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US-Botschafter Don Beyer nach Obamas Wiederwahl in Bern (07.11.2012).
US-Botschafter Don Beyer nach Obamas Wiederwahl in Bern (07.11.2012).Bild: KEYSTONE

Ehemaliger US-Botschafter in Bern verlangt Verschiebung von Trumps Wahl

18.12.2016, 16:4619.12.2016, 09:29

Während der ersten Amtszeit Barack Obamas von 2009 bis 2013 war Don Beyer US-Botschafter in Bern. Nach seiner Rückkehr in die USA bewarb er sich um einen Sitz im Abgeordnetenhaus und schaffte 2014 auf Anhieb die Wahl. Seither vertritt er für die Demokraten den achten Wahlbezirk Virginias.

Beyer ist in diesen Tagen ein gefragter Mann in den USA: Er hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, dass die Elektoren morgen Montag nicht wie geplant zusammenkommen, um die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten zu besiegeln. Er will, dass sie zuerst genau darüber informiert werden, was die US-Nachrichtendienste über die Einflussnahme Russlands auf die Wahl wissen.

Die Stellungnahme im Detail:
«Neue, glaubwürdige Berichte unserer Nachrichtendienste legen den konzertierten Versuch einer ausländischen Macht nah, das Resultat unserer Präsidentschaftswahl zu beeinflussen.
Ich finde, die Elektoren sollen alle relevanten Informationen bezüglich dieser Einflussnahme zur Verfügung haben, bevor sie ihre Entscheidung treffen und ihre Stimme abgeben.
Das Parlament muss alle nötigen Massnahmen ergreifen, um die Integrität unserer Demokratie zu beschützen. Ich rufe die Führung des Abgeordnetenhauses und des Senats dazu auf, die Abstimmung durch die Elektoren zu verschieben, bis diese von den Nachrichtendiensten informiert worden sind.»

Am Sonntag hat er diese Haltung in einem Interview mit Fox News bekräftigt:

«Bis jetzt ist Donald Trump nur der designierte Präsident. Und er ist in dieser Position, weil wir einen zweistufigen Prozess mit den Elektoren haben. Ohne die Elektoren wäre jetzt Hillary Clinton Präsidentin. Also respektieren wir das und geben ihnen alle Informationen, um eine gute Entscheidung zu treffen.»
Don Beyerfox news sunday

Die Wahl durch die Elektoren kommt normalerweise einer formellen Bestätigung des Wahlausgangs gleich. Dieses Jahr stehen sie von verschiedener Seite unter Druck, Trump den Einzug ins Weisse Haus zu verwehren, da dieser für das Amt ungeeignet sein soll.

Trumps Regierungsmannschaft

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(22.12.16) Trumps Regierungsmannschaft
quelle: ap/ap / mark lennihan
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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kiyoaki
18.12.2016 17:13registriert Februar 2016
Naja worin die genauen Übertretungen seitens Russland bestehen, wurde ja nicht nach aussen kommuniziert. Sollten jedoch Beweise für die Übergriffe existieren, macht es schon Sinn, die Elektoren entsprechend zu informieren. Ob man die Wahl aber verschiebt, um das zu machen, hängt stark vom Inhalt und der Validität der Befunde ab, welche ich leider nicht kenne, daher ist es schwierig zu beurteilen, wie relevant die Informationen tatsächlich sind...
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Therealmonti
18.12.2016 17:13registriert April 2016
Don Beyer's Vorschlag wird ins Leere verpuffen. Leider. Trampel wird Präsident und dann können sich US-Amerika und die Welt auf was gefasst machen.
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Fondue
18.12.2016 18:40registriert Januar 2015
ElectionHack.bat
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