Schweiz
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In der Schweiz kennen fast die Hälfte aller Frauen ab 16 Jahren andere Frauen, die ungewollt sexuelle Handlungen erleben mussten. bild: Shutterstock

Die SP will gegen sexuelle Belästigung vorgehen – mit einem pikanten Vorschlag

Opfer von sexuellen Übergriffen am Arbeitsplatz sollen nicht mehr selber Beweise für die Tat vorlegen müssen – stattdessen müsste der mutmassliche Täter seine Unschuld beweisen. Diese linke Forderung wird am Montag im Parlament diskutiert. Sie ist hoch umstritten.



430'000 Frauen in der Schweiz wurden in ihrem Leben bereits Opfer von sexueller Gewalt – ungefähr so viele Menschen, wie in der Stadt Zürich wohnen. Das zeigte kürzlich eine Umfrage des gfs.bern im Auftrag von Amnesty International.

Wer deswegen klagt, bekommt selten recht. Laut einer Studie der Universität Genf verlieren die Opfer in 82,8 Prozent der Fälle. Denn sexuelle Belästigung passiert oft im Verborgenen und es ist schwierig, das beanstandete Verhalten zu beweisen. Im Zivilrecht hat aber das mutmassliche Opfer eine vermeintliche Tat zu beweisen.

Mit einer parlamentarischen Initiative, die am Montagnachmittag im Parlament auf der Traktandenliste steht, will der SP-Politiker Mathias Reynard Opfer von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz nun besser schützen. Sie sollen die sexuelle Belästigung nicht mehr beweisen, sondern nur noch glaubhaft machen müssen. Ein Vorwurf ist dann glaubhaft, wenn dieser dem Richter wahrscheinlich erscheint.

Im Klartext: Nicht mehr das Opfer soll den sexuellen Übergriff beweisen müssen, sondern der mutmassliche Täter seine Unschuld. «Heute schweigen viele Opfer, weil diejenigen, die vor Gericht gehen, fast keine Chance haben. Das sollte uns schockieren», sagt Reynard zu watson. Die Erfolgschancen für Reynards Vorstoss im Parlament sind jedoch klein. Aber schön der Reihe nach.

Der Vorstoss sieht eine entsprechende Anpassung des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann vor. Dort gilt die Beweislasterleichterung bereits für andere mögliche Formen der Diskriminierung in der Arbeitswelt – etwa bei der Aufgabenzuteilung, der Gestaltung der Arbeitsbedingungen oder der Entlöhnung. Reynard verweist auf eine Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft, wonach 18,1 Prozent der befragten Personen in ihrem gesamten Erwerbsleben mindestens einmal sexuell belästigt wurden (28,3 Prozent der Frauen und 10 Prozent der Männer).

Jetzt, wo sich die Opfer von sexueller Belästigung mit MeToo und Co. immer mehr Gehör verschaffen, solle es den Opfern einfacher gemacht werden, Belästigungen am Arbeitsplatz anzuzeigen. Reynard: «Die Politik kann nicht länger untätig bleiben.»

Alte Forderung

In den USA, Frankreich und Deutschland ist die Erleichterung der Beweislast bei Fällen von sexueller Belästigung bereits gelebte Praxis. Die von Reynard geforderte Beweislasterleichterung bei Fällen von sexueller Belästigung ist auch bereits mehrfach im Parlament diskutiert worden. So enthielt etwa der Entwurf des Bundesrates zum eidgenössischen Gleichstellungsgesetz 1993 eine entsprechende Regelung, die von den Räten jedoch abgelehnt wurde. Die letzte Abstimmung im Parlament zu diesem Thema reicht mehr als acht Jahre zurück.

«Hinter all diesen Fragen zu Belästigung oder sexueller Gewalt steht die – sehr männliche – Angst, zu Unrecht verurteilt zu werden.»

Mathias Reynard

Es handelt sich um einen heiklen Vorstoss, zum einen, weil es Fälle gibt, in denen Männer zu Unrecht beschuldigt werden. Zum anderen gehöre die Unschuldsvermutung zu den Grundprinzipien eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens, schreibt die Rechtskommission des Nationalrats, welche den Text im Februar 2019 prüfte. Sie lehnt eine entsprechende Beweislasterleichterung denn auch ab. In Fällen sexueller Belästigung würde es dem Arbeitgeber zudem kaum je gelingen, einen Nachweis zu erbringen, dass keine Diskriminierung vorliegt, steht in der Erläuterung der Kommission weiter.

Reynard lässt diese Argumente nicht gelten: «Hinter all diesen Fragen zu Belästigung oder sexueller Gewalt steht die – sehr männliche – Angst, zu Unrecht verurteilt zu werden. Dabei würden wir nicht anfangen, Menschen ohne Beweise zu verurteilen.» Die erleichterte Beweislast heisse nicht die Umkehrung der Belastung. Das Opfer müsste eine Reihe von Hinweisen liefern, die ausreichen, um Diskriminierung als Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgesetz zu betrachten und eine mögliche Verurteilung herbeizuführen.

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

Sportmoderatorinnen wehren sich

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291Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • michiOW 05.06.2019 01:10
    Highlight Highlight Es ist doch eine klassische Frage:
    Lieber 10 Schuldige frei als einen Unschuldigen hinter Gittern?
  • Der Rückbauer 05.06.2019 01:01
    Highlight Highlight So schafft sich die SP selbst ab, d.h., sie verzwergt unter den Drohungen einer extremen, militanten Minderheit.
    Siehe BRD: Anstelle, dass sich die SPD mit Zeitfragen befasst, also Fragen, welche den kleinen Mann und die kleine Frau von der Strasse tagtäglich beschäftigen, lafert sie über LGTBI..Z oder so, über die Ehe für alle und vor allem über sich selbst. Merkel war gegen die Ehe für alle, die SP feierte sich als Siegerin, hat aber die Arschkarte.
    So treibt die SP ihre Wähler zu den Grünen und zur SVP.
    Ihr verblödeten Cüplisozis! Gleich wie BRD!
  • Schluch 04.06.2019 20:19
    Highlight Highlight tschau sp 👋
  • Qui-Gon 04.06.2019 16:19
    Highlight Highlight Im Vertragsrecht muss man beweisen, dass man an einer Vertragsverletzung nicht schuld ist, also weder vorsätzlich noch fahrlässig gehandelt hat. Die Tatsachen muss aber immer noch beweisen, wer sie behauptet.
    Im Strafrecht muss dem Angeklagten Tat und Schuld nachgewiesen werden.
    Mit der Glaubhaftmachung wählt man einen Mittelweg. Das ist mehr als behaupten, aber weniger als beweisen.
  • trio 04.06.2019 12:44
    Highlight Highlight Was für ein Hühnerhaufen! Auch heute kann man jemanden falsch beschuldigen. Wieso reagieren viele so panisch auf diesen Vorschlag? Vor dem Richter erzählen die wenigsten einfach so mal ein Märchen um jemandem eins auszuwischen.
    Wieso sollte sich das plötzlich ändern? Vergewaltigung und Belästigung ist offensichtlich ein Problem und es muss dringend über Lösungen diskutiert werden, wenn man aber so empfindlich auf (vielleicht nicht der Beste) Lösungsvorschläge reagiert, wird es schwierig überhaupt etwas zu finden.
  • katerli 04.06.2019 11:27
    Highlight Highlight Heickles Thema. Bin hin und her gerissen zwischen ja und nein. Irgendwie sinnvoll, aber gleichzeitig auch empfindlich für "Missbräuche" von weiblicher Seite.
    Wie wäre es so eine Umkehr einzuführen, gleichzeitig den Begriff sexuelle Belästigung klarer definieren. Eine knapp oder Körper betonte Kleidung bei Frauen (als Beispiel) finde ich oft als Störend am Arbeitsplatz. Um nicht zu sagen belästigend.
    Und nein ich bin kein Notg. Typ und relativiere hier nichts, sondern spreche lediglich ein weiteres heickles Thema an, nämlich: Wo fängt sexuelle Belästigung an?
  • Aschi44 04.06.2019 10:57
    Highlight Highlight Beschuldigen kann man jeden Mann ob etwas tatsächlich passiert ist oder nicht. Als zu Unrecht beschuldigter Mann aber die Unschuld zu beweisen ist ein Ding der Unmöglichkeit.
    • Qui-Gon 04.06.2019 16:21
      Highlight Highlight Glaubhaft machen ist mehr als nur Behaupten.
    • michiOW 05.06.2019 01:05
      Highlight Highlight @Qui-Gon

      Wenn nur eine gute Erzählung reicht, dann nicht.
  • hauruck 04.06.2019 10:46
    Highlight Highlight Der Rechtsstaat wird aufgegeben, wenn vor Gericht nicht die Schuld erwiesen sein muss, sondern die Unschuld.

    Denn die Unschuld lässt sich ganz grundsätzlich nicht beweisen. Weil für was man nicht getan hat, kann es weder Zeugen noch Beweise geben. Doch auf Zeugen und Beweisen muss sich das Urteil eines Rechtsstaates abstützen.

    Ich nehme der SP diesen Vorstoss Richtung Unrechtsstaat sehr übel.
    • Pafeld 05.06.2019 00:24
      Highlight Highlight Ich bin auch ein strenger Verfechter vom Rechtsstaat. Aber ein Rechtsstaat, der in 85% aller Fälle ein Freispruch mangels Beweisen liefert, gleichzeitig soziologische Studien zum Konsens gelangen, dass nicht einmal zwei Prozent aller Vergewaltigungen Falschbeschuldigungen sind, jede zweite Frau einmal in ihrem Leben eine Form von sexueller Gewalt erfährt, dann hat der Rechtsstaat in diesem ganz spezifischen Punkt eindeutig versagt. Und ein dogmatisch geprägter Unwille dies zu verbessern...

