DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Demonstranten fordern die Aufhebung der Abschussbewilligung für zwei Jungwölfe.
Die Demonstranten fordern die Aufhebung der Abschussbewilligung für zwei Jungwölfe.
Bild: keystone

Wolfsschützer demonstrieren im Waadtländer Jura

09.10.2021, 18:34

Rund 150 Wolfsschützerinnen und Wolfsschützer haben am Samstagnachmittag auf dem Marchairuz-Pass im Waadtländer Jura friedlich demonstriert. Sie forderten den Kanton Waadt auf, die Abschussbewilligung für zwei Jungwölfe aus dem Marchairuz-Rudel aufzuheben oder ein Moratorium zu verhängen.

Unter den Slogans «Stoppt den Abschuss von Wölfen im Marchairuz» oder «Zusammenleben mit dem Wolf» sei die Aktion als Bürgerinitiative gedacht, sagte Alain Prêtre, Organisator, ehemaliger Journalist und Wildtierfotograf, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es gehe um politische Schüsse, um die Bauern zu beruhigen. Das Gewehr dürfe nicht die einzige Lösung sein.

Die Kundgebung fand auf dem Marchairuz-Pass im Waadtländer Jura statt.
Die Kundgebung fand auf dem Marchairuz-Pass im Waadtländer Jura statt.
Bild: keystone

Vor drei Wochen versammelten sich in Mollens am Fusse des Mont-Tendre Bauern und Hirten aus dem Waadtländer Jura, die um ihre Herden besorgt waren. Sie entzündeten ein «Feuer der Wachsamkeit und der Solidarität» mit den von Angriffen betroffenen Bauern. Rund 250 Personen waren anwesend.

Die Angriffe von Wölfen auf Rinder haben in den vergangenen Monaten im Waadtländer Jura zugenommen. So wurden seit Beginn der Sommersaison elf Rinder und vier Ziegen angegriffen. Man geht davon aus, dass sich in der Region ein Dutzend Wölfe aufhalten.

Anfang August hatten die Waadtländer Behörden den Abschuss von zwei Jungtieren aus dem Marchairuz-Rudel bewilligt, eine Premiere für den Kanton. Die Abschussbewilligung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu), bisher ohne Ergebnis, läuft bis zum 31. März. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Wolfsrudel im Wallis

1 / 7
Wolfsrudel im Wallis
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wölfe sind hier willkommen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

65 Prozent weniger Honig: Schweizer Imker kämpfen um das Überleben ihrer Völker

Nass und kalt, das war das Jahr 2021 über weite Strecken – gerade im Frühling und im Sommer. Das war schlecht für die Bienen – und hat für die Schweizer Imker ein historisch schlechtes Jahr zur Folge. Die Honigerträge sind um zwei Drittel eingebrochen.

40 Jahre ist es nun schon her, dass Jakob Künzle anfing mit der Imkerei. Lange waren die Bienen nur ein Hobby. Dann hat er sie zu seinem Beruf gemacht. Künzle hat über die Jahre viel erlebt. Er sagt, als Imker sei man sich daran gewöhnt, dass es auf und ab geht. Dass auf ein gutes Jahr ein schlechtes folgt. Aber dass eine Saison fast ganz ausfällt, das hat es noch nie gegeben. Bis jetzt. Bis 2021.

Wenn Künzle von der Bienensaison 2021 berichtet, dann nimmt er einmal das Wort «himmeltraurig» in …

Artikel lesen
Link zum Artikel