Schweiz
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Des personnes manifestent pour protester contre une affiche de la campagne UDC de l'initiative

Gegen die Walliser SVP-Politik: Demonstranten am Samstagnachmittag in Sitten. Bild: KEYSTONE

Dieser Walliser Lehrer bietet der SVP die Stirn – und 1000 Menschen folgen ihm

1000 Menschen haben am Samstag in Sitten friedlich gegen Wahlplakate der SVP protestiert. Die Menge folgte einem Aufruf eines einzelnen Lehrers, der die Politik von Bildungsminister Oskar Freysinger kurz vor den Walliser Staatsratswahlen nicht mittragen will.



Bei der Demonstration auf der Place du Scex in Sitten gab es keine Reden, aber Applaus für das Engagement des Lehrers, Yannick Délitroz. Nach einer Schweigeminute sangen die Demonstrierenden die Walliser- und die Nationalhymne.

Yannick Delitroz parle lors de la manifestation contre une affiche de la campagne UDC de l'initiative

Lehrer Yannick Délitroz: «Schämen Sie sich, meine Herren». Bild: KEYSTONE

Das Wallis wolle keine diskriminierende Politik mehr, es wolle vorwärts gehen, offen sein, hielt Délitroz in seinem Aufruf von Ende Januar fest. Sein Text mit dem Titel «Schämen Sie sich, meine Herren» machte in den sozialen Medien schnell die Runde. Er kritisiert darin Wahlplakate, auf denen die SVP mit dem Slogan «Le Valais d'abord!» – «Das Wallis zuerst!» wirbt.

«Wenn es diese Botschaft ist, die die Walliser Schule verbreiten muss, dann rebelliere ich offiziell»

Darauf wird etwa eine weinende Mutter gezeigt, die «ihre Miete nicht mehr bezahlen kann» während der Staat «650'000 Franken pro Monat für Mieten von Migranten» zahle. Ein weiteres Plakat zeigt einen Bauern, der «eure Teller füllt, während seiner bald leer ist».

Jean-Luc Addor, conseiller national de l'UDC, devant les affiches de campagnes de l'UDC VS aux elections cantonales, lors de la conference de presse UDC concernant le lancement de l'initiative cantonale

SVP-Nationalrat Jean Luc Ador präsentiert die umstrittene Plakatkampagne seiner Partei.  Bild: KEYSTONE

Die Kampagne hinterlasse den Eindruck, dass die «menschliche Misere bei uns weniger miserabel wäre, wenn das Wallis sich nicht um die menschliche Misere der Flüchtlinge kümmern würde», kritisiert Délitroz. Er zielt mit seiner Kritik vor allem auf den Walliser Staatsrat Oskar Freysinger, der das Bildungsdepartement führt.

«Wenn es diese Botschaft ist, die die Walliser Schule verbreiten muss, dann rebelliere ich offiziell», schrieb der Lehrer weiter. Zwar wollte er am Samstag keine Anti-Freysinger-Demo anführen. Doch zahlreiche Demonstranten gaben der sda-Journalistin zu Protokoll, dass sie an der Demonstration seinen, um gegen Freysinger und die Politik der SVP zu protestieren. (wst/sda)

Quiz
1.Welche Parteien rühren mit einem «Extrablatt» die Werbetrommel für ihre Anliegen?
Extrablatt wirbt vor Berliner Wahl für die AfD
AfD und NPD
SVP und AfD
SVP und NPD
2.Welche Partei pflasterte das Land mit diesen Plakaten zu?
NPD Schäfli
SVP
AfD
NPD
3.«Wir stellen uns gegen willkürlich betriebene Masseneinwanderung.» – Bei wem steht dieser Satz im Parteiprogramm?
ZUR ABSTIMMUNG GEGEN MASSENEINWANDERUNG VOM SONNTAG, 9. FEBRUAR 2014 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Einwanderer aus Italien und Spanien treffen sich am Samstag,  21. Mai 2011 in Zuerich. Der Anlass wuerdigte die von der sogenannten ersten Einwanderungsgeneration erbrachten Leistungen fuer unsere Gesellschaft. Stellvertretend fuer alle ehemaligen Gastarbeitenden nahmen gut 700 ueber 70-jaehrige Italienerinnen und Italiener und Spanierinnen und Spanier den Dank der Stadt Zuerich entgegen. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
KEYSTONE
AfD
SVP
NPD
4.Welche Partei setzte ein Matterhorn auf das Plakat?
NPD Matterhorn
AfD
NPD
Keine davon – das Plakat war eine Fotomontage einer linken Gruppierung in Deutschland.
5.Welche Partei stellte Ausländer pauschal als raubende, vergewaltigende und tötende Männer dar?
Bild zur Frage
SVP
AfD
NPD
6.Welche Partei sah Kinder einst schon hinter Gittern?
Staatskinder SVP
SVP
AfD
NPD
7.«Maria statt Scharia» – wer war's?
Maria statt Scharia
NPD
AfD
NPD und AFD
NPD und SVP
8.Der AfD-Vizevorsitzende Alexander Gauland berief sich in einer Rede im Juni dieses Jahres mehrmals auf den Slogan: «Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land.» Bei wem hat Gauland abgekupfert?
Alexander Gauland, top candidate for the Alternative for Germany (AfD) party in the upcoming Brandenburg state election, addresses a news conference in Berlin September 1, 2014. Chancellor Angela Merkel's conservatives were poised to cling to power in Sunday's election in the east German state of Saxony but new right-leaning rival Alternative for Germany (AfD) made a breakthrough by winning its first seats in a state assembly.      REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS ELECTIONS)
X90145
bei der SVP
bei der NPD
Bei niemandem. Das ist original AfD.
9.Und zum Abschluss noch ein kleiner Auszug aus einem Parteiprogramm. Von wem ist dieser Satz?: «(...) die muslimischen Zuwanderer stammen oft aus Ländern, in denen keine demokratische Rechtsordnung herrscht. Sie bringen Vorstellungen über Recht und Ordnung mit, die mit unserem Rechtssystem und unseren demokratischen Spielregeln nicht vereinbar sind.»
Des chapelets musulman et un coran photographie dans la salle de priere de la nouvelle mosquee de l'Association culturelle musulmane de Payerne, ACMP, dans le cadre d'une journee porte ouverte ce samedi 20 septembre 2014 a Payerne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
KEYSTONE
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