      Ausserdem: Die SP macht gar nichts. Eine Nase davon. Spar dir doch bitte die billige Parteiensippenhaft.
  • speedy_86 04.06.2019 07:46
    Highlight Highlight Und ich wünsche, dass Leute, die an Demos randalieren ihre Unschuld beweisen sollen...ist in etwa genau so unsinnig...also manchmal treibens die Linken auf der Bescheuertheitsskala etwa gleich weit wie die Rechten...Unschuldsvermutung und so? Schon mal gesehen was eine unbrechtigte Verurteilung in den Medien mit dem Leben von jemandem macht (USA wo der Name eines Verdächtigen automatisch öffentlich wird)? Jetzt stellt euch vor das wäre in der Schweiz immer genau gleich..."die – sehr männliche – Angst, zu Unrecht verurteilt zu werden."...mhmmmm
  • Jo Blocher 04.06.2019 06:46
    Highlight Highlight Nö, das Prinzip der Unschuldsvermutung ist unantastbar.
  • Der Rückbauer 04.06.2019 00:50
    Highlight Highlight Der Staatsanwalt: "Ich habe 10 Zeugen, die gesehen haben, wie Sie eingebrochen sind."
    Der Einbrecher: "Und ich habe 50 Zeugen, die bestätigen, dass sie mich nicht gesehen haben"
    Die ganze Sache wird skurril.
    Kachelmann....
  • Judge Dredd 03.06.2019 21:30
    Highlight Highlight Früher war es so ähnlich, da hat man eine Frau der Hexerei bezichtigt und diese hatte dann auch die Möglichkeit ihre Unschuld zu beweisen. Ansonsten wurde sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

    Das hat früher schon super geklappt mit der umgekehrten Beweislast, das wird sicher wieder ähnlich gut klappen.
    • Aurum 04.06.2019 16:10
      Highlight Highlight Klar hat das gut geklappt, oder hast du schon mal eine Hexe gesehen?
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 03.06.2019 20:49
    Highlight Highlight Einige bringen vermutlich durcheinander, dass dieser Vorschlag sich auf das Arbeitsrecht und nicht das Strafrecht bezieht.

    Ich finde den Vorstoss aber trotzdem schlecht. Es gibt gute Gründe für die Grundsätze, dass derjenige den Beweis zu erbringen hat, der aus der behaupteten Tatsache Forderungen ableitet und dass einem nicht der Beweis über das Nichtvorliegen von Tatsachen auferlegt werden soll.

    Eine Verschiebung der Beweislast führt auch nicht zu den "richtigen" Ergebnissen, sondern allenfalls zu politisch erwünschten Resultaten. Dafür ist die Justiz aber nicht da.
    • Fritz N 04.06.2019 14:42
      Highlight Highlight Einige? So gut wie alle :D
      Ist aber auch wirklich verwirrend geschrieben...
  • reactor 03.06.2019 19:25
    Highlight Highlight Also ich hätte keine Angst! Mit den vielen Frauen wo ich zu tun habe, habe ich nie Probleme in so eine Situation zu geraten. Ich frage mich schon, woher sich die vielen Männer hier fürchten. Wenn eine Frau diesbezüglich einem ein Bein stellen wollte, dann könnte sie es jetzt schon. Auf der andern Seite aber gibt es tausende von Frauen (auch Männern), welche aufgrund der bestehenden Verhältnisse unglaubliche Dinge erdulden. Wovor habt ihr Angst?
    • PeteZahad 04.06.2019 09:42
      Highlight Highlight Klar kann mir eine Frau ein Bein stellen aber sie resp. ein Anwalt muss die Beweise aufbringen. Wenn die Belästigung nicht statt gefunden hat ist es entsprechend schwieriger genauso schwierig wie es ist eine Unschuld zu beweisen. Die Unschuldsvermutung ist in jedem Rechtsstaat ein hohes Gut.
    • michiOW 05.06.2019 01:09
      Highlight Highlight Ja, die Mehrheit ist ehrlich und kommt bei Problemen nicht gleich mit dem Anwalt. Aber es geht um die Ausnahmen. Eine Frau reicht, um dein Leben zu zerstören.

    • Platon 05.06.2019 10:23
      Highlight Highlight Finde es witzig, dass sich niemand um 430‘000 Fälle sexueller Belästigung gegenüber Frauen schert, aber bei einer Entlastung der Beweislast fürchtet sich jeder vor kriminellen Absichten einer Frau. Woher kommt diese Angst vor Frauen? Warum wollen euch so viele Frauen Böses antun? Diese Sicht ist doch einfach sexistisch! Das Gesetz gälte übrigens auch für Männer! Ihr habt euch gerade sowas von entlarvt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Judge Dredd 03.06.2019 19:05
    Highlight Highlight Ein wunderbares Beispiel zur Erklärung des Sprichwortes: "Gut gemeint ist nicht gut gemacht."
  • Judge Dredd 03.06.2019 19:02
    Highlight Highlight "Sind die Beweisanforderungen erleichtert, muss die Klägerin oder der Kläger eine Diskriminierung durch objektive Hinweise glaubhaft machen. Danach ist es an der beklagten Person, den eigentlichen Beweis des Gegenteils zu erbringen."

    Das ist faktisch eine Beweislastumkehr, ein Abwenden von der Unschuldsvermutung. Klar handelt es sich beim GIG nicht um das Strafrecht, m.M.n. kommt es aber darauf nicht an. Wird eine Person nach dem GIG der sexuellen Belästigung für schuldig befunden, so ist das Stigma gegen diese Person genau gleich gross, ob Strafrecht oder "nur" Zivilrecht ist dann egal.
  • Muselbert Qrate 03.06.2019 18:54
    Highlight Highlight Die paar Jungen, welche wegen der grünen Panikmache die letzten Wochen links/grün gewählt haben merken bei solchem Blödsinn, welchen Leuten sie hier tatsächlich ihre Stimme gegeben haben und wofür diese stehen! Diese Wähler werden deshalb genau so schnell wieder weg sein wie sie gekommen sind!

    Ich kann die Politiker, welche von einer SP zur GLP flüchten sehr gut verstehen. Was meint eigentlich Herr Jositsch als Jurist zu diesem Thema?
  • stadtzuercher 03.06.2019 18:48
    Highlight Highlight Dieselbe sozialistische Träumerei immer und immer wieder. Die Menschen (oder minderwertige Gruppen von Menschen) im totalitären Staat haben kein Recht auf die Unschuldsvermutung. Sie müssen ihre Unschuld beweisen.

    Die SP ist, man muss es einfach mal sagen, durch und durch männerfeindlich.
    • Shikoba 03.06.2019 22:55
      Highlight Highlight Wo steht denn, dass dieses Recht nur für Frauen gelten soll? Sorry, sehe hier gerade keine Männerfeindlichkeit...
    • Platon 05.06.2019 10:29
      Highlight Highlight @stadtzuercher
      Du hast dich gerade als frauenfeindlich entlarvt😂 Wieso sollten Frauen plötzlich mit lauter Falschanschuldigungen kommen? Das ist eine Straftat. Wo steht, dass das Gesetz nur Frauen hilft? Weshalb schockieren dich die 430‘000 Fälle sexueller Belästigung gegenüber Frauen nicht? Ein absolut geschlechtsneutrales Gesetz als männerfeindlich darzustellen, das nenn ich mal sexistisch!
  • Electric Elefant 03.06.2019 18:28
    Highlight Highlight Also ich bin für härtere Strafen bei sexuellen und allgemein bei Gewaltdelikten. Die sind m.M. nach im Vergleich zu Vermögensdelikten und vor allem im Vergleich zu Drogendelikten viel zu lasch...
    Aber deswegen den Rechtsstaat zu Grabe tragen? Eher nicht!
  • Froggr 03.06.2019 18:25
    Highlight Highlight Liebe SP: Ihr habt ein Problem. Das widerspricht jeglichen Rechtsstaatlichen Prinzipien. Ich hoffe ihr verliert nur schon durch diesen Vorschlag all eure noch verbleibende Glaubwürdigkeit. Bei jedem Anliegen der SVP über Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit weinen - und dann sowas. Kann man vielleicht in Russland oder in Venezuela bringen. Hier nicht. Schockierend!
    • Platon 05.06.2019 10:30
      Highlight Highlight @Froggr
      Wusste nicht, dass Deutschland ein Unrechtsstaat vergleichbar mit Russland und Venezuela ist. Interessant!
    • Froggr 05.06.2019 13:54
      Highlight Highlight Platon: Heisst nicht, dass alles im Sinne eines Unrechtsstaat gelebt wird. Diese Regelung ist jedoch sicherlich etwas, welches in dieser spezifischen Hinsicht nicht für einen Rechtsstaat spricht. Glücklicherweise ist in unserer Bundesverfassung in Artikel 32 klar gesagt, dass jeder als Unschuldig gilt, bis dass Gegenteil bewiesen wurde. Um diese „Idee“ also umzusetzen brauchen wir eine Volksabstimmung und dann wäre das Resultat wohl klar.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 03.06.2019 18:17
    Highlight Highlight Tut mir leid aber es gilt "Im Zweifel für den Angeklagten".

    Wenn wir die Beweislast Unkehren könnte das ein Einfallstor für weitere Verfassungsverbiegungen sein
  • Zappenduster 03.06.2019 18:15
    Highlight Highlight Wenn man nicht beweisen kann, dass man sexuell belästigt worden ist, wie kann man beweisen das man jemand nicht sexuell belästigt hat? Verstehe die Logik nicht....
  • IZO 03.06.2019 18:10
    Highlight Highlight Liebe Männer ihr hattet genug Schonfrist. Wie soll den ein Opfer seinem Täter die Schuld beweisen? Das heutige System beschützt die Täter und bestraft die Opfer. Bin persöhnlich für Lügendedektoren, können immerhin Hinweise liefern.
    • wasylon 03.06.2019 21:20
      Highlight Highlight @IZO
      Zu viele Hollywood Filme geschaut?

