Schweiz
Verbrechen

Vierfachmörder möchte im Gefängnis freiwillige Therapie machen

Vierfachmörder möchte im Gefängnis freiwillige Therapie machen

21.12.2025, 10:3521.12.2025, 15:56

Die Frage einer Therapie für den Vierfachmörder von Rupperswil AG beschäftigt die Gerichte und die Öffentlichkeit weiterhin. Der 42-Jährige, der sich in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH befindet, möchte im Strafvollzug eine freiwillige Therapie machen.

Er errang diesen Herbst einen Teilsieg vor dem Aargauer Obergericht. Die kantonale Justizverwaltung muss zuerst die begonnenen Abklärungen für die Möglichkeit einer freiwilligen Therapie abschliessen – und danach entscheiden, ob er überhaupt eine Therapie machen kann. Dies entschied das Obergericht.

Die Justizverwaltung lehnte das Gesuch laut Obergericht voreilig ab. Die Staatsanwaltschaft hat das Urteil ans Bundesgericht weitergezogen. Man wolle diesen «aussergewöhnlichen Fall» überprüfen lassen, hiess es. Das höchste Gericht muss prüfen, ob die Abklärungen für eine Therapie weitergeführt werden oder nicht.

Wenn das Bundesgericht den Entscheid des Obergerichts stützt, so geht der Abklärungsprozess weiter. Ob es dann tatsächlich eine freiwillige Therapie gibt, ist offen. Anders als in verschiedenen Medien spekuliert wurde, wird der Vierfachmörder auch nach einer Therapie wohl nie aus dem Gefängnis entlassen. Er ist ordentlich verwahrt. (sda)

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49 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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herrkern (1)
21.12.2025 10:48registriert Juli 2017
Aber wozu eine Therapie, mit welchem therapeutischen Ziel und welcher Motivation? Das kann schnell einige Zehntausend kosten. Wozu?
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Bruno Dünnpfiff
21.12.2025 11:21registriert Mai 2021
Der Täter war 32 als er mordete. Er hat die Tat geplant, hat also genau gewusst, was er tut und auch was ihn erwarten würde, wenn er erwischt wird.
Auch mit seinem Wunsch nach einer Therapie zeigt er, dass er sich eine Chance zur Freilassung ausrechnet.
Diese Chance sollte man ihm auf keinen Fall geben! Weil er so berechnend ist, ist ihm nicht zu trauen.
Da gibt es andere Gefangene, die bitter und ehrlich ihre Taten bereuen, die eher eine Chance verdient hätten.
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Rumpelstilz
21.12.2025 10:54registriert Mai 2014
"Rot in hell!" ist das einzige, was mit zu diesem Individuum einfällt. Ähnlich wie beim eben verstorbenen Kindsmörder Ferrari spüre ich nur Verachtung und Abscheu. Menschenrechte hin oder her: Der soll einfach bis an sein Lebensende hinter geschlossenen Gittern dahinvegetieren und sich täglich seiner fürchterlichen Taten bewusst sein. Therapie ist bei sonem Typen geschenkt. Wenn ich mir schon nur überlege, was diese "Abklärungen" den Staat wieder kosten. Und sowas bezahle ich auch noch mit meinen Steuergeldern...
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