Die Forderung stammt aus einem Positionspapier zum Thema Bildung, das die Jungfreisinnigen an ihrer Delegiertenversammlung im Dezember verabschiedet haben.
Es umfasst gemäss Tages-Anzeiger zehn Forderungen, darunter die Ausbildung an Fachhochschulen und Universitäten, die sogenannte tertiäre Bildung.
Der brisanteste Vorschlag betrifft dabei die Studiengebühren. Die Jungfreisinnigen um Jura-Student und Präsident Jonas Lüthy fordern, dass diese nach dem Studium unter gewissen Umständen zurückbezahlt werden.
Dies sei eine Reaktion darauf, dass gut ausgebildete Personen in der Schweiz zunehmend Teilzeit arbeiten würden. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagt Lüthy:
Die Jungfreisinnigen sprechen von einer «nachgelagerten Gebühr», die nur von denen bezahlt werden müsse, deren Einkommenssteuern «unter einem die Studienkosten deckenden Schwellenwert liegen».
Auf in der Vergangenheit ähnlich lautende Vorschläge folgte umgehend Kritik. So wurde von zwei Bildungswissenschaftlern moniert, dass Frauen von einer Rückzahlungspflicht überproportional betroffen seien, weil sie sich häufiger um die Kinderbetreuung kümmerten, was dazu führe, dass sie entsprechend öfter Teilzeit tätig seien.
Auch SP-Nationalrat Matthias Aebischer kann der Forderung des Jungfreisinns wenig abgewinnen. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagt er: «Die FDP und die Jungfreisinnigen machen Politik für Menschen mit viel Geld – es müsste doch umgekehrt sein: Wer dank seines Studiums später einen guten Job hat und viel verdient, könnte die Kosten seiner Ausbildung zurückerstatten.»
Aebischer fordert die Jungfreisinnigen auf, bei Vergünstigungen für Kitas anzusetzen. Weil diese so teuer seien, führe dies in der Schweiz zu mehr Teilzeitarbeit.
Von einer Teilzeitstrafe will Jonas Lüthy nichts wissen. Die Idee sei geschlechtsneutral formuliert. Es liege in der Verantwortung jedes einzelnen Paars, «sich die Erwerbs- und Familienarbeit so aufzuteilen, dass beide nach dem Studium in einem vernünftigen Pensum arbeiten können».
Auch würde eine Rückzahlungspflicht junge Menschen mit wenig finanziellen Mitteln nicht vor einer akademischen Ausbildung abschrecken, da die Nachzahlungen erst nach dem Studium zu entrichten seien und auch nur von denjenigen Personen, «die sich nicht durch ausreichende Erwerbsarbeit verdient machen».
Wann und in welcher Form die Forderungen auf das politische Parkett kommen, ist derzeit noch offen. (rst)
Als Resultat würden noch mehr studierte Frauen keine Kinder wollen, weil sie dann wegen Teilzeitarbeit und somit zu tiefem Einkommen finanziell bestraft würden.
Dann würden die FDP aufschreien, dass es zu wenig Geburten und somit zukünftig weniger Arbeiterbienen haben wird.
Aber daran sind dann sicher die Linken schuld.