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Eine Gruppe Klimaaktivisten der Organisation Clima Justice blockiert den Eingang der Schweizer Banken UBS und Credit Suisse, aufgenommen am Montag, 8. Juli 2019 auf dem Paradeplatz in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Eine Gruppe Klimaaktivisten der Organisation Collective Climate Justice blockiert den Eingang der Schweizer Bank Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich. Bild: KEYSTONE

Hunderte von Strafbefehlen gegen Klima-Aktivisten – diese wollen aber öffentliche Prozesse

Nach Brücken- und Banken-Blockaden kommt es zu Hunderten von Strafbefehlen. Die Klimaaktivisten fechten die Bussen systematisch an.

Othmar von Matt / Aargauer Zeitung



Es regnete Strafbefehle in den letzten Monaten. In Basel etwa: Da erhielten 63 Klimaaktivisten Bussen für eine Blockade der UBS vom 8. Juli. Oder in Zürich: Aktivisten blockierten am selben Tag den Eingang der Credit Suisse (CS). Die Staatsanwaltschaft verschickte 55 Strafbefehle.

Vor allem aber in Lausanne. Als 200 Aktivisten am 20. September die Pont Bessières über Stunden blockierten, sprach die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt 117 Strafbefehle aus.

Es sind mehrere hundert Strafbefehle, welche die Staatsanwaltschaften von Basel-Stadt, Zürich, Genf und Waadt verschickt haben. Das zeigen Recherchen von CH Media. Mit diesen Strafbefehlen werden Aktivisten im Schnellverfahren verurteilt für Tatbestände wie Hausfriedensbruch, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und Nötigung. Immer enthalten Strafbefehle bedingte Tagessätze, meist auch Bussen. Anhörungen gibt es keine.

Aktivisten wollen keine Schnellverfahren

Genau das ist den Aktivisten ein Dorn im Auge. Abgesehen von wenigen Ausnahmen erheben sie systematisch Einsprache gegen die Strafbefehle. Sie wollen ihre schnellen Verurteilungen nicht in der Anonymität versanden lassen, sondern sie öffentlich zum Thema machen. Ein erster grösserer Prozess endete am 13. Januar in Renens (VD) mit einem spektakulären Freispruch für zwölf Aktivisten, die in einer Filiale der Credit Suisse Tennis gespielt hatten. Begründung: «rechtfertigender Notstand».

«Ziviler Ungehorsam ist grundsätzlich eine Strategie, welche die Gerechtigkeit gewisser Gesetze zu Gunsten des Gemeinwohls hinterfragt.»

Gerichte sollen die Frage klären, wer im Unrecht ist: die Aktivisten, die mit zivilem Ungehorsam auf die Klimakrise aufmerksam machen? Oder die Banken, die in Unternehmen investieren, die mit fossilen Energien handeln? «Die Grundidee besteht darin, Strafbefehle anzufechten, um in Prozessen die Frage zu thematisieren, wo bei Aktionen des zivilen Ungehorsams zur Klima- und Biodiversitätskrise das Recht liegt und wo das Unrecht», sagt Alexandra Gavilano, Sprecherin des Schweizer Arms der globalen Bewegung Extinction Rebellion.

Die radikale Bewegung hatte mit Strassenblockaden in London, Berlin und Paris für Schlagzeilen gesorgt. Sie zählt in der Schweiz rund 5000 Aktivisten in 15 Gruppen. Demnächst werden weitere Gruppen im Tessin, in St.Gallen und in Olten gegründet.

Extinction Rebellion spricht von rund 200 Strafbefehlen und 200000 Franken Busse, die sie erhalten habe. Diese Zahlen seien sogar «eher untertrieben», sagt Gavilano. Es dauere rund drei Monate, bis Strafbefehle einträfen. Sie betreffen stets gewaltfreie Aktionen.

«Ziviler Ungehorsam ist grundsätzlich eine Strategie, welche die Gerechtigkeit gewisser Gesetze zu Gunsten des Gemeinwohls hinterfragt», sagt Gavilano. Wie etwa «Investitionen in fossile Energien und Raubbau im globalen Süden». Als Bibel von Extinction Rebellion gilt das Buch «Why Civil Resistance Works» (Weshalb ziviler Ungehorsam funktioniert) von Erica Chenoweth, einer Professorin für öffentliche Ordnung. Sie schreibt, friedliche Proteste seien doppelt so erfolgreich wie gewalttätige Proteste. Es sei «absolut zentral, dass unsere Proteste gewaltfrei erfolgen», sagt Gavilano.

