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Chef der Humanitären Hilfe will Schweizer Mittel für Syrien aufstocken

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Bild: KEYSTONE

Chef der Humanitären Hilfe will Schweizer Mittel für Syrien aufstocken

04.09.2015, 21:0605.09.2015, 09:47

Der Delegierte des Bundesrats für humanitäre Hilfe zieht in Erwägung, einem Aufruf des Flüchtlingshilfswerk UNHCR nachzukommen und die Syrienhilfe der Schweiz aufzustocken. «Für Syrien wird es sicherlich neue Finanzen brauchen», sagte Manuel Bessler am Freitag gegenüber Radio SRF.

«Die Bedürfnisse sind gigantisch». 50 Millionen Franken wollte die Schweiz in diesem Jahr ursprünglich für Syrien und seine Nachbarländer ausgeben. Bereits jetzt aber zapft sie Reserven an. Aber auch das reiche nicht, sagte der Chef des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe gegenüber dem Radio.

Er werde deshalb beim Bundesrat für dieses Jahr zusätzliches Geld für die Syrien-Hilfe beantragen müssen. Er könne sich gut vorstellen, einen Nachtragskredit in der Höhe von «30, 40, vielleicht 50 Millionen Franken in Erwägung zu ziehen». Das käme einer Verdoppelung des Syrien-Engagements der Schweiz gleich. Der genaue Umfang des Nachtragskredits soll bis Ende Monat feststehen.

Aufnahme von 3000 Flüchtlingen

Die Schweiz beteiligt sich seit 2011 am internationalen Engagement zugunsten der Opfer des Syrienkonflikts. Im März 2015 beschloss der Bundesrat zusätzliche Massnahmen. Durch die Umverteilung von Mitteln stockte er die humanitäre Hilfe um 50 Millionen Franken auf. Weiter beschloss der Bundesrat, in den nächsten drei Jahren zusätzlich 3000 schutzbedürftige Personen aus der Krisenregion aufzunehmen.

Den Uno-Organisationen fehlt zur Bewältigung der Flüchtlingsströme aus Syrien das Geld. Die fehlenden Mittel zur Betreuung der syrischen Flüchtlinge in den Nachbarländer Türkei, Jordanien und Libanon sind mit ein Grund für die steigende Zahl von Flüchtlingen auf dem Weg nach West- und Nordeuropa. (sda)

Chaos im ungarischen Bicske

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Chaos im ungarischen Bicske
Noch immer sind über 2000 Flüchtlinge in Ungarn zu Fuss unterwegs. Ihr Ziel: Sie wollen nach Österreich und von dort weiter nach Deutschland. Bild: AP Photo/Frank Augstein
quelle: ap/ap / frank augstein
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