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12 tote Schafe vor Regierungssitz in Lausanne – Züchter-Protest Wolf

Des agriculteurs dechargent des cadavres de moutons tues pendant la nuit par un loup ce samedi, 6 avril 2024 sur la place du Chateau a Lausanne. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Schleppen 12 tote Schafe vor den Regierungssitz in Lausanne: Schafzüchter aus St-Barthélémy.Bild: keystone

12 tote Schafe mitten in Lausanne – Schafzüchter mit ungewöhnlicher Anti-Wolfs-Aktion

06.04.2024, 14:0606.04.2024, 14:34
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Schafzüchter aus St-Barthélémy nahe Echallens VD haben gegen Samstagmittag vor dem Sitz der Waadtländer Kantonsregierung in Lausanne die Kadaver von zwölf Schafen abgelegt. Die Schaffe seien in der Nacht zuvor gerissen worden, sagte einer von ihnen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die zehn Züchter kritisierten, in der Region Gros-de-Vaud richteten Wölfe verheerende Schäden an. Vor zehn Tagen seien im Dorf Poliez-Pittet siebzehn Schafe getötet worden. Vergangene Nacht habe es in der Region 13 Risse gegeben, in der Nacht auf Mittwoch zwei.

Des agriculteurs dechargent des cadavres de moutons tues pendant la nuit par un loup ce samedi, 6 avril 2024 sur la place du Chateau a Lausanne. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Lausanne, 6. April 2024.Bild: keystone
Des agriculteurs dechargent des cadavres de moutons tues pendant la nuit par un loup ce samedi, 6 avril 2024 a Lausanne. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Lausanne, 6. April 2024.Bild: keystone

Nach eigener Aussage wollten die Züchter mit ihrer Aktion den Druck auf den zuständigen Staatsrat Vassilis Venizelos erhöhen. Auf einem Transparent forderten sie den Grünen-Politiker zum Rücktritt auf, wie ein Fotograf von Keystone-SDA berichtete.

Die Polizei erwartete die Protestierenden und riegelte bei deren Eintreffen die Place du Château zunächst ab. Nach einer kurzen Verhandlung erlaubte sie den Züchtern, die Überreste der Tiere auf Planen am Fusse der Treppe zum Château St-Maire zu deponieren.

(sda)

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154 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lord_ICO
06.04.2024 14:22registriert März 2016
Was ich da raushöre: Die Züchter schützen ihre Schafe nicht, wenn an einem Tag über 10 Tiere gerissen werden können, dann ist den Bauern ganz einfach der Schutz der eigenen Herde egal. Aber ja dem bösen Wolf die Schuld geben ist halt einfacher als mal den Finger rauszunehmen und selbst Verantwortung zu übernehmen.
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Maragia
06.04.2024 14:12registriert April 2016
Schön wie sich die Bauern hier für 13 (tote) Schafe einsetzen, aber gleichzeitig wohl gerade hunderte davon in den Schlachthof fahren. Ich verstehe diese Doppelmoral nicht. Passt halt mal besser auf eure Schafe auf oder hört halt mit der Zucht auf!
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Fondue
06.04.2024 14:34registriert Januar 2015
Ganz grosses Kino. Wie viele hundert Tiere hat der Züchter bei sich. Wie viele Tiere bringt er pro Tag zum Schlachter.

Folgende Lösungsansätze:
1. Er beschützt seine Tiere besser
2. Er sucht sich einen geeigneteren Job
3. Er rechnet die Wolfsrussr mit ein

Vater Staat muss da nichts machen.
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