Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gummischrot aus wenigen Metern und Pfefferspray für eine Frau – Videos von Polizeieinsatz an der Zürcher Langstrasse werfen Fragen auf



Der Gummischrot-Einsatz kommt einigermassen überraschend: Ein Gutteil der mehreren Tausend Personen, die sich am Zürcher Helvetiaplatz zu einer bewilligten Solidaritäts-Kundgebung für Flüchtlinge versammelt hatten, formieren sich eben zu einem unbewilligten Demonstrationsumzug. Keine Bewilligung, keinen Meter weit – so offenbar die Devise der Polizeikräfte, die sich dem Zug nach wenigen Metern entgegenstellen.

Sie setzen auf handfeste Mittel. Und gehen dabei reichlich unzimperlich vor, wie Videoaufnahmen zeigen, die watson zugespielt wurden. Der Mindestabstand von 20 Metern beim Einsatz von Gummischrot wird mehrfach nicht eingehalten. Einer Frau, die wenige Meter vor der Polizeireihe am Boden liegt, fliegen die Geschosse (Austrittsgeschwindigkeit: ca. 200 Kilometer pro Stunde) nur so um die Ohren. Als sie aufsteht und sich offenbar über den Polizeieinsatz beschwert, wird sie mit Pfefferspray eingedeckt. Ebenso ein Mann, der ihr zu Hilfe eilen will.

video: userinput

Video: userinput

Video: userinput

Video: userinput

Vonseiten der Demonstrierenden sei keine Gewalt ausgegangen, sagen mehrere Augenzeugen, darunter auch ein watson-Reporter. Der Demonstrationszug schlug nach dem Polizeieinsatz die entgegengesetzte Richtung ein. (tat)

Dir gefällt diese Story? Dann like uns doch auf Facebook! Vielen Dank! 💕

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

3 Hauptargumente der KVI-Gegner auf dem Prüfstand

Der Kampf um die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) tobt unerbittlich. Dabei argumentieren die Gegner auch mit Vorwürfen, die sich bei genauerer Betrachtung als falsch herausstellen. Drei Argumente im Prüfstand.

Im Abstimmungskampf zur KVI gehen die Wogen hoch. Ja-Fahnen zieren jeden zweiten innerstädtischen Balkon, die Initianten machten diese Abstimmung zur teuersten aller Zeiten. Auf der anderen Seite werden die Initianten auf Facebook in einer Verleumdungskampagne als «linke Krawallanten» verunglimpft und Ueli Maurer wird «bei der Arroganz, die hinter dieser Initiative steckt, fast schlecht».

So hart die Bandagen in diesem Kampf sind, so knapp wird wohl auch das Ergebnis werden. Momentan liegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel