Schweiz
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Laying hens in the hen coop in the organic eggs production of Ueli Suter's Steinhof farm in Niederweningen in the canton of Zurich, Switzerland, pictured on June 5, 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Legehennen im Stall in der Bio-Eier-Produktion auf dem Steinhof von Ueli Suter in Niederweningen im Kanton Zuerich, Schweiz, aufgenommen am 5. Juni 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Wieso Schweizer Bio-Küken mit Gentech-Spritzen behandelt werden



Wer Bio-Produkte kauft, erwartet wohl, dass die Produkte auch gentechfrei sind. Falsch gedacht: Ein Bericht der «Rundschau» zeigt, dass Schweizer Bio-Küken flächendeckend ein gentechnisch veränderter Impfstoff verabreicht wurde. Dies widerspricht den Grundlinien von Bio Suisse.

Laut Präsident Bio Suisse Urs Brändli habe es sich jedoch um einen Notfall gehandelt, wie er gegenüber SRF sagt. Ein hochansteckender Virus habe sich rasant unter den Tieren verbreitet, man sei auf ein schnelles Handeln angewiesen gewesen. 

«Wir befanden uns in einem extremen Dilemma. Wir haben gesehen, dass tausende Tiere gestorben sind. Deshalb haben wir uns dann ganz klar für das Tierwohl – und für die Impfung entschieden.»

Urs Brändli, Präsident Bio Suisse

Dieses Vorgehen hat jedoch gegen die Richtlinien verstossen, kommt die Geschäftsprüfungskommission von Bio Suisse zum Schluss.

Das Impfen mit Gentech-Wirkstoffen stiess auch bei der Schweizer Allianz Gentechfrei auf grosse Kritik. Deren Präsidentin, SP-Nationalrätin Martina Munz, befürchtet vor allem, dass die Glaubwürdigkeit des Labels Bio Suisse leiden würde. Ebenfalls kritisierte sie die Informationspolitik.

Das sagt Martina Munz:

Brändli betont jedoch, dass das Tier dabei gentechfrei bleibt. Der Impfstoff gehe nicht ins Erbgut des Tiers über. 

Präsident Brändli verteidigt den Entscheid:

Tierärztin und Geflügelexpertin Karin Kreyenbühl sagte gegenüber SRF, dass sich der gentechnisch veränderte Impfstoff in den Ansätzen der Hühnerfedern vermehre. Allerdings sei dieser nur in sehr geringen Konzentrationen zu finden. Nach dem Schlachten und Rupfen der Tiere gäbe es nur noch Restmengen, welche beim Kochen zerfallen. (jaw)

Die Schweiz ist Bio-Weltmeister

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Video: srf

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