      <<Anfang der Achtzigerjahre dokumentierte der amerikanische Psychologe David Lykken in zahlreichen Tests, dass lediglich 53 Prozent der Unschuldigen laut Lügendetektor auch die Wahrheit sagen. Die Wissenschaftswelt geißelte die Polygraphie-Methode fast einhellig als Nonsens - das renommierte britische Magazin "Nature" demaskierte die Methoden der Tester als "Kaffeesatzleserei".>>

      Wenn wir schon den Rechtstaat aufgeben. Wie währe es mit Waterboarding als Alternative Verhörmethode?

    • Judge Dredd 03.06.2019 21:23
      Highlight Highlight Mit ihrem Kommentar (dem ersten Satz) zeigen sie beispiellos die Ungerechtigkeit der Verallgemeinerung und der Stigmatisierung von Männern per se als Täter.

      Ihr Kommentar lässt keinen Zweifel daran, dass sie den Mann als Täter sehen und die Frau als Opfer. Diese Rollenzuteilung hat sich bei gewissen Menschen schon fast eingebrannt, das macht es dann auch so gefährlich. Wenn sich Richterinnen und Richter in gleicher Weise beeinflussen lassen, ist die Unschuldsvermutung am Ende noch das Einzige was bleibt. Diese aufzugeben wäre dann die Abkehr von modernen Werten.
  • Gummibär 03.06.2019 18:08
    Highlight Highlight 2004, Baku - Azerbaijan. Der Schweizer Geschäftsleiter einer Telekommunikationsfirma stellt in seinem Büro eine im Einkauf tätige Mitarbeiterin wegen Unregelmässigkeiten zur Rede (Kickback von Liferanten). Innert Sekunden zerreisst sie sich ihre weisse Spitzenbluse und schreit " nyeht, nyeht, nasiluyet menya "
    Zu seinem guten Glück war er abgebrüht genug, während des Gesprächs die Kamera seines Laptops auf seinem Stehpult laufen zu lassen, sonst wäre ihn der Vorfall teuer zu stehen gekommen.

    Sollte dieses neue Gesetz je in Kraft gesetzt werden gibt es nur noch eins :
    Benutzer Bild
  • atomschlaf 03.06.2019 18:08
    Highlight Highlight Diese männerfeindliche Politik der SP ist nur noch widerlich!
    • Platon 05.06.2019 10:33
      Highlight Highlight @atomschlaf
      Ein geschlechtsneutrales Gesetz als männerfeindlich zu bezeichnen ist nur noch widerlich sexistisch! Wieso unterstellst du Frauen kriminelle Absichten Männer falsch beschuldigen zu wollen? Das ist eine Straftat! Beschuldige die Frauen doch einfach zurück, wenn es davon so viele gibt und es so einfach wäre!
  • Denverclan 03.06.2019 18:05
    Highlight Highlight Warum kommen mir jetzt grad die Gastarbeiter von früher in den Sinn? Pfeifen vom Gerüst und tschau bella....und all das Balzen der Männerwelt im Frühjahr wenn die Damen der Schöpfung diesen auch spürten. Und trotzdem, die meisten Männer wussten aber damals schon was sich gehört! Wir reden hier von einer Minderheit und die gehört knallhart bestraft....die Richter sind in der Pflicht Opfer zu ihrem Recht zu verhelfen und das kann man schon mit der bestehenden Gesetzgebung. Wir sind wohl alle aufgeklärter und feinfühliger geworden in Sachen Umgang mit der Sexualfrage, egal ob Frau oder Mann
    • Menel 03.06.2019 22:42
      Highlight Highlight "Wer deswegen klagt, bekommt selten recht. Laut einer Studie der Universität Genf verlieren die Opfer in 82,8 Prozent der Fälle."

      Klappt ja wunderbar mit der Gesetzgebung; 17,2% werden verurteilt.
    • PeteZahad 04.06.2019 09:48
      Highlight Highlight Sagt die Studie auch wie viele Anklagen zu Unrecht stattgefunden haben. Es gibt halt (noch) so was wie Unschuldsvermutung. Klar ist es schwierig eine Belästigung zu beweisen aber dies schützt auch vor ungerechtigten Vorwürfen.
    • Cash 04.06.2019 11:50
      Highlight Highlight leider kann ich die zitierte Studie nicht auffinden, finde es aber tragisch, wenn nur Anzahl Klagen und anzahl gewonnene fälle berücksichtigt wird. dies sind nicht die 'erfolgschancen' einer gerechtfertigten Klage - sondern nur die absoluten Zahlen. Könnte ja auch 80% ungerechtfertigte Klagen geben, dann wäre 17,2% sehr hoch. abwr ohne konkrete analyse bitte keine Rückschlüsse ziehen.
  • Reli 03.06.2019 17:53
    Highlight Highlight Mich würde zu dieser Frage - ernsthaft! - die Meinung von Emma Amour interessieren.
  • Menel 03.06.2019 17:42
    Highlight Highlight Schon lustig, wie hier viele Männer gleich los schreien. Nirgends wird gesagt, dass es nur die Belästigung von Frauen betrifft, sondern sexuelle Belästigung generell. Oder seid ihr der Meinung, dass nur Männer Täter sind?
    • almlasdn 03.06.2019 19:00
      Highlight Highlight Hat glaube ich mehr mit dem Zitat zu tun bei der von der "männlichen Angst" die Rede ist.
    • FrancoL 03.06.2019 19:25
      Highlight Highlight Ja die Reaktionen sind entlarvend und zeigen dass doch etwas mehr dahinter steckt, wenn alle so losschreien und den Rechtsstaat verteidigen. Kann mich bestens an Kommentare erinnern in denen die Schreiberlinge sich weit weniger vor den Rechtsstaat gestellt und in geschützt haben.
    • sheshe 03.06.2019 19:35
      Highlight Highlight Wenn ein Artikel über sexuelle Belästigung so anfängt:

      "430'000 Frauen in der Schweiz wurden in ihrem Leben bereits Opfer von sexueller Gewalt"

      Und im gesamten Artikel kein Mann als Opfer erwähnt wird, dann ist es mehr als logisch, dass Frau=Opfer mit diesem Artikel impliziert wird. Also beziehen sich auch die Kommentare darauf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Steibocktschingg 03.06.2019 17:28
    Highlight Highlight Dass man sexuelle Belästigung besser verfolgen und den Opfern helfen will, finde ich notwendig und gut. Nur sollte dabei nicht der Rechtsstaat missachtet werden, indem man die Unschuldsvermutung weglässt.
  • Hoodie Allen 03.06.2019 17:22
    Highlight Highlight Seit wann ist pikant ein Synonym für schlecht?
  • Garp 03.06.2019 17:20
    Highlight Highlight Ich staune über viele der Kommentare hier. Versteht ihr Euch so schlecht untereinander am Arbeitsplatz, dass ihr so Schiss bekommt. Die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind so anständig, dass sie nie jemanden falsch beschuldigen würden und der/diejenigen die belästigt werden, brauchen doch mehr Unterstützung. Belästigungen kommen weit öfters vor als falsche Beschuldigungen.
    • Cédric Wermutstropfen 03.06.2019 19:35
      Highlight Highlight Ich finde den Fall eines unschuldig Verurteilten moralisch bedenklicher als denjenigen eines schuldigen Nichtverurteilten. Man sollte an dieser Quote nicht leichtfertig herumdoktern. Das wird hier aber getan, aus Gründen der Publicity, wie mir scheinen will.
  • Joe924 03.06.2019 17:10
    Highlight Highlight Ich hab sowas schon erlebt, als Beschuldigter. Keine schöne Sache, war eine Arbeitskollegin, die mich bei der Geschäftsleitung angeschwärzt hatte, dass ich sie angeblich privat per SMS belästige. Mein direkter Vorgesetzter wollte dann die SMS sehen, weil er mir das nicht zutraute, da hat sie einen Rückzieher gemacht. Hätte er nicht zu mir gestanden wäre ich.. früher Selbstständig geworden ;-)
    • Garp 03.06.2019 19:09
      Highlight Highlight Nein wärst Du nicht es braucht etwas mehr als einfach die Aussage, er hat mich belästigt. Der Richter hätte genau so die SMS sehen wollen, von ihr.
  • UZEDE UZEDE 03.06.2019 16:47
    Highlight Highlight Law & Order auf 100% im Spider - Diagramm?
  • Akki 03.06.2019 16:43
    Highlight Highlight Wir leben in einer Angstkultur. Angst vor Klimawandel, Angst vor Atom, Angst vor Krankheiten, Angst vor Schadstoffe... Usw. Usw. Klar und natürlich Angst vor dem Tod. Und für jede Angst gibt es Hilfe. In der Politik die neuen Nazis bei der Angst vor Überfremdung. Die Grünen bei der Angst vor, 2Grad plus und die Hightechmedizin bei der Angst vorm Tod.... Wie habe ich es bloss geschafft an Leben zu sein? Achja... Nicht vergessen die Angst vor Männern....
    • Steibocktschingg 03.06.2019 17:30
      Highlight Highlight Angst vor dem Klimawandel ist gerechtfertigt, denn wenn es mehr als zwei Grad wärmer wird, dann könnte das unsere Zivilisation zerstören. Ist da etwa Angst zu haben unangemessen?

      Der Rest, tja, eher First World Problems, ja...
    • mastix 04.06.2019 22:56
      Highlight Highlight Angst vor sexueller Belästigung und sogar Vergewaltigung ist für Frauen (weltweit) ein alltägliches Problem und nicht einfach first-world!
  • Knety 03.06.2019 16:41
    Highlight Highlight Geschlechterapartheit jetzt!!
    Nein im Ernst, es kommt noch soweit!
    • Maya Eldorado 03.06.2019 18:36
      Highlight Highlight So etwas in dieser Richtung haben sie ja in strengen muslimischen Ländern.
      Die Frau darf nur verhüllt aus dem Haus, je nachdem nicht mal alleine, nur mit männlichen Familienangehörigen.
      Die Verhüllung der Frau soll die Männer vor Versuchung, sprich Uebergriffen schützen, die er Frauen antun könnte, die er unterwegs sieht.
      Krass sowas!!!
    • Garp 03.06.2019 19:22
      Highlight Highlight Blödsinn, der Vorstoss ist für alle Belästigten ganz unabhängig vom Geschlecht. Damit gibst Du dann indirekt zu, dass vor allem Frauen belästigt werden und was schlägst Du vor um das zu stoppen?
    • Partisan 04.06.2019 08:03
      Highlight Highlight @Garp: Frauen werden öfter belästigt, ja. Aber Männer werden auch öfter zu unrecht beschuldigt.
      Da gibt es nichts zuzugeben. Das sind Fakten.
      Klar ist es schwierig, solche Fälle aufzuklären. Aber jedem einfach eine Freikarte zu geben, jemandem das Leben zu ruinieren, ist bestimmt nicht der richtige Weg.
  • Grittibenz 03.06.2019 16:36
    Highlight Highlight Eine zu unrecht verurteilte Person ist viel schlimmer als ein/e zu unrecht Verurteilte/r Straftäter/in.
    Das gilt für jegliche Straftaten.
    • stadtzuercher 03.06.2019 18:51
      Highlight Highlight Ein Rechtsstaat nimmt in Kauf, dass ein Täter im Zweifel nicht verurteilt wird, weil man die Tat nicht beweisen kann.

      Ein feministisch-sozialistischer Staat (und die SP) nimmt in Kauf, im Zweifel unschuldige Menschen zu verurteilen.
    • Garp 03.06.2019 19:23
      Highlight Highlight Was?
  • P.Rediger 03.06.2019 16:32
    Highlight Highlight Also wenn ich die Kommentare hier so lese, dann drängt sich mir auf, dass die weitaus meisten Kommentarschreiber Männer sind. Lasse mich gerne eines Besseren belehren. Aus meiner persönlichen Erfahrung, sprich aus diversen Beziehungen heraus, muss ich sagen, dass dieses Problem definitiv akut und eine Verschärfung des Strafrechts überfällig ist. Die Hälfte meiner Partnerinnen sind in ihrem Leben sexuell belästigt und in zwei Fällen sogar vergewaltigt worden und dann liest man von bedingten Strafen für die Täter. Geht gar nicht.
    • dä brüeder vom heinz 03.06.2019 17:59
      Highlight Highlight Die Bestrafung von Sexualstraftätern ungeachtet deren Geschlechts sollte tatsächlich verschärft werden. In einem Rechtsstaat gilt jedoch zurecht das Prinzip "unschuldig bis zum Beweis der Schuld".
    • Der Teufel auf der Bettkante 03.06.2019 18:22
      Highlight Highlight Dann müsste man das Strafmass anpassen und nicht die Unschuldsvermutung kippen.
    • Froggr 03.06.2019 18:27
      Highlight Highlight Dann ist das also dein Lösungsvorschlag? Dann tuts mir Leid. Du hast die Rechtsstaatlichkeit nicht verstanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maya Eldorado 03.06.2019 16:31
    Highlight Highlight Könnt Ihr Euch an Assange erinnern.
    Der wurde auch von zwei Frauen beschuldigt. jetzt wird bald über ihn geurteilt.
    In Schweden und in einigen anderen Orten, braucht es für einvernehmlichen Sex oder sexuelle Berührung einfach ein schriftliches Dokument, dass es einvernehmlich war.
    So kann dem Angeschuldigten eigentlich nichts mehr passieren, weil er ein Dokument mit Unterschrift in Händen hält.
    Allerdings nimmt das der Sache alle Spontaneität weg. Da kann einem echt die Lust vergehen.
    Und man denke an die Papierflut die dabei entsteht.
    • Mizzi 03.06.2019 18:04
      Highlight Highlight irgendwann hat man keinen Platz mehr für all diese Ordner voll Papier 🤣
    • almlasdn 03.06.2019 19:05
      Highlight Highlight Einen Vertrag brauchst man sicherlich nicht. Musst halt einfach merken ob dein Gefummel einvernehmlich ist oder nicht ;) Ich sehe eher das Problem bei der Unschuldsvermutung, die hier mehr oder weniger aufgehoben wird. DAS wird dann einen Vertrag notwendig machen, nicht strengere Gesetze, was Belästigung ist und was nicht.
    • Garp 03.06.2019 19:29
      Highlight Highlight Aussange soll das Kondom entfernt haben, da wäre ich auch sauer. Warten wir doch erstmal ab, was geurteilt wird.

      Einvernehmlicher Sex ist kein Problem, dazu braucht es auch keinen Vertrag, aber dass beide Stopp sagen können und der andere das akzeptiert, wenn es für einen nicht mehr stimmt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sarkasmusdetektor 03.06.2019 16:30
    Highlight Highlight Was denn nun? Der ganze Artikel suggeriert, ein Beschuldigter müsste seine Unschuld beweisen, am Ende steht aber, dass es eben nicht so ist. Das ist nicht gerade hilfreich. Die Frage ist ja eigentlich, Wieviel es den braucht, um einen Richter zu überzeugen, dass die Anschuldigung eben glaubhaft sind. Anscheindend funktioniert es ja in anderen Ländern - wie denn genau?
  • xHascox 03.06.2019 16:28
    Highlight Highlight Welche Handlungen versteht man genau unter sexueller Gewalt/Belästigung?

    Ich denke niemand will sexuelle Belästigung etc. unterstützen, aber die Unschuldsvermutung sollte immer gelten. Ich meine, dann kann ich als Mann ja auch alle meine männliche/weibliche Konkurrenz im Job aus dem Weg räumen... Wie kann man die Unschuld überhaupt beweisen (bei kleinen übergriffen)
  • rundumeli 03.06.2019 16:28
    Highlight Highlight genau ... und vor einem allfälligen kuss nach dem süssholzraspeln ... dann bitte noch kurz formular unterschreiben :-o
    • Cybot 03.06.2019 17:41
      Highlight Highlight Absolut. Danach Emma schreiben wie verknorzt die Männer doch sind, haha. Genau mein Humor :)
  • Jesses! 03.06.2019 16:23
    Highlight Highlight Jositsch sagt, das aktuelle Gesetz reiche. Beim Strafmass hätten die Richter noch sehr viel Spielraum. Aber eine Umkehr der Beweislast wäre ein Desaster für alle Männer. Ich würde mich Frauen nur noch auf maximal 10 Metern nähern.
    • Selbst-Verantwortin 03.06.2019 17:31
      Highlight Highlight ...was als Vorgesetzter diskriminierend wäre.
      Perfektes loose-loose.
    • trio 03.06.2019 18:11
      Highlight Highlight So ein Blödsinn! Wer nichts falsches tut, muss nichts befürchten. Jemanden falsch Beschuldigen kann man heute auch schon, und das genügt oft um seine Karriere oder seinen Freundschaftskreis zu zerstören. Also nichts neues eigentlich.
      Sei einfach kein Arschloch, und niemand beschuldigt dich 😉
    • almlasdn 03.06.2019 19:07
      Highlight Highlight Wenn du gleich so Angst hast, dass dich jede Frau beschuldigt bist vielleicht du Teil des Problems. Nein im Ernst, der Vorschlag ist dumm aber was ist das für eine Aussage?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erster-Offizier 03.06.2019 16:21
    Highlight Highlight Mathias Reynard ist ein Feind der Demokratie und des Rechtsstaats.
  • Fabio Haller 03.06.2019 16:19
    Highlight Highlight Die SP verliert dies... Die SP verliert dass... Hier auf Watson darf man nicht einmal als SP heikle aber wichtige Anträge stellen, die für beide Seiten gute Begründungen haben.