Extinction Rebellion erhielt seine Strafbefehle bei Aktionen in Lausanne, Bern, Zürich und Luzern. Nebst der Brücken-Blockade von Lausanne sind es vor allem die Blockaden der Eingänge der Credit Suisse in Zürich und der UBS in Basel, die eine Serie von Strafbefehlen auslösten. In Basel ist von den 63 Strafbefehlen vor allem Collective Climate Justice (CCJ) betroffen. Sie ist Teil der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung. Gegen alle seien Einsprachen erhoben worden, sagt Peter Gill, Kriminalkommissär der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt. Es kommt zu einem Prozess.

Climate Justice kann auf einen harten Kern von einigen Dutzend Aktivisten zählen und war auch bei der Blockade in Zürich involviert, mit Greenpeace und einer Gruppe des Genfer Kollektivs Break Free. 61 Personen wurden an jenem 8. Juli festgenommen. Sie verbrachten 48 Stunden in Haft.

«Wir geben uns als Klimastreik-Bewegung Mühe, familienfreundliche Anlässe zu gestalten, und haben vor und während der Demos und Streiks Kontakt mit der Polizei.»

Von diesen 61 Personen seien inzwischen 42 per Strafbefehl rechtskräftig verurteilt, sagt Erich Wenzinger, Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich. Gegen 15 Strafbefehle seien Einsprachen erhoben worden, zwei Verfahren seien eingestellt, ein Verfahren an einen anderen Kanton abgetreten worden, ein Verfahren hängig.

In Zürich waren auch einzelne Mitglieder der Bewegung Klimastreik von Strafbefehlen betroffen, bisher ein Ausnahmefall. «Wir geben uns als Klimastreik-Bewegung Mühe, familienfreundliche Anlässe zu gestalten, und haben vor und während der Demos und Streiks Kontakt mit der Polizei», sagt ein Mitglied. «Die Routen und Aktionen werden meist vorher abgesprochen, um die Sicherheit aller gewährleisten zu können.»

Wenn Grenzen verschwimmen zwischen Demos und Aktionen

Der Klimastreik ist mit 100000 Demonstrierenden und einem harten Kern von 500 Personen die mit Abstand grösste Klima-Bewegung der Schweiz. Dass die Grenzen zwischen Demos und zivilem Ungehorsam immer wieder ein Thema sind, bestätigt das Mitglied des Klimastreiks: «Die Frage, wie weit Aktivismus gehen kann, darf, sollte – und wie wir als Klimastreik damit umgehen, beschäftigt uns immer wieder.»

Was es heissen kann, als Klimajugendliche plötzlich selbst im Fokus der Polizei zu stehen, erlebte B.S. (Name der Redaktion bekannt). Sie liess sich an der CS-Blockade in Zürich anketten. «Die Situation wurde sehr bedrohlich, als sich uns Polizisten in Vollmontur und Schweissgeräten näherten», erzählt sie. In den 48 Stunden Haft seien sie immer wieder schikaniert worden. Die Klimajugendliche machte keine Einsprache gegen den Strafbefehl. Sie will keinen öffentlichen Prozess.

«Die CS hat uns öffentlich geantwortet, weil sie in die Defensive geraten ist und es als nötig erachtet, ihr Image zu verbessern.»

Das nächste Gerichtsverfahren gegen einen Klimaaktivisten findet am 18. Februar in Genf statt, gegen ein Mitglied von Break Free. Das Genfer Kollektiv erwartet in fünf Fällen weitere Strafbefehle. Etwa für das Tennis-Spiel, das es neben Lausanne auch in Genf durchführte. Olivier de Marcellus ist einer der Break-Free-Aktivisten. Er ist 76 Jahre alt und seit 1968 als Aktivist unterwegs. Seit 2016 immer wieder mit Aktionen gegen die CS. Sie habe diese zunächst toleriert, dann aber auf Repression geschaltet, sagte de Marcellus in der Zeitschrift «Antidot.Inclu».

