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Crans-Montana: Staatsanwaltschaft Rom befragt Überlebende

Staatsanwaltschaft in Rom befragt Überlebende von Crans-Montana

04.02.2026, 14:2304.02.2026, 14:23

Die italienische Staatsanwaltschaft will die Aussagen der italienischen Jugendlichen aufnehmen, welche die Brandkatastrophe von Crans-Montana VS überlebt haben. Ebenso sollen auch die Krankenakten beschlagnahmt werden.

The father of a victim holds a child in her arms as approximately a thousand people gathered to pay tribute to the victims of the tragedy in Crans-Montana and to call for "justice and truth" ...
Der Vater eines Opfers hält ein Kind im Arm, während sich rund tausend Menschen in Lutry versammeln, um der Opfer der Tragödie zu gedenken.Bild: keystone

Die Befragungen sollen stattfinden, sobald es der Gesundheitszustand der Verletzten zulässt, wie die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos am Mittwoch schrieb. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Katastrophe, fahrlässiger mehrfacher Tötung, Brandstiftung und schwerer Körperverletzung unter Verstoss gegen die Unfallverhütungsvorschriften. In der vergangenen Woche haben die Richter Autopsien der italienischen Opfer durchführen lassen.

In der zweiten Februarhälfte soll es in der Schweiz ein erstes Treffen zwischen den Staatsanwälten aus Rom und jenen aus dem Wallis geben, um eine Bilanz der Ermittlungen zum Unglück zu ziehen. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa soll dieses Treffen, sofern es keine kurzfristigen Änderungen gibt, am 19. Februar stattfinden.

Akten angefordert

Im übermittelten Rechtshilfeersuchen haben die italienischen Staatsanwälte die Akten, die Liste der Verdächtigen, die Unterlagen zu den Kontrollen und Genehmigungen der Gemeinde sowie zu den Materialien angefordert, die in der Bar «Le Constellation» verwendet wurden, schrieb Adnkronos.

Sobald die Unterlagen in Rom eingegangen sind, sollen das Betreiberpaar der Bar sowie gegebenenfalls weitere Personen in das Register der Verdächtigen eingetragen werden. Auch werde noch auf eine Antwort auf den Antrag gewartet, ein italienisches Ermittlungsteam zu entsenden, um die Schweizer Ermittler bei der Beweissicherung zu unterstützen, hiess es weiter. Ein nächstmöglicher Schritt wäre es, ein gemeinsames Ermittlungsteam aus Ermittlern und Untersuchungsbeamten der beteiligten Länder zu bilden.

Die Brandkatastrophe in einer Bar im Schweizer Ferienort Crans-Montana forderte an Neujahr 41 Tote und 115 Verletzte. 6 Todesopfer stammten aus Italien. (sda/adnkronos/ansa)

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