    Aber gleichzeitig motzt man dass im Wahljahr die Parteien nicht ehrlich sind und nur einseitig politisieren...
    • almlasdn 03.06.2019 19:08
      Highlight Highlight Warum dies? Warum das? Warum nichts mit Message?
      Und ich denk' mir nur, warum hält die SP nicht einfach die Fresse?
  • Sagittarius 03.06.2019 16:18
    Highlight Highlight Hmmm... Hat nichts im GlG verloren, meine Meinung...
  • Fritz N 03.06.2019 16:16
    Highlight Highlight Nachdem ich gemerkt habe, dass es ja gar nicht um Strafrecht geht,(ist im Artikel etwas verwirrend) klingt das für mich eher nach einem Propagandapapiertiger, denn es geht ums Gleichstellungsgesetz und dieses ermöglicht die folgenden Rechtsansprüche:
    eine drohende Diskriminierung zu verbieten oder zu unterlassen;
    eine bestehende Diskriminierung zu beseitigen;
    eine Diskriminierung festzustellen, wenn diese sich weiterhin störend auswirkt;
    die Zahlung des geschuldeten Lohns anzuordnen;
    ausserdem kann je nach dem eine Entschädigung vom Arbeitsgeber verlangt werden.
  • mogeli 03.06.2019 16:11
    Highlight Highlight Autsch, mein linkes-Herz schmerzt, wenn ich sowas lese..
    • almlasdn 03.06.2019 19:09
      Highlight Highlight I feel you
  • Diavolino666 03.06.2019 16:05
    Highlight Highlight WAS KÖNNTE da nur schieflaufen... Es hat seinen Grund, warum sich die Unschuldsvermutung durchgesetzt... Einfach mal den Verstand walten lassen!
  • Selbst-Verantwortin 03.06.2019 16:02
    Highlight Highlight Tschüss Unschuldsvermutung = Tschüss Rechtsstaat!
    Diese SP-Vertreter zeigen, dass sie Männer und Rechtsstaat verachten.
    Arbeitgeber müssten im Sinne der Fürsorgepflicht sämtlichen Männern zugestehen, nicht mehr mit Frauen arbeiten zu müssen und sich entscheiden, welches Geschlecht sie nicht mehr anstellen.
  • Joshuuaa 03.06.2019 15:50
    Highlight Highlight Kleines Gedankenexperiment: Man nehme an, ein Arbeitgeberverband würde fordern, Mitarbeitende nach Hinweisen auf Verbrechen bestrafen zu dürfen. Einer Mitarbeitenden der Migros würde die Kasse an zwei Abenden (sagen wir innerhalb eines Jahres) nicht stimmen. Sie würde deshalb (und ohne weitere Beweise) verklagt und für schuldig befunden, müsste eine Busse zahlen un verlöre ihren Job...
    • Qui-Gon 04.06.2019 16:53
      Highlight Highlight Falscher Vergleich.
      "Der Vorstoss sieht eine entsprechende Anpassung des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann vor. Dort gilt die Beweislasterleichterung bereits für andere mögliche Formen der Diskriminierung in der Arbeitswelt – etwa bei der Aufgabenzuteilung, der Gestaltung der Arbeitsbedingungen oder der Entlöhnung."
      Adressat ist der Arbeitgeber, es geht hier nicht um Strafrecht.
  • Füdlifingerfritz 03.06.2019 15:50
    Highlight Highlight Dinge wie die Unschulsvermutung oder der Rechtstaat sind aber auch echt voll retro und ein eigentlich Auslaufmodell. Viel zu wenig progressiv für die ach so hippe SP. Aber gut, fairerweise muss man sagen, dass jede Partei so ihre Damen und Herren mit Schnapsideen hat. Die hier könnte aber die dümmste und gefährlichste des Jahres werden.
  • Toerpe Zwerg 03.06.2019 15:47
    Highlight Highlight Was bin ich froh, bin ich nicht mehr 16 ...

    Statt erste sexuelle Erfahrungen zu machen, stehen heute alle mit einem Bein im Knast ...
    • reactor 03.06.2019 19:29
      Highlight Highlight Also meine haben beiden immer einvernehmlich gefallen. Weiss nicht wie sie da vorgegangen sind
  • Thinkdeeper 03.06.2019 15:45
    Highlight Highlight Ein Freunde bekam von einem Tag auf den anderen mitgeteilt, dass er eine Frau als Teamleader bekommt. Gleichzeitig wurde er vom Bereichsleiter mit einem Fachbereich beauftragt. Das passte der Teamleaderin und anderen aktivistische Frauen nicht.
    Er wurde als Alter Grüsel und Belästiger hingestellt, der Fraue anstarre und die Teamleaderin zu exotischen Tänzen aufgefordert haben soll und innert 5 Min. gekündigt. Keine Chanche auf rechtliches Gehör.
    Die Teamleaderin selber diskutierte an Firmeanlässe über Pornos und trug Kopfschmuck wie Ciciolina. Dies thematisierte sie auch. Wollen wir dies?

    • Qui-Gon 04.06.2019 16:55
      Highlight Highlight Ja, genau das wird überall passieren.... nicht.
  • Toerpe Zwerg 03.06.2019 15:41
    Highlight Highlight Mein Vorschlag geht noch weiter:

    Jeder Mann sollte mit Erreichen des 18 Lebensjahres automatisch alle 5 Jahre der sexuellen Belästigung angeklagt werden. Vor Gericht kann er dann glaubhaft machen, dass er nichts getan hat.
    • Platon 03.06.2019 17:17
      Highlight Highlight @Toerpe
      Bravo, du hast den Artikel also auch nicht gelesen, was? Wieso klagen wir nicht auch Frauen der sexuellen Belästigung an? Dein Vorschlag verstösst gegen die Rechtsgleichheit.
    • Menel 03.06.2019 17:38
      Highlight Highlight ...und die Frauen auch? Der Vorstoss beinhaltet ja jede Form von sexueller Belästigung. Oder denkst du, nur Männer betreiben sexuelle Belästigung?
    • FrancoL 03.06.2019 19:28
      Highlight Highlight @Toerpe; Zu Ihrem Kommentar: Beschränkt bleibt beschränkt mit oder ohne sexuelle Belästigung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Repplyfire 03.06.2019 15:41
    Highlight Highlight Neben der ihr angehänten Juso sind solche Vorstösse beste Werbung die SP nicht zu wählen.
    • Platon 03.06.2019 17:19
      Highlight Highlight @Repplyfire
      Weil ein noch nicht mal angenommenes Postulat die ganze Politik widerspiegelt?🤦🏻‍♂️
    • trio 03.06.2019 18:14
      Highlight Highlight Dann wähl doch SVP 🙄
  • no-Name 03.06.2019 15:37
    Highlight Highlight ....und wenn ich als Mann in einem Frauenberuf von Kundinnen belästigt werde, ist der allgemeine Tenor bei den Kolleginnen:
    „Ach, jetzt tu doch nicht so, wirst dich ja wohl zu wehren wissen.“
    • Menel 03.06.2019 17:36
      Highlight Highlight Der Tenor ist doch egal; es geht schlicht nicht und du könntest dich mit der Änderung auch besser dagegen wehren.
    • AdvocatusDiaboli 03.06.2019 18:13
      Highlight Highlight Habe mich auch schon in dieser Situation befunden. Es wird dann einfach gelacht und suggeriert, dass es mir als junger Mann doch sowieso in jedem Fall gefallen müsse, von Frauen angefasst zu werden.
  • Lörrlee 03.06.2019 15:18
    Highlight Highlight Würde dieses Gesetz auch bei Männern greifen?
    • Fritz N 03.06.2019 16:10
      Highlight Highlight Klar. :)
      "Diskriminierend ist jedes belästigende Verhalten sexueller Natur oder ein anderes Verhalten aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit, das die Würde von Frauen und Männern am Arbeitsplatz beeinträchtigt. Darunter fallen insbesondere Drohungen, das Versprechen von Vorteilen, das Auferlegen von Zwang und das Ausüben von Druck zum Erlangen eines Entgegenkommens sexueller Art."
    • Platon 03.06.2019 16:24
      Highlight Highlight @Lörrlee
      Natürlich gilt das auch für Männer! Du meine Güte, was ist denn hier los? Glaubt ihr wirklich hier ist sowas wie die schleichende Errichtung eines Matriarchats im Gange nur weil wir über sexuelle Belästigung reden? Hier, lies den Vorstoss!
      https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20170501
    • Garp 03.06.2019 16:40
      Highlight Highlight Ja, würde es.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Padcat 03.06.2019 15:10
    Highlight Highlight Ich finde es lobenswert, dass die SP das Problem korrekt erfasst hat. Denn nach wie vor trauen sich einfach zu wenig Opfer von sexueller Belästigung damit vor Gericht aufgrund der tiefen Erfolgsaussichten. Dass muss sich zwangsläufig ändern, denn es wird nicht weniger Konflikte geben in der Arbeitswelt. Die Umsetzung ist in jedem Fall schwierig, aber ich unterstütze die Grundsatzidee. Vielleicht müsste noch eine Klausel rein dass bei falschen Anschuldigungen sehr hohe Strafen erhoben werden.
    • Rabbi Jussuf 03.06.2019 16:21
      Highlight Highlight Padcat
      Es würde sich nichts ändern, ausser dass es wesentlich mehr Belastung für die Gerichte gäbe. Davon haben wir weiss Gott schon genug!

      Falsche Anschuldigungen sind schon strafbar. Nur bräuchte es neu wesentlich mehr um das auch beweisen zu können. Noch ein weiterer Minuspunkt für diese Idee.
  • Cassady 03.06.2019 15:08
    Highlight Highlight Reynards Vorstoss betrifft das arbeitsrechtliche Verfahren bzw. Verfahren wegen Verstössen des Gleichstellungsgesetzes (und sieht eine Beweislasterleichterung vor, die es in D und Frankreich schon lange gibt). Das hat mit dem Strafrecht nichts zu tun. Bitte nachlesen, wer schon wieder den Rechtstaat untergehen sieht: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20170501
  • xTuri 03.06.2019 14:57
    Highlight Highlight Wieso schreiben alle in den Kommentaren über Frauen? Im Artikel selbst steht nur am Anfang die Nennung der Anzahl Frauen, die sexueller Gewalt im Leben ausgesetzt waren. Sonst ist der Artikel ziemlich LGBTQ konform geschrieben und es wird nur Opfer und Täter erwähnt. Dies bedeutet, jeder Mann könnte jeden anderen Mann oder jeder Mann könnte ebenfalls jede Frau vor Gericht ziehen.
    • mako 03.06.2019 17:00
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um Mann oder Frau. Es geht darum, dass der oder die Beschuldigte die Unschuld beweisen müsste, was um ein Vielfaches schwieriger ist, als der Beweis des Übergriffs. Dies würde zweifellos zu vielen zusätzlichen Verurteilungen von Unschuldigen führen. Wie bitte soll ich denn beweisen, dass ich keinen Blick auf ihren prallen Hintern geworfen habe? Dieser ganze Hype geht mir langsam gewaltig auf den S....
    • trio 03.06.2019 18:17
      Highlight Highlight @mako
      Ein Blick auf einen Hintern wird sicher nicht als Belästigung empfunden. Hört doch mit diesen Schauermärchen auf!
  • Freebee 03.06.2019 14:52
    Highlight Highlight An alle Kommentatoren:Ist schon krass, wie stark Ihr im ALTEN ROLLENBILD klebt: Ihr schreibt Alle von belaestigten FRAUEN. Wieso nicht MAENNER? WACH AUF SCHWEIZ, WIR SCHREIBEN 2019
    • McStem 03.06.2019 18:05
      Highlight Highlight Da geb ich dir recht. Aber aufgrund dieses Rollenbildes dürfte es für eine Frau einfacher sein eine Falschaussage durchzugbringen. Ergo sind eher Männer davon betroffen. Zusätzlich hat der Artikel ebenfalls diese Tendenz:

      Erster Satz:
      430'000 Frauen in der Schweiz wurden in ihrem Leben bereits Opfer von sexueller Gewalt[...]