Nach dem Urteil von Lausanne habe die CS die Strategie erneut geändert: CEO Tidjane Thiam lud die Lausanner Aktivisten zum Gespräch. «Die CS hat uns öffentlich geantwortet, weil sie in die Defensive geraten ist und es als nötig erachtet, ihr Image zu verbessern», sagt de Marcellus. Break Free sei einverstanden mit einem Dialog. «Doch er muss öffentlich stattfinden.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Büetzer 27.01.2020 12:36
    Highlight Highlight Auch eine Möglichkeit eine Bewegung zu radikalisieren. Bravo.
  • Satan Claws 27.01.2020 12:01
    Highlight Highlight Jetzt ist doch die Frage, was grössen wirtschaftlichen Schaden anrichtet. Illegal Brücken und Gebäude zu blockieren oder legal Milliarden in Klimasünder zu investieren.

    https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/ubs-und-cs-investieren-milliarden-in-umweltsuender/story/12825391

    Ein System, welches offensichtliche Verbrecher schützt, ist so falsch wie die Urteile, welche gegen diese Aktivisten ausgesprochen werden. Hauptsache das Geld stimmt.
  • Raffaele Merminod 27.01.2020 10:58
    Highlight Highlight Was für ein Verbrechen! Höchststrafe!
    Hört ihr euch beim Kommentieren eigentlich selber noch zu?
    Sie Haben ein paar Eingänge von Banken blockiert.
    DAS IST ALLES, mein Gott, wie schlimm.
    Aber eben, es sind die Eingänge von BANKEN und wenn die rufen spuren die Polizisten und Gerichte bedingungslos.
    Und sorry, das Klima kaputt zu machen kann nicht Legal sein und einem schon gar nicht egal sein.
    Warum handeln die Banken nicht ethisch?
    • Satan Claws 27.01.2020 11:40
      Highlight Highlight Entschuldigung es sollte ein Herz sein, denn ich verteile nie Blitze.
    • Forest 27.01.2020 12:03
      Highlight Highlight In wie fern machen wir "das Klima" kaputt? Um Nachhaltig zu Leben müssten wir uns alle stark einschränken und nicht nur die Banken. Statt immer nur mit dem Finger zu Zeigen: "So Nicht!" Sollten sie lieber Zeigen: "wie!"
    • Satan Claws 27.01.2020 13:20
      Highlight Highlight @Satan Claws

      Ich habe ja grundsätzlich nichts gegen Blitze, aber es scheint mir in diesem Zusammenhang doch etwas komisch.
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trump ist der Beste! 27.01.2020 09:57
    Highlight Highlight Klimaaktivisten sind Idealisten.
    Idealisten sind selbstgerecht und somit das ziemliche Gegenteil von gerecht.
    Selbstgerechte sind arrogant und schaden dem Geimeinwohl.
    Arrogante sind schlecht.
    Woraus folgt: Klimaaktivisten sind schlecht.
    • Michael85 27.01.2020 11:15
      Highlight Highlight Und über 90% alls Vergewaltiger und Serienmörder haben in ihrem Leben Brot gegessen und Wasser getrunken => Beides ist böse und muss verboten werden => Nestlé und die Biotreibstoffindustrie nehmen Menschen Wasser und die Rohstoffe zum Brotbacken weg => Diese Firmen schützen Frauen und retten damit Leben.

      Danke hierfür -_-
    • Raffaele Merminod 27.01.2020 11:38
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Satan Claws 27.01.2020 11:45
      Highlight Highlight Klimaaktivismus ist altruistischer Egoismus. Also der Wunsch, dass es einem besser geht, wenn es allen anderen auch besser geht. Es ist nicht arrogant ein Aktivist für eine auf so vielen Ebenen bewiesene Tatsache zu sein. Es ist faul, es nicht zu sein und zu denken, dass alles in Ordnung ist.
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  • René Gruber 27.01.2020 09:44
    Highlight Highlight " In den 48 Stunden Haft seien sie immer wieder schikaniert worden."

