Schweiz
Wetter

Meteoschweiz schliesst neue Temperaturrekorde nicht aus

Meteoschweiz schliesst neue Temperaturrekorde nicht aus

16.07.2022, 21:4816.07.2022, 21:48

Meteoschweiz hat am Samstag eine Hitzevorwarnung für die Westschweiz und das Tessin herausgegeben. Der Höhepunkt der Hitze wird am Dienstag erwartet. In Genf könnte das Quecksilber 39 Grad erreichen. Auch in der Region Basel wird es schweisstreibend heiss.

CAPTION ADDITION: ADDS LOCATION - People cooling off in the shade of umbrellas during warm weather on the shore of the Lake Geneva at the Vidy beach (plage de Vidy) in Lausanne, Switzerland, Sunday, J ...
In Lausanne treibt es die Menschen an den Genfersee.Bild: keystone

Die Warnung umfasst vorerst den Zeitraum von kommendem Montag um 12 Uhr bis Mittwoch um 20 Uhr, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) am Samstag auf Twitter mitteilte. Laut dem Wetterdienst hängt dies mit der Zufuhr von Warmluft von der Iberischen Halbinsel zusammen, die am Montag die Britischen Inseln und am Dienstag die Schweiz erreichen wird.

Meteoschweiz schliesst nicht aus, dass am Dienstag neue Temperaturrekorde aufgestellt werden könnten. In Genf könnte es 38 bis 39 Grad heiss werden. Der Rekord in die Calvin-Stadt wurde am 7. Juli 2015 erreicht, als das Thermometer auf 39.7 Grad kletterte.

Neues Konzept seit 2021

Aufgrund der Beobachtungen und Forschungen der letzten zehn Jahre hat Meteoschweiz das Schweizer Hitzewarnkonzept im Jahr 2021 angepasst. Seither werden die Warnungen des Bundes auf der Grundlage der Tagesmitteltemperatur, also des 24-Stunden-Mittelwerts der Temperatur, herausgegeben.

Damit werden auch die Nachttemperaturen berücksichtigt. Diese sind für die menschliche Gesundheit besonders relevant, da sich der Körper bei hohen Nachttemperaturen nur schwer von der tagsüber erduldeten Hitze erholen kann, wie Meteoschweiz schreibt.

Es gibt vier Schwellenwerte, die von 1 (grün) bis 4 (rot) reichen. Mit der Warnstufe 2 wird die Bevölkerung für kurze Hitzeperioden von ein bis zwei Tagen informiert.

Wenn die Tagesdurchschnittstemperatur länger als drei Tage über 25 Grad liegt, wird eine Warnung der Stufe 3 ausgegeben. Stufe 4 wird erreicht, wenn 27 Grad mehr als drei Tage überschritten werden. Für Dienstag ist Stufe 3 angekündigt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Affenhitze im Zoo - so kühlen sich die Tiere ab
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Wie die Schweiz nur knapp einer Atomka­ta­stro­phe entging
In den 1950er-Jahren träumte die Schweiz davon, ein eigenes Atomkraftwerk zu entwickeln und baute in Lucens VD eine Versuchsanlage. Das Vorhaben stand unter einem schlechten Stern: Beim Hochfahren der Anlage im Januar 1969 schmolz ein Brennstab durch und explodierte. Nur knapp entging die Schweiz einem GAU.
Die Mannschaft im Kontrollraum der Versuchsanlage in Lucens (VD) kannte ihren Reaktor gut. Die meisten waren bereits bei der Montage dabei gewesen, und seit drei Monaten lief das Mini-Atomkraftwerk nun schon ohne Unterbruch. Zwar war bekannt, dass die Technik noch unter Kinderkrankheiten litt – anfänglich hatten die Gebläse für das Kühlgas nicht richtig funktioniert, und Ende 1966 hatte sich bei einem Test im aargauischen Würenlingen ein Brennelement überhitzt und war geschmolzen.
Zur Story