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Gewitter, Starkregen und Hagel in der Westschweiz

Gewitter, Starkregen und Hagel in der Westschweiz

09.06.2024, 21:5009.06.2024, 21:50

Heftige Gewitter haben bis zum frühen Sonntagabend Starkregen, Hagel und tausende Blitze über die westliche Schweiz gejagt. Am Brienzer See im Berner Oberland wie auch im Berner Seeland fielen Hagelkörner von bis zu fünf Zentimetern Durchmesser.

Bis 20.30 Uhr wurden etwa 18'000 Blitze gezählt, wie SRF Meteo am Sonntagabend mitteilte. Am meisten Niederschlag traf demnach die Messstation in Nyon im Kanton Waadt mit 50 Millimetern. Allmählich beruhigen soll sich die Gewitterlage erst in der zweiten Nachthälfte auf Montag.

Der Grund für diese Wetterlage ist, dass die Schweiz derzeit genau an der Grenze zwischen kühler Luft im Nordwesten und warmer Mittelmeerluft liegt. (sda)

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«Timmy wird sterben und niemand wird mehr an ihn denken»
Peter V. Kunz ist Präsident des Verbands Schweizer Tierschutz. Im Interview mit watson erklärt er, warum wir uns für gestrandete Buckelwale, nicht aber für vernachlässigte Hühner interessieren.
Seit einiger Zeit konzentriert sich das öffentliche Interesse stark auf Einzelschicksale von Tieren. Wir hatten den einsamen Pinguin, der in die falsche Richtung watschelt; dann kam das Äffchen Punch, das wir dabei beobachteten, wie es Anschluss an seine Gruppe suchte. Und seit knapp drei Wochen ist es nun Timmy, der Wal, mit dem Hunderttausende mitleiden. Warum interessieren Tierschicksale so fest?
Peter V. Kunz: Auch als Tierrechtler bin ich ja in erster Linie Mensch. Beim Lonely Penguin hatte ich Tränen in den Augen. Wenn ich Aufnahmen von Timmy oder von Punch sehe, dann bewegt mich das wie jeden anderen auch. Trotzdem habe ich gemischte Gefühle: Denn so sehr mich diese Einzelschicksale bewegen, so irrelevant sind sie letztlich für das Tierwohl im Allgemeinen. Die Tiere, die systematisch leiden, bleiben unsichtbar.
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