Schweiz
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Die höheren Benzinpreise waren ein Treiber für die Teuerung im Mai. (Symbolbild)

Bild: KEYSTONE

Forscher empfehlen CO2-Lenkungsabgabe auf Benzin



Die Energiewende ist technisch und finanziell machbar, bleibt aber eine Herausforderung. Das ist das Fazit aus dem Nationalen Forschungsprogramm «Energie». Die Forscherinnen und Forscher empfehlen unter anderem eine CO2-Lenkungsabgabe auf Benzin.

Die Erkenntnisse aus den über 100 Forschungsprojekten zeigten, dass ein wirtschaftlich und sozial verträglicher Ausstieg aus der Kernenergie und der CO2-intensiven Energiewelt schon mit den heutigen technischen und finanziellen Mitteln grundsätzlich möglich sei, schreibt der Schweizerische Nationalfonds (SNF) in einer Mitteilung vom Dienstag.

Von alleine würden sich neue Technologien und Verhaltensweisen aber nicht im Alltag durchsetzen. Alle müssten dafür ihre Verantwortung wahrnehmen - als Bürgerinnen und Bürger, Konsumentinnen und Konsumenten oder Politikerinnen und Politiker. Die Transformation des Energiesystems sei ohne Zweifel eine grosse finanzielle Herausforderung.

Wirtschaftlich und sozialverträglich

Die Forschung zeige indes, dass die Herausforderung mit einer Lenkungsabgabe und einem Rückverteilungsmechanismus wirtschaftlich und sozialverträglich zu schaffen sei, heisst es in der Mitteilung. Zu den Handlungsempfehlungen aus dem Nationalen Forschungsprogramm (NFP) «Energie» gehört denn auch eine CO2-Lenkungsabgabe auf alle fossilen Energieträgern.

Heute gibt es eine CO2-Abgabe auf Brennstoffen, nicht aber auf Treibstoffen. Auch im totalrevidierten CO2-Gesetz, das noch in der parlamentarischen Beratung ist, ist keine Lenkungsabgabe auf Benzin und Diesel vorgesehen. Der Bundesrat prüft derzeit allerdings, wie eine solche ausgestaltet werden könnte. Gemäss den Erkenntnissen des NFP «Energie» sind Lenkungsmassnahmen wirksamer und kostengünstiger als Förderungsmassnahmen.

Regulierungen und Anreize

Für die Transformation des Energiesystems brauche es ausser neuen Technologien und Infrastrukturen sowohl wirksame Regulierungen als auch Anreize für freiwillige Verhaltensänderungen, schreibt der SNF. Nur dann lasse sich zum Beispiel die energetische Sanierungsrate von Gebäuden steigern oder die Mobilität und Logistik effizienter gestalten.

Um die Menschen dafür zu gewinnen, müssten Wissensdefizite abgebaut werden. Verschiedene Projekte hätten nachgewiesen, dass es noch nicht gelungen sei, ausreichend über die Vorteile neuer Technologien und Verhaltensweisen zu informieren.

Der SNF weist auch auf die technischen Innovationen hin, die das NFP «Energie» hervorgebracht habe. So seien Technologien für die Energiespeicherung mittels Batterien oder Druckluft sowie neuartige Brennstoffzellen erforscht worden. Bekannte Technologien wie die gebäudeintegrierte Photovoltaik seien weiterentwickelt worden. (sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Vecchia 14.01.2020 11:35
    Highlight Highlight In einer "ich-alles-sofort"-Gesellschaft wird das Problem natürlich mit Geld "gelöst".

    Man könnte auch mal wieder autofreie Sonntage einführen.
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    Aber stattdessen lockert man die Ladenöffnungszeiten, damit an kantonalen Feiertagen auch noch ins Auto gestiegen und geshoppt werden kann.
    (erst kürzlich habe ich gestaunt wie z.B. am 2. Januar im Kanton Zürich plötzlich jenste Läden geöffnet waren)

    Abgesehen davon: Was wird eigentlich aus der 2000Watt-Gesellschaft, wenn vom hochautomatisierten Haushalt bis zum Auto alles elektronisch ausgebaut wird?

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