      Evtl. generischer Maskulin:
      [...]der mutmassliche Täter[...]

      Zitat Hr. Reynard:
      «[...] – sehr männliche – Angst, zu Unrecht verurteilt zu werden.»

      Noch eine Textstelle:
      [...]in denen Männer zu Unrecht beschuldigt [...]

  • Sandro Lightwood 03.06.2019 14:50
    Highlight Highlight Die Angst, zu Unrecht verurteilt zu werden ist menschlich - nicht männlich.

    • Platon 03.06.2019 16:28
      Highlight Highlight @Sandro
      Nein, diese Angst ist eindeutig männlich und unbegründet. Wenn es wirklich so einfach wäre jeden der sexuellen Belästigung zu bezichtigen, na dann beschuldigt doch gleich zurück. Jede Anschuldigung verdient die gleiche Berücksichtigung. Falls der Tag kommen sollte, dass du zu Unrecht beschuldigt wirst, dann nur zu!
    • Menel 03.06.2019 16:44
      Highlight Highlight Naja, aber die die hier vor allem Angst äussern sind fast durchgehend Männer. Habe bis jetzt keinen Kommentar entdeckt in dem eine Frau die "Angst" geäussert hat zu unrecht von einem mann angezeigt zu werden.
    • McStem 03.06.2019 18:20
      Highlight Highlight @Platon: Dein ernst?
      @Menel: Hat meiner Meinung nach mehrere Gründe:
      1. Wie oft hast du eine Statistik gesehen, welche die Anzahl sexuell belästigter Männer spricht?

      2. Ab wann ist es generell eine Belästigung? Jeder Mensch ist verschieden. Bei gewissen reicht ein Spruch andere erst bei Körperkontakt an gewissen stellen.

      3. Herrscht gerade bei der älteren Generation eher ein altes Rollenbild. Wem nimmt er nun die Geschichte (ob wahr oder falsch) einer sexuellen belästigung eher ab? Ich vermute jetzt mal der Frau.

      Und ja alle Gründe sind generalisiert, aber Ängste sind nicht immer rational.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stambuoch 03.06.2019 14:50
    Highlight Highlight Diese Art der Beweisführung, dass der/die Beschuldigte seine/ihre Unschuldbeweisen muss, herrscht in de USA.

    Mit diesem Bild vor Auge ist der folgende atz ein Hohn:
    «Hinter all diesen Fragen zu Belästigung oder sexueller Gewalt steht die – sehr männliche – Angst, zu Unrecht verurteilt zu werden. Dabei würden wir nicht anfangen, Menschen ohne Beweise zu verurteilen.»

    "Niemand hat die Absicht..." So fing auch ein anderer Satz schon an. Aber am Schluss kommt es genau so.

    Wir haben ein Rechtsystem, welches einen anderen Rechts- und Beweisbegriff kennt. Schützen wir das.
  • walsi 03.06.2019 14:48
    Highlight Highlight Nebst dem Fakt, dass es schwer ist etwas zu beweisen was man nicht getan hat, kommt bei der sexuellen Belästigung erschwerend hinzu, dass die belästigte Person definiert ob sie sich belästigt fühlt oder nicht. Ein Mann macht einen anzügliche Spruch. Frau A gefällt es weil ihr der Mann gefällt und sich mehr mit ihm vorstellen könnte. Frau B fühlt sich sexuell belästigt und zeigt den Mann an. Dazu kommt noch, dass noch nicht einmal klar definiert ist was anzüglich ist und was nicht.
  • Frances Ryder 03.06.2019 14:46
    Highlight Highlight Die Beweislasterleichterung gilt bei Formen der Diskriminierung. Sexuelle Belästigung ist eine Straftat! Das eine ist Staatsrecht/Grundrechtsverletzung, das andere ist Strafrecht. Das sind zwei absolut versichiedene Rechtsgebiete und der Vergleich, zumal im Strafrecht aus Prinzip immer die höheren Anforderung an die Rechtsstaatlichkeit gelten, ist völlig fehl am Platz.
    • Cassady 03.06.2019 15:00
      Highlight Highlight Danke Ryder. Scheinen nicht alle hier kapiert zu haben. Es geht NICHT ums Strafrecht hier!
    • Rabbi Jussuf 03.06.2019 15:32
      Highlight Highlight Ein Vergleich kann sehr wohl gemacht werden: Bei Diskriminierung dürfte es um einiges leichter sein zu belegen, dass der Angeschuldigte das nicht gemacht hat. Bei sexuellen Übergriffen gibt es bei beiden Seiten kaum oder gar kein Beweismaterial - vor allem nicht dafür, dass jemand etwas NICHT gemacht hat.
    • Fritz N 03.06.2019 16:01
      Highlight Highlight Wow.... Stimmt, es geht gar nicht um Strafrecht.. Der Artikel ist aber so verwirrend geschrieben, dass selbst ich als Jurist das erst beim zweitenmal (zugegebenermassen schnell) Lesen gemerkt habe... O_o
  • Ritter Kunibert 03.06.2019 14:43
    Highlight Highlight Dies wäre eine Katastrophe für unser Rechtssystem und vor allem ein Problem für Frauen... Karriereförderung und Mentoringprogramm, welche für eine Karriere nötig sind, beinhaltend das weitergeben von Wissen... Viele Seniors und Executives sind Männer... fühlen sich diese im Umgang mit weiblichen Arbeitskollegen nicht mehr wohl, werden sie sich auch nicht auf solche Programme einlassen...
    Guter Artikel von Bloomberg zu diesem Thema (würde Herr Reynard auch gut tun!): https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-12-03/a-wall-street-rule-for-the-metoo-era-avoid-women-at-all-cost

    • Chrigi-B 03.06.2019 15:15
      Highlight Highlight Bei uns werden seit etwa 2 Jahren merklich weniger Frauen angestellt....
    • bebby 03.06.2019 15:32
      Highlight Highlight @Cocorell: Guter Artikel im Link, dort steht aber auch wie man es richtig machen könnte: „Just try not to be an asshole“ So schwierig ist es gar nicht, sich anständig und zivilisiert zu verhalten. Einfach professionell bleiben. Keine Sprüche und spitze Bemerkungen.
    • Chrigi-B 03.06.2019 15:54
      Highlight Highlight @bebby

      Du musst nicht mal was sagen/machen als Mann, die Anschuldigung alleine ist dein Todesstoss....
    Weitere Antworten anzeigen
  • blue7chair 03.06.2019 14:36
    Highlight Highlight Eine BeweislastERLEICHTERUNG ist keine Umkehr der Beweislast wie gewisse Leser hier behaupten. Ein Tatbestand muss zwar nicht bewiesen aber glaubhaft gemacht werden. Das bedeutet nicht, dass reine Behauptungen genügen. Auch bei Beweislasterleichterungen müssen Tatsachen angeführt werden die den Tatbestand als wahrscheinlich erscheinen lassen. Dem sollte man Rechnung tragen bevor man hier behauptet, dass eine solche Änderung "Tür und Tor" für Fehlurteile öffnet. Zumal dies in anderen Ländern schon gelebt Praxis ist, wie dem Text zu entnehmen ist.

    • walsi 03.06.2019 14:58
      Highlight Highlight @blue7: Mann fährt mit Arbeitskollegin im Lift, diese behauptet dann er häte ihr an den Po gefasst und bricht dabei in Tränen aus. Nun erkläre mal glaubhaft, dass das nicht stimmt.
    • Rabbi Jussuf 03.06.2019 15:27
      Highlight Highlight Das ist alter Käse.
      So wird schon lange der Grossteil von Fällen entschieden.
      Was die zusätzliche "Beweislasterleichterung" zur Folge hat, dürfte eigentlich klar sein:
      Es bleibt am Angeschuldigten hängen, sich glaubhaft zu verteidigen, inklusive Beweisbeschaffung. Ganz praktisch läuft es darauf hinaus, dass es eben doch eine Beweislastumkehr geben würde.
    • Toerpe Zwerg 03.06.2019 15:42
      Highlight Highlight "Das bedeutet nicht, dass reine Behauptungen genügen."

      Doch, wenn sie glaubhaft sind schon.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 03.06.2019 14:31
    Highlight Highlight Wenn er genügend Unterschriften für ein Postulat oder eine Motion zusammenbringt, reden wir wieder darüber. Vorher ist es einfach Wahlkampf.

    Come on Parlamentarische Initiative!

    Wann wird diese je im Rat behandelt? 2020?
  • LCT 03.06.2019 14:29
    Highlight Highlight "Hinter all diesen Fragen zu Belästigung oder sexueller Gewalt steht die – sehr männliche – Angst, zu Unrecht verurteilt zu werden."