    Ach die ärmsten, wie wurden sie denn schikaniert? Kein Zugang zum Handy? Einschränkung der Freiheit? Wurde ihnen gesagt wann sie was zu tun haben?
    Etwas viel mimimi wenn man sich entscheidet das Gesetz zu übertreten sollte man sich die möglichen Folgen vorher überlegen!
    • 044 508 39 39 het sie gseit 27.01.2020 10:47
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Lami23 27.01.2020 11:38
      Highlight Highlight ok, boomer :-)
    • TJ Müller 27.01.2020 13:06
      Highlight Highlight Rene, wohl noch nie von der Polizei inhaftiert wenn du dir die Schikanen nicht vorstellen kannst. Ich weiss nicht wie es bei ihr war, ich wurde aber auch mal auf einen Polizeiposten mitgenommen, musste mich nackt ausziehen mit anderen Menschen im Raum, wurde anal untersucht "wegen Drogen", dabei ständig beleidigt und am Schluss trotzdem freigesprochen weil ich gar nichts verbrochen hatte. Also ich kann mir sehr wohl Schikanen vorstellen, oder wozu dient zB das Wegnehmen meiner Brille, wenn nicht zur reinen Schikane?
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 27.01.2020 09:34
    Highlight Highlight Anstatt einfach den Strafbefehl zu akzeptieren, muss man sich natürlich noch hochpathetisch als Märtyrer selbstinszenieren, denn schliesslich kämpft man als "Klima-Aktivist" ja für eine gute Sache – und das Standing in der Peergroup ist ja ebenso wichtig.

    Ist sicher gut, wenn ihnen der Richter erklärt, dass es nicht nur um zivilen Ungehorsam geht, sondern um Delikte, die nach Strafgesetzbuch abgeurteilt werden. Würde man dann ehrlich zu sich und untereinander sein, würde man feststellen, dass man sich auf derselben Stufe der Verbrecher wiederfindet, die man zuvor öffentlich angeprangert hat.
  • Quacksalber 27.01.2020 09:25
    Highlight Highlight Top, da werden jede Menge Leute fürs Leben politisiert. Danke Banken.
  • 044 508 39 39 het sie gseit 27.01.2020 09:16
    Highlight Highlight Oh nein... die wohlstandsverwahrlosten Mädchen auf dem Foto. Aufgewiegelt von den Eltern und vom Lehrer.

    😬
    Höchststrafe.
    • Sharkdiver 27.01.2020 09:59
      Highlight Highlight 🤦🏼‍♀️
  • THEOne 27.01.2020 09:05
    Highlight Highlight ou ja. mit acab auf der stirn feiern sie familienfreundliche demos und sind ständig im kontakt mit der polizei... geeenau...
    • ChlyklassSFI 27.01.2020 09:27
      Highlight Highlight Klar, das jetzt wieder viele auf das anspringen. Dann braucht man keine weiteren Argumente - sehr einfach...
    • genauleser 27.01.2020 10:32
      Highlight Highlight Lesen bildet...
      Die Frau mit acab gehört laut Artikel zu Collective Climate Justice, die Aussage mit "familienfreundlich" und "Kontakt mit der Polizei" entstammt der Bewegung Klimastreik.
    • Rabbi Jussuf 27.01.2020 10:36
      Highlight Highlight Chly
      Stimmt, weitere Argumente sind da völlig überflüssig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • insert_brain_here 27.01.2020 09:00
    Highlight Highlight Irgendwie spannend, wenn die Banken rufen stellt die Justiz brav Strafbefehle am Fliessband aus. Kleinunternehmer und Private würde man kaltschnäuzig auf die Möglichkeit einer Zivilklage hinweisen.
  • Nate Smith 27.01.2020 07:40
    Highlight Highlight Die passende Werbung auf Watson zum Artikel: Citroën SUVs vor der Zürcher Innenstadt.
  • MarGo 27.01.2020 07:28
    Highlight Highlight Wehrt euch! Bringt jeden einzelnen Schritt an die Öffentlichkeit! Das ist momentan eure beste Rückendeckung, auch wenn jetzt die Stimmen der feigen Ignoranten noch lauter werden...
    • Hierundjetzt 27.01.2020 08:05
      Highlight Highlight 😂😂😂

      Es wird nach geltendem Gesetz geurteilt.

      Nicht nach Gefühl.
    • THEOne 27.01.2020 09:01
      Highlight Highlight sonst alles ok bei dir..?
    Weitere Antworten anzeigen
  • CapD17 27.01.2020 07:26
    Highlight Highlight Als hätten Gerichte nicht schon genug zu tun.
  • beautyq 27.01.2020 07:21
    Highlight Highlight Vor Gericht sollten weiterhin bestehende Gesetze beigezogen werden: die Machenschaften der Banken sind vielleicht ethisch nicht vertretbar - allerdings sind sie legal.

