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Schweizer Börse steuert auf grösstes Wochenminus seit einem Jahr zu

Die Schweizer Börse steuert auf grösstes Wochenminus seit einem Jahr zu

06.03.2026, 14:3906.03.2026, 14:39

Der Krieg gegen den Iran hat die Aktienmärkte weltweit auf Tauchstation geschickt. Auch der Schweizer Aktienmarkt kann sich dem Sog nicht entziehen: Der Leitindex SMI steuert auf den grössten Wochenverlust seit einem Jahr zu.

A man walks past a market board at the headquarters of the Swiss bank UBS in Zurich, Switzerland, on Monday, April 7, 2025 in Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Michael Buholzer)..
Die Schweizer Börse hat eine schwierige Woche hinter sich. (Symbolbild) Bild: keystone

Am Freitagnachmittag zeichnet sich ein Wochenverlust von über 6 Prozent ab. Zuletzt war der SMI im Zuge des sogenannten «Liberation Days» so stark zurückgefallen. Damals hatte US-Präsident Donald Trump seine weltweiten US-Zölle angekündigt. In jener Woche lag das Minus bei 9,3 Prozent, wie eine Datenauswertung durch die Nachrichtenagentur AWP zeigt.

Im historischen Vergleich ist das Minus eher verhalten. Deutlich stärker ging es im Zuge der globalen Finanzkrise nach dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008 abwärts. Im Oktober damals gab es ein Wochenminus von 22,3 Prozent, und im November ging es noch einmal um knapp 12 Prozent abwärts.

Der Corona-Schock liess den SMI Anfang März 2020 innert Wochenfrist um 14,1 Prozent einbrechen. Davor war der Leitindex Ende Februar bereits um 11,5 in den Keller gestürzt. Die Aufhebung der Untergrenze des Schweizer Frankens im Januar 2015 führte zu einem SMI-Wochenminus von 13,3 Prozent. Das Platzen der Dotcom-Blase im Juli 2002 sorgte für ein SMI-Minus von über 11 Prozent.

Die jetzigen Verluste beim SMI sind mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs vor ziemlich genau vier Jahren vergleichbar. Damals verzeichnete der SMI ein Wochenminus von 5,7 Prozent. (dab/sda/awp)

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