    Das Bedürfnis, nicht seine Unschuld beweisen zu müssen ist menschlich, nicht männlich.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 03.06.2019 14:27
    Highlight Highlight Mitte wählt nicht mehr diese Partei!
    • mille_plateaux 03.06.2019 16:57
      Highlight Highlight Welche Mitte?
      Entweder man ist LiberaleR oder SozialistIn. Die «Mitte» ist ein Ammenmärchen, um Menschen mit grundsätzlich intaktem Moralkompass zu SteigbügelhalterInnen alter Männer zu degradieren. ⚡️
    • Diavolino666 03.06.2019 17:30
      Highlight Highlight @mille_plateaux
      Du hast "weisser" vergessen - "alter weisser Männer" ;-) Willkommen in der Schlagwort-Schlacht.

      Schwarz-Weiss-Denken (links/rechts, gut/böse) ist schön einfach, wie?
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 03.06.2019 17:52
      Highlight Highlight Es ist ein Tippfehler. Ich wollte "bitte" schreiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Widmer 03.06.2019 14:26
    Highlight Highlight Das widerspräche jedem normalem Rechtsempfinden, dass der Täter beweisen müsste, dass er die Tat nicht begangen hätte. Ein wirklich guter Lösungsansatz für das Problem ist das nicht. Und wahrscheinlich haben den juristischen Klamauk noch SP-Juristinnen entwickelt.
  • Th. Dörnbach 03.06.2019 14:26
    Highlight Highlight Dann will ich gleichzeitig eine komplette Videoüberwachung des Arbeitsplatzes und der öffentlichen Plätze. Nur so liesse sich die Unschuld nachweisen.
    • mille_plateaux 03.06.2019 17:08
      Highlight Highlight ...konsequenterweise müssten Sie dann fordern, dass Arbeitsplatz und Öffentlichkeit komplett überwacht werden müssen. Denn nur so liesse sich die Schuld derer beweisen, die über 400'000 Schweizerinnen belästigt haben.

      Ihre inhaltliche Alternative: Lieber werden weiter Mütter, Töchter, Schwestern und Tanten hunderttausendfach konsequenzlos angegangen, als dass auch nur ein Mensch zu unrecht drunter kommen könnte.

      Na? Wo steckt nun Ihres Pudels Kern?
    • Th. Dörnbach 03.06.2019 19:42
      Highlight Highlight Das sind ja meine Forderungen im Fall, dass der Vorstoss durchkommen sollte 🙂
    • mille_plateaux 04.06.2019 10:41
      Highlight Highlight Und im Fall, dass er nicht durchkommt?
  • B-Arche 03.06.2019 14:25
    Highlight Highlight Es ist leider auch das weswegen Trump die Wahl gewonnen hat.
  • Glenn Quagmire 03.06.2019 14:24
    Highlight Highlight Wenn eine Frau heute behaupten würde ein Mann habe sie belästigt, ist das heute schon eine Vorverurteilung für ihn.
    • The Destiny // Team Telegram 03.06.2019 21:24
      Highlight Highlight Das möchte ich nicht von Glenn quagmire hören ;)
    • Glenn Quagmire 04.06.2019 15:01
      Highlight Highlight The Destiny: gigety...
  • Neruda 03.06.2019 14:22
    Highlight Highlight Ehm... Das ist wohl die dümmste Lösung für ein schwerwiegendes Problem. Sexuelle Übergriffe mit der teilweisen Auflösung der rechtsstaatlichen Prinzipien zu bekämpfen, von Politikern sollte man wirklich mehr erwarten können. Und als Linker ägert mich das umso mehr.
  • Crissie 03.06.2019 14:21
    Highlight Highlight Das ist doch wieder einmal völlig unausgegorener Nonsens! Jede Frau kann also dann behaupten, sie sei belästigt worden, auch wenn es nicht stimmt. Und dann muss der unschuldige Beschuldigte tatsächlich beweisen, dass er sich nichts hat zuschulden kommen lassen??
    Ich würde gut verstehen, wenn Männer nicht mehr mit Frauen zusammen arbeiten wollten!
    • mille_plateaux 03.06.2019 17:13
      Highlight Highlight Zur Zeit kann jede Frau noch so sehr beteuern, DASS sie belästigt wurde. Offenbar wird das real existierende Unrecht an hunderttausenden (!!!) Frauen kleiner bewertet als das potentielle in wenigen Ausnahmefällen.

      Interessanterweise sind nämlich weder aus Deutschland, noch aus Frankreich Horrorberichte zu vernehmen, wonach Männer massenweise (oder nur schon ausnahmsweise) Unrecht widerfahre.
    • Rabbi Jussuf 03.06.2019 23:53
      Highlight Highlight mille
      Ach ja? Denkst du wirklich solche Fälle kämen irgendwo in der Zeitung?
      Abgesehen davon landen viele Fälle nicht einmal vor Gericht, weil der Ruf eh schon zum Teufel ist und wie gesagt, das Beweisen der Unschuld praktisch unmöglich ist.
      Einstellung des Verfahrens mangels Beweisen? Mit der vorgeschlagenen Regelung hiesse das, am Angeschuldigten bleibt immer etwas hängen. Sein Ruf ist beschädigt.
      Kennen wir doch alles schon von den USA.
      Habe dort selber einen solchen Fall miterlebt.
    • mille_plateaux 04.06.2019 10:39
      Highlight Highlight Unser Rechtssystem (wie auch unsere Medienlandschaft) sind eher mit Deutschland und Frankreich als mit den USA zu vergleichen. Keine Ahnung, warum sich alle auf die USA einschiessen. Scheint mir unheimlich hysterisch, meilenweit an der Sache vorbei,
      Und warum sollten solche Fälle nicht in der Zeitung kommen? Sind's die Illuminati? Die Freimaurer? Wenn ich sehe, wie Frauen heute durch den Kakao gezogen werden, wenn IHNEN Unrecht angetan wird; wie respektlos ihre Anliegen behandelt werden, sind mir die panischen Reaktionen hier echt unheimlich.
      Frauenrechte sind wohl cool - bis es ernst wird.
  • Panna cotta 03.06.2019 14:15
    Highlight Highlight Das Opfer muss den Übergriff nicht beweisen, sondern glaubhaft machen. Daraus zu schliessen, der der mutmassliche Täter seine Unschuld beweisen muss, ist so nicht richtig: Auch er muss "bloss" seine Unschuld glaubhaft machen.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 03.06.2019 15:05
      Highlight Highlight Oke und wie soll er seine Unschuld "glaubhaft" machen?
    • Panna cotta 03.06.2019 16:39
      Highlight Highlight So wie das Oper dessen Schuld "glaubhaft" machen muss. Das ist ja das Problem an der Sache, und für den Richter wird es alles andere als einfach sein. Deshalb das "bloss" in Anführungszeichen für diejenigen unter und uns, die Gelesenes gerne falsch verstehen.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 03.06.2019 17:13
      Highlight Highlight Das ist das Problem, man löst es jedoch nicht, indem nun einfach der oder die potentielle TäterInn seine Unschuldbeweisen muss.
      Das ist wie wenn mir ein Christ oder Muslim sagen würde, beweise mir die nicht-existenz Gottes.
      So läuft das nicht.
  • David Ruppolo 03.06.2019 14:14
    Highlight Highlight Ich werde dann nie mehr in einem Lift mit einer Frau steigen, man kann ja nie wissen ... das ist auch "gelebte Praxis" in den USA. Sexuelle Belästigung gleich welcher Art ist ein klares No-Go, aber dieser Vorschlag schiesst hier klar übers Ziel hinaus.
  • ciaociao 03.06.2019 14:13
    Highlight Highlight Wie sollte jemand bitte beweisen können, dass er die KV-Angestellte im Aufzug nicht unsittlich berührt hat? Müssen wir jetzt mit Go-Pros auf den Kopf geschnallt durch den Alltag gehen und alles mit dieser Dash-Cam aufzeichnen?

    Hirnverbrannt und kommt wie in den Staaten so oft bewiesen vielmals zu Falschanschuldigungen. Mir gefällt da das Beispiel, wo ein vermeintlicher Sexualoffender nach Jahren im Gefängnis im Gespräch mit der Klägerin diese zu einem Geständnis brachte und gleichzeitig heimlich aufnehmen konnte.

    Habe mir schon mal abgewöhnt, alleine mit einer fremden Frau Lift zu fahren.
    • Rabbi Jussuf 03.06.2019 15:17
      Highlight Highlight Hashtag
      Wie soll er beweisen, dass er sie NICHT unsittlich berührt hat????

