Spatz bleibt die Nummer 1 – das sind die häufigsten Gartenvögel der Schweiz
Der Spatz bleibt die Nummer 1, Sorgen bereiten Schwalben und Mauersegler: Das zeigte die jährliche Vogelzählung «Stunde der Gartenvögel».
Über 4500 Personen haben an der jährlichen Zählaktion teilgenommen, wie die Vogelschutzorganisation «Birdlife» am Dienstag mitteilte. Die Freiwilligen meldeten aus Gärten, Parks und von Balkonen landesweit über 90'000 Vögel. Damit sind die Bestände der meisten Vögel stabil geblieben. Die Mitmachaktion wird seit 2014 jährlich durchgeführt.
Der Spatz oder Haussperling war, wie auch in den letzten Jahren, der am häufigsten gesichtete Vogel. Er wurde auf 84 Prozent der Beobachtungsflächen nachgewiesen und über 15'000 Mal gezählt.
Eine erfreuliche Entwicklung zeigten laut «Birdlife» auch die Bestände von Amsel, Grünfink und Girlitz, die in den vergangenen Jahren unter Krankheiten gelitten hatten. Sie wurden häufiger gezählt als im Vorjahr.
Mauersegler sind Sorgenkinder
Rückläufig waren hingegen die Zahlen bei den Mauerseglern sowie bei den Rauch- und Mehlschwalben. Als Grund für den Rückgang dieser Arten nannte die Organisation den Mangel an Nistnischen an Gebäuden und an Insekten im Siedlungsraum.
Die Auswertungen aus früheren Jahren zeigen, dass in naturnahen Gärten mit einheimischen Sträuchern und Blumenwiesen deutlich mehr Vogelarten leben als in Gärten mit Einheitsrasen. «Damit Spatz, Amsel oder Mauersegler auch in Zukunft bei uns leben, braucht es naturnahe Gärten und lebendige Quartiere», wird Raffael Ayé, Geschäftsführer von «Birdlife Schweiz», in der Mitteilung zitiert. (pre/sda)