    Die Demonstrationen in dieser Art (Hausfriedensbruch usw..) sind allerdings illegal und somit zu bestrafen.

    Ausserdem störe ich mich auch sehr an der ACAB-Beschriftung. Dies mag nur eine einzelne Aktivistin sein, unsere Polizistinnen und Polizisten leisten jedoch sehr gute Arbeit und haben grossen Respekt verdient. Eine solche Beleidigung darf auf keinen Fall akzeptiert werden - völlig unabhängig vom Klima.
    • Balikc 27.01.2020 07:47
      Highlight Highlight Aber "All Cops Are Beautifull" zeugt doch von Wertschätzung...
      😇
    • Mrlukluk 27.01.2020 07:55
      Highlight Highlight Polizisten leisten eine gute Arbeit. Dieser Ausspruch zielt aber darauf ab, dass sie Gesetze vertreten und durchsetzen, welche vor allem die Staatsgewalt und die Interessen der Mächtigen schützen anstatt Freund und Helfer fürs Volk zu sein. Ginge auch mit weniger beleidigenden Aussagen, bin ich einverstanden. Aber wollte nur versuchen, zu zeigen, dass dahinter mehr steckt, als infantiler Hass auf die Polizei.
    • ChlyklassSFI 27.01.2020 09:22
      Highlight Highlight Die Machenschaften der Banken sind ethisch nicht vertretbar und sollten illegal sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garyx 27.01.2020 07:13
    Highlight Highlight Bravo! Nicht nachlassen gewinnt.
    • Bündn0r 27.01.2020 07:46
      Highlight Highlight Bleibt zu hoffen, dass der Gewinn zusätzliche Gerichtskosten sind.
    • Trump ist der Beste! 27.01.2020 10:01
      Highlight Highlight @ Garyx: Rubrik "famous last words"
  • Stefan Morgenthaler-Müller 27.01.2020 07:04
    Highlight Highlight In einem Rechtsstaat hat jede Person das Recht Schnellgerichturteile anzufechten.

    Gab es eigentlich auch in der Schweiz einen Banker, der für das Fiasko der UBS 2008 verurteilt, ähh, vor Gericht kam? Gab es damals auch Schnellgerichtsurteile?

    Gesetze geben zwar den Anschein, politisch neutral zu sein, dem ist aber nicht so: Gesetze sind politisch, durch und durch.
    • grosnaldo 27.01.2020 07:31
      Highlight Highlight Klar sind Gesetze politisch, was denn sonst? Unser politisches System verlangt von mir regelmässig (meiner Meinung nach "zum Glück") meinen Teil-Entscheid. Diskriminierung von Homosexuellen z.B...
      Ich weiss nicht wie lange ziviler Ungehorsam ok ist. Trump macht das auch, und droht den ständigen Kompromiss "Demokratie" mit gemeinsam definierten Grenzen zu kippen. Dann was? Offene Schlacht bis der stärkste gewinnt? Das sind objektiv gesehen nicht die Klimaschützer. Aber es gibt Gesetze die auch ich als ungerecht empfinde. ...nicht so einfach, dieses Thema. Aber mit dem Feuer spielen ist heikel
    • PeteZahad 27.01.2020 07:36
      Highlight Highlight Natürlich sind Gesetze politisch - sie entstehen durch Politik.
    • Hierundjetzt 27.01.2020 08:07
      Highlight Highlight Müller: Wieder mal am erfinden, was? Es gibt keine Schnellgerichte in der Schweiz 🙄

      90% aller Fälle werden direkt vom Staatsanwalt erledigt (=Strafbefehl).

      Erst mit dem Anfechten wirds ein Gerichtsfall.

