Schweiz
Wallis

Mindestens vier Tote in den Alpen über das Pfingstwochenende

Mindestens vier Tote in den Alpen über das Pfingstwochenende

20.05.2024, 11:3720.05.2024, 18:39
Mehr «Schweiz»

In den Schweizer Alpen sind über das Pfingstwochenende mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Tote forderten Lawinenunglücke, zudem stürzte ein Skitourengänger zu Tode. Die Zahl der Lawinenopfer hat sich damit über den Winter bis am Pfingstmontag auf 23 erhöht.

SRF Dok Haute Route Pigne d'Arolla
Der Pigne d'Arolla.SRF DOK screenshot

Zwei Tourengänger sind am Pfingstsonntag am fast 3800 Meter hohen Pigne d'Arolla in den Walliser Alpen von einer Lawine erfasst und getötet worden. Ein dritter Alpinist, der mit ihnen unterwegs war, überlebte das Unglück und alarmierte die Rettung, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte.

Die beiden Tourengänger konnten am Fuss der Nordwand nur noch tot geborgen werden. Sie waren laut der Polizei etwa 800 Meter in die Tiefe gestürzt. Gemäss der italienischen Nachrichtenagentur Ansa handelt es sich bei ihnen um einen 30- und einen 50-jährigen Italienier. Der eine arbeitete als Verwalter bei der Bergrettung in der norditalienischen Region Lombardei, der andere war ein Initiator der nonkonformistischen Alpinistengruppe Asen Park.

Bei einem Lawinenunglück am Piz Palü im Kanton Graubünden ist am Pfingstsonntag ebenfalls ein Skitourengänger tödlich verunfallt. Der 38-jährige wurde mehrere hundert Meter in die Tiefe gerissen und verschüttet, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte. Sein Tourenpartner blieb unversehrt.

Ebenfalls am Pfingstsonntag stürzte ein Skitourengänger am Breithorn im Wallis ab und wurde dabei getötet. Der 26-jährige Schweizer war laut der Walliser Kantonspolizei an einer vereisten Stelle ausgerutscht und rund 300 Meter in die Tiefe gestürzt. Die beiden Begleitpersonen des Verunglückten blieben körperlich unversehrt.

Seit dem 1. Oktober 2023 sind in den Schweizer Alpen somit 23 Menschen bei Lawinenniedergängen getötet worden. Das WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF registrierte bis an Pfingsten rund 180 Lawinenunfälle, bei denen über 260 Menschen erfasst wurden. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Über 20'000 an der Pride in Zürich – mehrere Personen bei Störaktionen festgenommen

Unter dem Motto «Frei in jeder Beziehung» sind am Samstag mehrere Zehntausend Personen durch Zürich gezogen. Laut Polizei waren es weit über 20'000. «Unsere Pride kann man nicht kaufen» und «404 Error – Gender not found», hiess es am Demonstrationsumzug im Rahmen der Pride Zürich unter anderem.

Zur Story