Wintereinbruch in der Schweiz: Geschlossene Skigebiete und Stromausfälle
In Adelboden BE sind bis am Donnerstagmorgen 37 Zentimeter Neuschnee gefallen. In Meiringen waren es 26 Zentimeter. Auf dem Säntis gab es sogar 45 Zentimeter Neuschnee. Doch auch im Flachland wurde es weiss: In Effretikon ZH und Grenchen SO wurden am Donnerstagmorgen zwei Zentimeter gemessen, in Beromünster LU vier Zentimeter. Einsiedeln SZ hat immerhin acht Zentimeter bekommen. Und selbst in Zürich/Fluntern wurde ein Zentimeter gemessen.
Neuschnee in der Schweiz
Neuschnee in cm; letzte 72 Stunden
Zuletzt aktualisiert am 24.03.2026
Grafik: watson • Quelle: WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF, OpenStreetMap
Zu dem Zeitpunkt, während dem die Messungen gemacht wurden – nämlich um 7 Uhr morgens – schneite es in manchen Teilen der Schweiz noch. Es ist also möglich, dass es noch mehr Schnee gab. Im Laufe des Tages kann es zudem weitere Niederschläge geben, insbesondere in den Alpen.
Entsprechend angespannt ist die Lage in den Bergen. Vom Berner Oberland bis in den Osten herrscht erhebliche Schneegefahr, wie Meteo Schweiz meldet.
Im Diemtigtal im Kanton Bern sorgte der Schnee am frühen Morgen gar für einen Stromausfall. Rund 1000 Anschlüsse waren davon betroffen.
Wind sorgt für Einschränkungen
Auch der Wind bleibt ein Thema. Dies jedoch vorwiegend in südlichen Regionen. Im südlichen Tessin und im Gebiet Poschiavo in Graubünden herrscht weiterhin erhebliche Windgefahr. In den Alpen hingegen herrscht mässige Gefahr.
Wegen des Windes fährt derzeit auch die Gondelbahn Grindelwald Terminal - Männlichen nicht. Die Einschränkung dauert bis am Donnerstagabend, wie es auf der Website heisst.
In den meisten Gebieten ist es aber nicht mehr so windig wie noch am Mittwoch. Die stürmischen Böen sorgten im Flachland für Behinderungen. Wie die Kantonspolizei Aargau meldet, stürzten im ganzen Kanton mehrere Bäume auf Strassen. Ein Auto wurde leicht beschädigt, als ein Baum neben die N1R stürzte und auf die Fahrbahn ragte. Verletzt wurde jedoch niemand.
Grosse Lawinengefahr
Besonders kritisch ist jetzt allerdings die Lawinensituation. Praktisch im ganzen Alpenraum herrscht erhebliche bis grosse Gefahr. Laut Meteo Schweiz kann es überall über 2000 Metern, wo Neuschnee gefallen ist, gefährlich werden. Es sind auch spontane Lawinen möglich. Zudem können Verkehrswege verschüttet werden.
Wegen des Schneefalls und der hohen Lawinengefahr bleibt auch das Skigebiet Engelberg-Titlis am Donnerstag geschlossen, wie es auf der Website heisst. Dennoch ist der Titlis zu Fuss erreichbar mit dem Titlis Xpress und der Rotair-Bahn. Erst vergangene Woche war im Skigebiet eine Gondel wohl aufgrund einer starken Windböe abgestürzt. Eine 61-jährige Frau kam dabei ums Leben.
Auch auf dem Stoos sind nicht alle Anlagen geöffnet. Die Betreiber warnen zudem auf der Website, dass es wegen des Windes zu kurzfristigen Änderungen kommen kann. In anderen Skigebieten klingt es ähnlich. Im Skigebiet Adelboden-Lenk sind die Anlagen am Donnerstagmittag geschlossen. Nur auf der Engstligenalp sind die Anlagen geöffnet. (vro)
