DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bund rechnet mit Überschuss von 2,8 Milliarden Franken



Fünf Monate vor den nationalen Wahlen 2019 ist im Bundeshaus insbesondere die knappe Mehrheit von 101 Sitzen, welche die SVP und die FDP gemeinsam halten, akut in Gefahr. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Der Bund rechnet auch dieses Jahr mit einem Milliarden-Überschuss. Gemäss der ersten Hochrechnung dürften Ende Jahr 2.8 Milliarden Franken in der Bundeskasse bleiben.

Budgetiert waren 1.2 Milliarden Franken. Der Bundesrat hat diese Zahlen am Mittwoch zur Kenntnis genommen. Zum Überschuss kommt es, weil die Einnahmen über und die Ausgaben unter den Erwartungen liegen.

Die Einnahmen dürften um 0.7 Milliarden Franken höher liegen als budgetiert. Hauptgrund ist die direkte Bundessteuer. Die Entwicklung im Jahr 2018 sei unterschätzt worden, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Die Einnahmen aus der direkten Bundessteuer dürften 0.6 Milliarden Franken über dem Budget liegen.

Ein weiterer Grund ist die Verrechnungssteuer, die gemäss der Modellschätzung 0.4 Milliarden Franken mehr einbringen dürfte als erwartet. Die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer hingegen liegen voraussichtlich 240 Millionen Franken unter dem Budget.

Sparsame Verwaltung

Zum Überschuss tragen auch tiefere Ausgaben bei. Zahlreiche Bundesstellen dürften ihre Budgets nicht voll ausschöpfen, wie der Bundesrat schreibt. Die grössten Kreditreste ergeben sich voraussichtlich bei der Sozialhilfe für Asylsuchende (61 Millionen Franken), der individuellen Prämienverbilligung (61 Millionen Franken) und der Rüstung (60 Millionen Franken).

Insgesamt werden die Kreditreste auf 1.5 Milliarden geschätzt. Gleichzeitig dürften die Nachträge und übrigen Kreditaufstockungen mit 0.6 Milliarden klar tiefer ausfallen als in den Vorjahren, wodurch die budgetierten Ausgaben voraussichtlich um 0.9 Milliarden unterschritten werden. Insgesamt liegt der Überschuss gemäss der Hochrechnung bei 2.8 Milliarden Franken.

Hinzu kommen ausserordentliche Einnahmen von 490 Millionen aus der Versteigerung von Mobilfunklizenzen und einer Busse der Wettbewerbskommission wegen der Absprache von Banken im Devisenhandel. Der Bund schreibt seit Jahren stattliche Überschüsse. 2018 waren es 2.9 Milliarden Franken gewesen. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Work in progress

So stehen die Chancen einer Viertage-Woche in der Schweiz

Island hat die viertägige Arbeitswoche eingeführt, internationale Firmen testen sie, doch in der Schweiz bleibt sie scheinbar utopisch. Ein Wirtschaftsexperte sagt, wer den ersten Schritt machen sollte.

Vier Tage pro Woche arbeiten, Vollzeit bezahlt werden: Island führt nun die Viertage-Woche ein, nachdem ein Experiment den positiven Effekt des Modells untermauert hat. Gleiche Produktivität in kürzerer Zeit – eigentlich ein perfekter Match für die wirtschaftsorientierte Schweiz. Warum fasst das Modell hierzulande nicht Fuss?

Schweizer Arbeitgebende bieten die Viertage-Woche kaum an. Eine Ausnahme ist das Grafikunternehmen Büro a+o in Aarau. Sie hätten das Modell im Jahr 2017 eingeführt, …

Artikel lesen
Link zum Artikel