruhig Blut 😊🙏

      Politik = die künftige Ordnung des Zusammenlebens. Hier gibt es die Strategien

      Herz Verstand Geld Ego Angst.

      Vor Unbekanntem Angst zu schüren, ist einfach. Besonders mit gefülltem, offenem Geldbeutel und einfachen Sätzen. Dativ 🙄

      Nichts ist erfolgreicher als Erfolg. Entsprechend ging das Rezept auf.

      Viellicht müssen wir Fam. Blocher dankbar sein, dass wir nicht reingeschossen sind?

      Nach 1992 neu gewickelt zu werden, macht Sinn. Unglaublich, dass Blochers Nachfolger diese Themen nicht erkennen.

      Yoga für die SVP! Wir sind im Jetzt.

      Demut. Danke.

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