Schweiz
Tier

Viele tote Schwalben in der Schweiz – das ist der Grund

Derzeit findet ein intensiver Vogelzug statt.
Derzeit findet ein intensiver Vogelzug statt.Bild: Shutterstock

Viele tote Schwalben in der Schweiz – das ist der Grund

05.09.2023, 10:1905.09.2023, 14:32

In Felsberg, Haldenstein und wahrscheinlich auch in anderen Regionen der Südostschweiz wurden in den letzten Tagen vermehrt tote Schwalben gefunden. Dabei handelt es sich um ein interessantes Phänomen, wie Vogelexperte Christoph Meier-Zwicky in der «Südostschweiz» erklärte: «Im Moment findet ein intensiver Vogelzug von Insektenfressern in Richtung Afrika statt.»

Plötzlich wurden die Tiere in den letzten beiden Wochen abrupt von schlechtem, kaltem Wetter mit viel Regen überrascht und konnten nicht mehr weiterfliegen. Darauf sind manche tödlich verunglückt.»

Weiter sagt er: «Ist es mehrere Tage nass und kalt, werden die Vögel völlig durchnässt, unterkühlt und verhungern, weil sie keine Nahrung mehr finden.» Denn: Bei Regen fliegen weniger Insekten.

Schwalben kämen bei einem Zugstau, an welchem sie wetterbedingt nicht weiterfliegen können, gut ein bis zwei Tage mit wenig Futter zurecht. Doch bei mehreren intensiven Regentagen am Stück sei das Überleben für kleinere Vogelarten gefährdet, denn Schwalben bräuchten laufend Energiezufuhr.

Nun sollte sich die Situation wieder verbessern. Das sonnige Wetter sei ideal, um weiterzuziehen, sagt der Vogelkenner. (cst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Mann und Kranich wurden beste Freunde – dann trennte die Regierung sie
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
sowhat
05.09.2023 14:20registriert Dezember 2014
Das bedingt, dass genug Insekten da sind.
Das ist kaum noch der Fall.
Es sind massiv weniger, als noch vor 5-6 Jahren.
237
Melden
Zum Kommentar
4
Murat Yakin ganz privat: «Hakan hat sich ab und zu bei unserer Mutter ausgeheult»
In wenigen Tagen gibt der Nati-Trainer sein WM-Kader bekannt. Im Interview verrät der 51-Jährige, wovon er als Kind träumte, welche Konsequenzen ein verpasster Zapfenstreich hatte, wie hoch sein erster Profi-Lohn und wie gross seine Lust aufs Zürcher Nachtleben war.
Was ist Ihre erste WM-Erinnerung?
Murat Yakin: Von 1978 habe ich das Bild von Mario Kempes im Kopf. Von 1982 sind mir die italienischen Helden wie Altobelli, Rossi, Tardelli und Scirea in Erinnerung geblieben. Aber die erste WM, die ich so richtig miterlebt habe, ist jene von 1986 mit Maradona in der Hauptrolle.
Zur Story