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Zoo Zürich: Kleine Pandas erwarten wohl Nachwuchs

Kleine Pandas in Flirtlaune: Zoo Zürich hofft auf Nachwuchs

04.02.2026, 13:1504.02.2026, 13:15

Die Kleinen Pandas im Zoo Zürich befinden sich in der Paarungszeit. Die Tierpfleger haben Anfang Januar Annäherungen beobachtet. Anzeichen, ob das Weibchen schwanger ist, erwartet der Zoo im Mai.

Das Kleine-Panda-Weibchen sei derzeit intensiv dabei, ein Nest zu bauen, teilte der Zoo Zürich am Mittwochmorgen mit. Kleine Äste und reichlich Stroh befänden sich schon in der Bruthöhle des Weibchens. Der verstärkte Drang zum Nestbau und die hohe Aktivität am Tag, der meist schlafenden Kleinen Pandas, deute darauf hin, dass Babys unterwegs sind.

Kleiner Panda Zoo Zürich
Der Kleine Panda im Zoo Zürich.Bild: Zoo Zürich

Jeweils im Winter setzt denn auch die Paarungszeit bei den Kleinen Pandas ein. Dann werden Artgenossen des anderen Geschlechts interessant. Während der übrigen Zeit des Jahres sind die Tiere Einzelgänger, wie der Zoo schreibt.

Gewissheit herrscht im Mai

Auch bei den beiden Kleinen Pandas im Zürcher Zoo hat es nach anfänglicher Skepsis offenbar «gefunkt». Die Tierpfleger konnten an zwei Tagen nacheinander mehrere Paarungen beobachten. Laut Zoo leben die beiden Tiere seit letzter Woche wieder getrennt. Das Weibchen habe zunehmend deutlich gemacht, dass es keine weiteren Annäherungen mehr dulde. Das lasse darauf schliessen, dass die Paarung erfolgreich war.

Kleiner Panda Zoo Zürich
Der Zoo hofft auf Nachwuchs.Bild: Zoo Zürich

Ob dem wirklich so ist, werde sich frühestens im Mai zeigen. Die Tragzeit beim Kleinen Panda liegt zwischen 112 und 158 Tagen. Im Zoo Zürich lebt das einzige Zuchtpaar der Schweiz.

Social Media heizt Handel an

In der Natur ist der Kleine Panda eine stark bedrohte Tierart. Er lebt in den Bergwäldern des Himalayas in Nepal oder Bhutan bis in die Bambuswälder Chinas. Allerdings sei in den vergangenen rund 20 Jahren sein Bestand stark eingebrochen.

Kleiner Panda Zoo Zürich
Der Kleine Panda ist stark bedroht.Bild: Zoo Zürich

Grund dafür seien der Verlust und die starke Fragmentierung von Lebensraum. Aber auch die Verbreitung «süsser» Panda-Bilder auf Social Media, welche die illegale Jagd sowie den Handel mit der bedrohten Art für den Heimtiermarkt anheizen. (sda)

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Schneeleoparden-Nachwuchs im Zoo Zürich
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Schneeleoparden-Nachwuchs im Zoo Zürich

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