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ARCHIV - 03.02.2020, Bayern, Thalkirchdorf: Eine Pistenraupe steht auf einer Skipiste, die bei Tauwetter noch teilweise mit Schneeresten bedeckt ist. (Zu dpa

Die Pistenraupen hatten auch schon mehr zu tun als diesen Winter. Bild: dpa

Das letzte Winterhalbjahr war das zweitmildeste seit Messbeginn in der Schweiz



Das Winterhalbjahr 2019/2020 war das zweitmildeste seit Messbeginn im Jahr 1864. Das landesweite Mittel lag bei 2.3 Grad Celsius. Am zentralen Alpennordrand bewegten sich die Temperaturen sogar auf Rekordkurs.

Das Ende März zu Ende gehende Winterhalbjahr verlief extrem mild, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) am Montag in einer Mitteilung bilanzierte. Nur das Winterhalbjahr 2006/2007 habe mit einem landesweiten Mittel von 2.6 Grad noch über jenem dieses Winters gelegen. Alle übrigen Winterhalbjahre seien unter zwei Grad geblieben, vor 1989 sogar unter einem Grad.

Sogar auf Rekordkurs bewegten sich die Temperaturen am zentralen Alpennordrand von Altdorf UR über Luzern bis Meiringen BE sowie in Château-d'Oex VD und Genf-Cointrin. Am deutlichsten überschoss der bisherige Rekordwert mit einem Plus von 0.5 Grad in Château-d'Oex und 0.4 Grad in Meiringen.

In Genf-Cointrin lag die neue Rekord-Durchschnittstemperatur bei 7 Grad, in Altdorf UR bei 6.5 Grad, in Luzern bei 6.1 Grad und in Meiringen bei 4.7 Grad.

Sehr mild war es laut Meteoschweiz auch auf der Alpensüdseite, wo das Winterhalbjahr 2019/2020 mit 8.5 Grad zu den fünf mildesten seit Messbeginn avancierte. Die fünf mildesten Winterhalbjahre mit über 8 Grad auf der Alpensüdseite fanden ausnahmslos nach dem Jahr 2000 statt.

Vegetation drei Wochen voraus

Der sehr milde Winter trieb auch buchstäblich zu früh Blüten. Die Hasel blühte 31 Tage früher als im Mittel der Periode 1981 - 2010. Beim Buschwindröschen betrug der Vorsprung 20 Tage, beim Huflattich 18 Tage. Insgesamt war die Vegetation auf der Alpennordseite heuer fast drei Wochen früher als sonst.

Im Tessin und in der Nordwestschweiz blühten ab dem 19. März die ersten Kirschbäume. Aus dem Tessin liegen gemäss Meteoschweiz schon Meldungen zur Blüte der Birnbäume, zum Nadelaustrieb der Lärche und zur Blattentfaltung der Vogelbeere vor. Die sehr frühe Entwicklung der Obstbäume mache sie anfällig für Nachtfröste, wie sie vom 23. bis 27. März auftraten und wie sie auch für die kommenden Tage erwartet werden.

Der Kälteeinbruch dürfte die Vegetation laut Meteoschweiz etwas bremsen. Im März 2020 wurde insgesamt die kräftigste Abkühlung des ganzen Winterhalbjahres registriert, obwohl insgesamt die März-Temperatur im landesweiten Mittel 0.8 Grad über der Norm von 1981 - 2020 lag. (sda)

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