Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Casinos erwirtschafteten 2019 deutlich mehr Geld



Casino visitors play at the slot machines at the Grand Casino Baden in Baden in the canton of Aargau, Switzerland, pictured on February 29, 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Casino-Besucherinnen spielen im Grand Casino Baden an Spielautomaten, aufgenommen am 19. Februar 2012 in Baden. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der Rubel rollt in den Schweizer Casinos. Bild: KEYSTONE

In den Schweizer Casinos klingelten im vergangenen Jahr die Kassen. Die klassischen Spielbanken erzielten einen Bruttospielertrag in Höhe von 742.5 Millionen Franken. Das entspricht einer Steigerung um nahezu 40 Millionen oder 5.5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die besseren Zahlen seien hauptsächlich auf die Schliessung des Casinos von Campione (IT) zurückzuführen, heisst es im Jahresbericht der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK), den der Bundesrat am Mittwoch zur Kenntnis genommen hat.

Zum Ertrag der klassischen Casinos steuerten die Geldspielautomaten 13.2 Millionen Franken bei, die Spieltische 129.3 Millionen Franken. Die vier Spielbanken, die ihrer Kundschaft Online-Spiele angeboten haben, erzielten damit einen Bruttospielertrag von 23.5 Millionen Franken.

Der Bund nahm aufgrund der besseren Erträge auch mehr Steuern ein, insgesamt 356.7 Millionen Franken. Dies entspricht im Vergleich zu 2018 einem Anstieg von 24.3 Millionen Franken oder 7.3 Prozent. Von den Spielbankenabgaben gingen 304.9 Millionen Franken an den Ausgleichsfonds der AHV, 51.8 Millionen Franken wurden den Standortkantonen von B-Casinos ausgerichtet.

110 Webseiten gesperrt

Seit Anfang 2019 ist es den Schweizer Spielbanken erlaubt, ihrer Kundschaft Online-Spiele anzubieten. Im ersten Jahr wurden die Konzessionen von sechs Casinos um das Recht erweitert, Spielbankenspiele auch online durchzuführen. Vier Casinos konnten den Online-Spielbetrieb bereits aufnehmen.

Insgesamt fanden sich per Ende vergangenen Jahres 110 Domain-Namen auf Sperrlisten. Überdies hat die ESBK 108 Strafverfahren wegen illegalen Spiels eröffnet. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Trump Taj Mahal wird geschlossen

Die erste Beizer-Zwischenbilanz

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • benn 02.07.2020 07:35
    Highlight Highlight Überrascht, sie genießen jetzt ja Staatsschutz wie die Bauern, Pharma, Gesundheitswesen, Banken!
  • Schneider Alex 02.07.2020 06:07
    Highlight Highlight Es ist erstaunlich, dass sich immer wieder Politiker und Politikerinnen finden, welche die Erstellung und den Betrieb von Casinos unterstützen. Ja, es sitzen sogar Politiker von der Partei mit dem christlichen "C" im Verwaltungsrat solcher Betriebe. Sie können dann den Opfern der Spielsucht mit ihrer Sozialpolitik wieder auf die Beine helfen.

Kein Urlaub für Väter: Die Schweiz ist die einsame Insel in Europa

Ende September stimmt das Schweizer Stimmvolk über zwei Wochen Vaterschaftsurlaub ab. Im internationalen Vergleich hinkt die Schweiz in dieser Frage hinterher, wie die Statistik zeigt. Noch viel krasser sind die Unterschiede allerdings in puncto Elternurlaub. Ein Überblick in sechs Grafiken.

Am 27. September stimmt die Schweiz über einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ab. Dies nach einer Odyssee, angefangen bei einer Volksinitiative für vier Wochen Vaterschaftsurlaub. Das Parlament wollte nichts davon wissen und verabschiedete zwei Wochen Vaterschaftsurlaub. Gegen diese Idee wurde jedoch das Referendum ergriffen. Und über dieses Referendum wird nun abgestimmt.

Doch wie sieht es mit dem Mutterschafts-, Vaterschafts und dem Elternurlaub europaweit aus? Wie steht es um die Schweiz? Ein …

Artikel lesen
Link zum Artikel