Schweiz
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Die Zahl der Lawinentoten ist so tief wie seit 60 Jahren nicht mehr



Es ist der tiefste Wert seit 60 Jahren: Der Lawinenwinter 2019/20 hat in der Schweiz fünf Menschen das Leben gekostet. Alle Opfer waren Wintersportler, die sich im ungesicherten Gelände aufhielten.

Im langjährigen Mittel betrug die Zahl der Todesopfer bis Ende März jeweils rund 18, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) am Dienstag mitteilte. Es gab im diesjährigen Lawinenwinter nur einen Unfall, bei dem mehr als eine Person in derselben Lawine starb.

ARCHIVBILD ZUR LAWINENBILANZ DES WINTERS 2017/18 DES INSTITUTS FUER SCHNEE- UND LAWINENFORSCHUNG, AM DONNERSTAG, 3. MAI 2018 - The blasting composition explodes and sets off an avalanche for test purposes. The experiment is organised by the avalanche researchers of the WSL Institute for Snow and Avalanche Research SLF at the test site in Anzere in the Canton of Valais, Switzerland, on Tuesday February 3, 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 

Der Sprengsatz zur Ausloesung einer grossen Lawine explodiert, anlaesslich einer Lawinensprengung zu Testzwecken, durchgefuehrt von Lawinenforschern des Eidg. Institut fuer Schnee- und Lawinenforschung SLF, im Testgelaende im Mittelwallis bei Anzere VS, am Dienstag, 3. Februar 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine Testlawine des Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF). Bild: KEYSTONE

Insgesamt wurden 128 Menschen bei 89 Lawinen erfasst. Die Zahl der gemeldeten Lawinen nur mit Sachschaden betrug 112. Das ist rund ein Drittel weniger als der Durchschnitt der letzten zwanzig Jahre mit 168 Schadenlawinen und 175 erfassten Menschen.

Günstige Lawinensituation

Laut dem SLF können die Gründe für die geringere Zahl von Todesopfern sein, dass im Januar weitgehend günstige Verhältnisse mit einem guten Schneedeckenaufbau geherrscht haben. Milde Temperaturen und wiederholt Regen bis in hohe Lagen hätten mittelfristig zu einer Stabilisierung der Schneedecke geführt.

Ausserdem seien in den gefährlichsten Phasen des Winters die Wetter- und Schneebedingungen durch Sturm und Regen bis in hohe Lagen für Touren unattraktiv gewesen. Weniger Tourengänger und Variantenfahrerinnen dürften deshalb unterwegs gewesen sein.

Das SLF vermutet angesichts der 122 Menschen die von Lawinen erfasst worden sind, dass einige davon auch Glück gehabt haben dürften. Der prozentuale Anteil an Unfällen mit tödlichen Ausgang liege mit einer Abnahme von 72 Prozent noch deutlicher unter dem langjährigen Mittel.

Im Winter 2019/20 entsprach gemäss Mitteilung die Häufigkeit der fünf Gefahrenstufen in etwa dem langjährigen Mittel. Einzig die Gefahrenstufe 1 (gering) wurde um 7 Prozent häufiger prognostiziert. Dies deute auf eine überdurchschnittlich günstige Lawinensituation hin und dürfte unter anderem zur geringen Zahl Lawinenopfer beigetragen haben. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Cece 07.04.2020 11:53
    Highlight Highlight Die Saison war ja auch früh beendet...
    • hanninanni 07.04.2020 12:28
      Highlight Highlight „Im langjährigen Mittel betrug die Zahl der Todesopfer bis Ende März jeweils rund 18“

      deshalb steht ja auch dieser Satz.. es wurden die Anzahl Todesopfer bis Ende März verglichen.
  • Päsu 07.04.2020 10:16
    Highlight Highlight Was ist Weiss und stört beim Sonntagsbrunch? Keine Lawine...

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