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SRF-Moderator Roger Aebli erklärt Aussetzer während Livesendung

Roger Aebli SRF
Roger Aebli ist SRF-Korrespondent in New York.Bild: SRF

«Nahm an, dass wir noch proben»: Roger Aebli erklärt erstmals Aussetzer bei Livesendung

Der SRF-Korrespondent Roger Aebli verlor während einer Live-Zuschaltung im Januar in der Tagesschau mehrmals den Faden. Viele machten sich Sorgen um seine Gesundheit. Nun erzählt er im Interview, wie es dazu kam.
18.04.2026, 15:0818.04.2026, 15:08

Als die USA in Venezuela einfielen und Machthaber Nicolas Maduro festnahmen, war sein Auftritt in der Tagesschau von SRF von zentraler Bedeutung: Roger Aebli lebt als Korrespondent in New York und sollte die Lage von Amerika aus einschätzen.

Doch dann passierte es: Aebli verlor den Faden, sagte plötzlich, er stehe kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Die Schaltung wurde schliesslich abgebrochen. Stefan Reinhart, Leiter der SRF-Auslandkorrespondentinnen und -korrespondenten, erklärte später, Aebli habe einen Migräneanfall gehabt. Doch schon einen Tag später verlor er nach einem erfolgreichen Auftritt am Abend erneut den Faden. Aebli machte danach erst einmal Pause.

Doch was war es wirklich, das ihn aus der Bahn geworfen hat? Gegenüber dem Tages-Anzeiger erzählt Aebli nun erstmals, wie er die Situation erlebt hat. Er bestätigt, dass sein erster Ausfall auf einen Migräneanfall zurückzuführen ist. Doch nicht nur das: «Dazu kam, dass ich mir nicht bewusst war, dass wir live auf Sendung sind. Ich dachte, wir seien noch in den Proben», sagt Aebli.

Auch die Müdigkeit dürfte eine Rolle gespielt haben. «Bei Sendebeginn war ich bereits 24 Stunden wach. Mein Körper begann sich zu sträuben, aus den Kopfschmerzen wurde eine Migräneattacke.» Er habe seinen Körper überschätzt und zudem noch mit technischen Schwierigkeiten gekämpft. In seinem Ohr habe er eine weitere Korrespondentin gehört, die sich auf ihren eigenen Einsatz vorbereite – das sei bei einer Livesendung nicht üblich. «Deshalb dachte ich, ich könne offen sagen, dass ich hämmernde Kopfschmerzen habe und kaum mehr die Worte sehe, die ich mir aufgeschrieben hatte.»

Der erste Ausfall von Roger Aebli

Video: watson/SRF

Nach der Sendung habe ihn sein Chef angerufen und sich erkundigt, ob es ihm gut gehe. Schliesslich habe er zwei Stunden geschlafen – erst danach wurde Aebli klar, was passiert war, da sich zahlreiche Menschen gemeldet hatten. «Ich glaube, die Leute haben mitgelitten. Es war eine sehr menschliche Situation, die viele nachfühlen können.»

Sein erster Auftritt am nächsten Tag sei auch reibungslos verlaufen, weshalb er sich keine Gedanken mehr gemacht habe. In der Hauptausgabe passierte es aber nochmals: Aebli verlor erneut den Faden. Dies begründet er damit, dass er vor der Livesendung die Schlagzeilen nochmals gelesen habe. Das sei ein Fehler gewesen. «Vielleicht war es doch ein Tag zu früh. Aber ich würde es wieder so machen.»

Der zweite Ausfall von Roger Aebli

Video: watson

Von den Vorfällen lässt er sich die Freude am Job nicht nehmen, sagt er. Mit Freunden habe er darüber sprechen können und achte auf die Signale seines Körpers. «Die Freude an den Livemomenten, am Kommunizieren und Präsentieren – die war nie weg. Das Fernsehen macht mir immer noch grosse Freude.» (vro)

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Aus dem SRF-Archiv: Skilager anno 1998
Video: srf
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Die beliebtesten Kommentare
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WatSohn?
18.04.2026 15:48registriert Juni 2020
Alles gut! Es ist doch gut zu wissen, dass auch hochkompetente Korrespondenten keine Maschinen, sonder auch nur Menschen sind
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