Schweiz
Wallis

Walliser Polizeikommandant äussert sich nach Monaten der Stille

«Schwierig zu ertragen»: Walliser Polizeikommandant äussert sich erstmals zu Crans-Montana

17.04.2026, 07:0417.04.2026, 08:13

Der neue Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler, hat sein Amt unter den aussergewöhnlichen Umständen der Brandkatastrophe von Crans-Montana angetreten. Nach drei Monaten beendet der 52-Jährige nun eine Phase des selbst auferlegten Schweigens.

Frederic Gisler, Commandant de la police cantonale valaisanne, pose dans son bureau lors d'une prise de parole face a la presse sur le drame de Crans-Montana le mercredi 15 avril 2026 a Sion. (KE ...
Frédéric Gisler, der neue Kommandant der Walliser Kantonspolizei.Bild: keystone

Als Nachfolger von Christian Varone musste Gisler am 1. Januar – bereits anderthalb Stunden nach seinem Amtsantritt – den verheerenden Brand in der Bar «Le Constellation» bewältigen. «Im Moment war es Unverständnis. Auch wenn man mir erklärte, was geschah, hatte ich das Gefühl, die Situation sei unwirklich», sagte er der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

«Die Situation war schwierig zu ertragen, wenn man als Kommandant sein Personal in Einsätze schickt im Wissen, dass sie am nächsten Tag nicht unversehrt daraus hervorgehen werden. Ich hätte nicht gedacht, eine solche Verantwortung tragen zu müssen», so Gisler.

Im Anschluss an den Brand beantragte Gisler zusätzliche Stellen beim Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport, Stéphane Ganzer. Sein Gesuch ist hängig. (dab/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
10 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
10
«Politische Geiseln»: Russischer Milliardär und seine Frau klagen gegen die Schweiz
Erstmals wehrt sich ein russischer Oligarch gegen die Sanktionen. Er sucht die Öffentlichkeit und kritisiert eine «Sippenhaft».
Bis zum 24. Februar 2022 führten Andrei und Aleksandra Melnitschenko mit ihren Kindern in St. Moritz ein Leben ohne finanzielle Sorgen. Dann marschierte die russische Armee in die Ukraine ein und das Paar landete auf allen relevanten Sanktionslisten – auch in der Schweiz. Die Schweizer Behörden froren 231 Millionen Franken ein und sperrten die Villa in St. Moritz. Die Familie lebt nun in einem Hotel in Dubai und wehrt sich von dort gegen die Sanktionspolitik der Schweiz.
Zur Story