      KV / Matura Lernstoff, 1 Semester
    Weitere Antworten anzeigen
  • TZL 27.01.2020 06:54
    Highlight Highlight Hört doch auf das sind ja alles noch Kinder....
    • Judge Dredd 27.01.2020 07:44
      Highlight Highlight “Das Genfer Kollektiv erwartet in fünf Fällen weitere Strafbefehle. Etwa für das Tennis-Spiel, das es neben Lausanne auch in Genf durchführte. Olivier de Marcellus ist einer der Break-Free-Aktivisten. Er ist 76 Jahre alt und seit 1968 als Aktivist unterwegs.„

      Nicht nur anhand eines Bildes auf alle ableiten.
    • Gianini92 27.01.2020 08:00
      Highlight Highlight Es ist doch an sich schon ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, dass „Kinder“ sich berechtigte Gedanken über unsere Zukunft machen und die „Erwachsenen“ nichts als Spott übrig haben.
  • K1aerer 27.01.2020 06:51
    Highlight Highlight Also sie wollen Prozesse auf Kosten des Steuerzahlers? Können sie gerne haben, aber nach ihrer Verurteilung.
    • Arthur Philip Dent 27.01.2020 07:05
      Highlight Highlight Zuerst verurteilen und dann der Prozess?! Völlig unabhängig vom Thema ist das ja wohl kompletter Humbug.
    • samsam88 27.01.2020 07:20
      Highlight Highlight @K1aerer - ich mag diese Klimahysterie und Kommunisten fürs Klima auch nicht.

      Aber Rechtsstaat bleibt Rechtsstaat - wie jede andere Person dürfen auch sie einen Strafbefehl in Frage stellen und den Tatvorwurf vor ein öffentliches Gericht bringen.

      Falls sie vor Vericht schuldig gespeochen werden, müssen sie in der Regel auch die Gerichtskosten bezahlen (nicht der Steuerzahler)

      Falls sie freigesprochen werden hat die StaWa schlechte Arbeit geleistet.
    • raphe qwe 27.01.2020 07:24
      Highlight Highlight Unglaublich diese Aussage! Es ist das unumstössliche Recht jedes Menschen seine Sache einem Richter darzulegen. Wenn wir damit aufhören können wir gleich einpacken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Black hat (minus hat) 27.01.2020 06:33
    Highlight Highlight Perfektes Bild zur Illustration – die eine hat sich ACAB aufs Gesicht geschrieben. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es diesen Aktivisten nicht primär ums Klima geht...
    • Stefan Morgenthaler-Müller 27.01.2020 06:57
      Highlight Highlight ACAB heisst 'All Cats Are Beautiful', das weiss doch jedes Kind, Black Cat. Es ist sogar ein Kompliment an deinen Namen, Black Cat.
    • DerSchöneVomLande 27.01.2020 07:03
      Highlight Highlight Man kann sich schon die frage stellen, wer beim acab-gekritzel für die dame wirklich die gegnerische partei ist.
    • bokl 27.01.2020 07:16
      Highlight Highlight "Achtung Clima Akut Bedroht"? Wo ist das Problem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 27.01.2020 05:59
    Highlight Highlight Gut so. Sehr gut so!
    • I don't give a fuck 27.01.2020 07:50
      Highlight Highlight find ich auch, nieder mit den aufwieglern!
    • Barthummel 27.01.2020 09:09
      Highlight Highlight Und die Blitzer blitzen weil?
      Weil ihnen Geld, Ordnung und bedingunsloser Gehorsam wichtiger ist, als eine lebenswerte Zukunft für ihre Kinder?
      Weil das Thema ihnen den Spiegel vorhält, über Jahrzente ignorant und egoistisch auf das eigene Wohl bedacht gehandelt zu haben?
      Weil sie Angst haben um ihre geliebte, aber völlig unnötige SUV Statussymbolkarre?

      Ernsthaft. Warum ist man gegen Aktionen, die niemandem wirklich schaden und die auf das Wohl von uns allen abzielen?
      Aus konservativen Prinzipien?

      Ich kann das nicht nachvollziehen. 🤦‍♂️
    • Madison Pierce 27.01.2020 09:29
      Highlight Highlight @Barthummel: "Man" ist gegen solche Aktionen, weil sie gegen das Gesetz verstossen. Dabei ist es egal, ob ihr Zweck gut oder schlecht ist, denn das kann niemand neutral beurteilen.

      Der richtige Weg ginge über die Politik: Unterschriften sammeln, Parteien gründen etc.

      Man muss die Investitionsstrategie der CS nicht gut finden, aber eigentlich müsste man als Erstes nicht ihre Investitionen in die Ölindustrie bekämpfen, sondern den Import der Millionen Liter Benzin jedes Jahr in die Schweiz.
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