      Wenn schon denken, dann aber richtig...
    • Füdlifingerfritz 03.06.2019 15:42
      Highlight Highlight @Hashtag
      Die Begriffe "Unschuldsvermutung" und "Rechtsstaat" sind Ihnen geläufig?
    • mille_plateaux 03.06.2019 17:20
      Highlight Highlight Öh, dass genau die von Ihnen beschriebene Situation - alles mit GoPros und Dashcams aufnehmen müssen, will man zu seinem Recht kommen - die gelebte Realität ALLER Frauen in der Schweiz darstellt, ist Ihnen beim Schreiben aber auch aufgefallen. Hoff ich. Daher meine Frage: Setzen Sie sich mit der selben Vehemenz für die 400'000 Frauen ein, die nach aktueller Rechtslage in vier von fünf Fällen leer ausgehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • luegeLose 03.06.2019 14:11
    Highlight Highlight Besser nicht, sonst muss man sich überlegen, ob man Frauen einstellen will. Ob man mit Frauen in den gleichen Aufzug, das gleiche Sitzungszimmer, Tisch im Kaffee sitzen will.
    • FrancoL 03.06.2019 14:31
      Highlight Highlight Es geht auch anders rum! ich habe 60% Mitarbeiterinnen und leider muss ich feststellen, dass von Seiten dieser Mitarbeiterinnen immer wieder Anschuldigungen gegen Externe vorgebracht werden. Aber es sich mehr als schwer erweist diese Anschuldigungen auch zu beweisen. Ich habe mich bemüht einigen Fällen nachzugehen und der Beschuldigte hat immer beteuert dass er gar nichts gemacht hat. Da muss sich mich fragen: Sind meine Mitarbeiterinnen alles Lügnerinnen? Alles Frauen (die meisten auch noch mit einem guten bis sehr guten Ausbildung) die gerne einfach mal Männer beschuldigen?
    • walsi 03.06.2019 15:29
      Highlight Highlight @FrancoL: Typ A sagt zu deiner Mitarbeiterin, dass sie hübsch und ihr Outfit heiss ist. Weil er ihr gefällt sieht sie es als Kompliment. Typ B sagt genau das Gleiche, er ist ihr aber unsympathisch und sie findet ihn eklig. Sofort empfindet sie es als Belästigung.
    • FrancoL 03.06.2019 15:55
      Highlight Highlight @walsi; Es ist mir Wurst was er sagt, aber ob A oder B ihr an den Hintern fassen, das ist mir nicht egal. Und da dies mir verschiedentlich rapportiert wurde und ich nicht annähme dass bei eine Dutzend Fälle immer meine Mitarbeiterinnen lügen, fände ich es sinnvoll dass etwas in der Sache geht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dmnk 03.06.2019 14:10
    Highlight Highlight Man kann es Frauen auf dem Arbeitsmarkt ja auch noch schwerer machen... Ich würde jedenfalls keine Frauen mehr einstellen.
    • Hierundjetzt 03.06.2019 14:29
      Highlight Highlight Ach sexuelle Belästigung zwischen Männern gibt es nicht? Soso
  • The Count 03.06.2019 14:10
    Highlight Highlight Als einfacher Workaround können Personen, welche ihre Unschuld beweisen müssen, einfach ebenfalls Anzeige erstatten. So muss dann die andere Person ihrerseits ebenfalls beweisen dass sie unschuldig ist 🤷🏻‍♂️
    Gern geschehen.
    • Lienat 03.06.2019 15:32
      Highlight Highlight Und das beste Daran: Mindestens zwei Anwälte haben wieder Arbeit für ein paar Tage.

      BIP erhöht, gern geschehen.
  • specialized 03.06.2019 14:09
    Highlight Highlight Was wäre denn das für eine „Reihe von Hinweisen“?
  • Ohniznachtisbett 03.06.2019 14:06
    Highlight Highlight Ich verstehe es so: Heute sagt eine Frau "Mitarbeiter X fasst mir an den Po. Ich fühle mich belästigt". X verneint. Aussage gegen Aussage, in dubio pro reo = Freispruch. Neu sagt eine Frau "Mitarbeiter X fasst mir an den Po. Ich fühle mich belästigt". X verneint. Aussage gegen Aussage, X wird verurteilt. Das würde Tür und Tor öffnen um unbeliebte Arbeitskollegen loszuwerden. Oder verstehe ich etwas falsch?
    • The Count 03.06.2019 15:13
      Highlight Highlight X soll schlicht ebenfalls behaupten sexuell belästigt zu werden. Problem solved!
    • DerRabe 03.06.2019 17:31
      Highlight Highlight @TheCount, leider nicht: Dadurch werden beide zu unrecht verurteilt und haben mit den Konsequenzen zu leben. Das ist nicht Recht, das ist Rache!
    • The Count 03.06.2019 21:46
      Highlight Highlight Natürlich ist es Rache, aber offenbar das einzig probate Mittel für eine nicht zerstörte Reputation.
  • Pinkerton 03.06.2019 14:05
    Highlight Highlight Danke, SP, nun sollte wirklich jeder und jedem klar sein, was ihr von Rechtsstaatlichkeit und Unschuldsvermutung hält: Nichts. Ausser eure Klientel ist davon betroffen, dann ists natürlich gaaaanz anders.
    • Chriguchris 03.06.2019 14:22
      Highlight Highlight Das hat doch nicht mit der SP zu tun. Diese Attitüde zieht sich von links nach rechts und wieder zurück.... Da geben sich SP wie SVP die Hand....
    • FrancoL 03.06.2019 14:58
      Highlight Highlight Die Beweislasterleichterung existiert doch schon am Arbeitsplatz, also die Rechtsstaatlichkeit ist da auch schon ein Stück weit geritzt!
      Guck doch einmal ins Arbeitsrecht hinein und dann erklärst Du mir, ob da immer das Prinzip der vollständigen Beweislast beim Klagenden gegeben ist.
    • Ohniznachtisbett 03.06.2019 16:08
      Highlight Highlight Der Unterschied ist jedoch, dass Arbeitsrecht privatrechtlich ist, also aus einem Vertrag heraus. Sexuelle Belästigung jedoch ist Strafrecht, also öffentliches Recht. Das ist ein feiner aber entscheidender Unterschied. Ausser ich verstehe etwas an dem Vorstoss völlig falsch...
    Weitere Antworten anzeigen
  • fidget 03.06.2019 14:04
    Highlight Highlight Auch wenn Herr Reynard am Ende etwas anderes behauptet, faktisch wäre das die Umkehrung der Beweislast. Ein zu Unrecht Beschuldigter kann nichts beweisen, was er nie getan hat. Das würde Tür und Tor für Fehlurteile öffnen. Diese "männliche" Angst ist in Zeiten von "#metoo" gar nicht so unbegründet. Es ist schon gut, so wie es jetzt ist, und die Unschuldsvermutung muss immer noch höher gewichtet werden.
    • Rugelsmeitschi 03.06.2019 15:47
      Highlight Highlight wer sich korrekt verhält, muss sich nicht vor Bewegungen wie #metoo oder dem Gesetz fürchten.
    • Tapsi 03.06.2019 15:52
      Highlight Highlight es ist bei diesen erschreckend hohen Zahlen eben nicht "schon gut, so wie es jetzt ist" - ob der Ansatz von Herrn Reynard richtig ist, kann ich zu wenig beurteilen. Aber dass etwas geändert werden MUSS (!), sollte ausser Frage stehen.
  • Dmnk 03.06.2019 14:03
    Highlight Highlight Auf wiedersehen Rechtsstaat... Auch als linker ist die SP einfach nicht mehr wählbar.
  • RatioRegat 03.06.2019 14:02
    Highlight Highlight Ich weise darauf hin, dass diese Forderung nichts mit der geforderten Reform des Sexualstrafrechtes zu tun hat.

    Hier geht es alleine um arbeitsrechtliche Regelungen.
    • The Emperor 03.06.2019 14:55
      Highlight Highlight Das stimmt natürlich. Trotzdem ist die Versuchung sehr gross, 5 Jahre später solch ein "Erfolgsmodell" auch im Strafrecht zur Anwendung zu bringen. Darüber hinaus ist es, wie zutreffend festgehalten wurde, nochmal viel schwieriger, die Unschuld als die Schuld zu beweisen. Der Grundsatz, nachdem ein Negativum grds nicht bewiesen werden kann, zieht sich mit gewissen Ausnahmen, durch die ganze Rechtsordnung.
    • RatioRegat 03.06.2019 16:25
      Highlight Highlight Die Gefahr, dass eine solche Regelung ins Strafrecht übernommen wird, schätze ich als äusserst gering ein.

      Der Wiederstand gegen solche Beweisregeln im Strafrecht ist sehr gross. Im Rahmen des zweiten Massnahmenpakets zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität wurde bei der Einziehung von Vermögenswertenn von kriminellen Organisationen eine Beweislastumkehr eingeführt.

      Diese wird aber von den Gerichten praktisch nie angewendet - auch in Fällen, die eigentlich in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen würden.

      Und bei der Einziehung handelt es sich nicht einmal um eine Strafnorm.
  • Hierundjetzt 03.06.2019 14:02
    Highlight Highlight Ein wenig chaotisch seine Argumentation ☺️

    Darum reichte es auch nur für eine PI, da niemand seine Motion oder sein Postulat mit-unterschreiben wollte.

    Nicht mal seine Parteigenossen.

    Konkret: wieviel Anzeigen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz gab und gibt es den (es geht in der PI nur um den AP)

    Ist der Arbeitsplatz neuerdings ein Hochrisikogebiet für Frauen?

    Warum soll die Fürsorgepflicht des AG plötzlich nicht mehr gelten?

    Wie gesagt, viel Wind um nichts.

    Das Schwerpunkt einer sexuellen Belästigung findet doch eher im privaten Umfeld statt und nicht in der Buchhaltung
    • winglet55 03.06.2019 14:13
      Highlight Highlight Jede einzelne sexuelle Belästigung ist zuviel, ob in der Buchhaltung oder im privaten Bereich ist eigentlich scheiss egal. Wer je sexuell Belästigt wurde weiss was für eine Belastung das das darstellt.
      Kurz, einfach ein NoGo!
    • winglet55 03.06.2019 14:24
      Highlight Highlight Anmerkung für die Blitzer, ich erinnere mich noch genau an die kreidetrockene Hand meines Religionslehrers, nicht beim Händeschütteln, versteht sich.......
    • Hierundjetzt 03.06.2019 14:27
      Highlight Highlight Um das geht es eben gerade nicht.

      Es geht darum, dass Grundsätze des Rechtsstaates im Arbeitsgesetz bzw Zivilrechts fundamental geändert werden sollen.

      Dazu hat bereits die Rechtskommission des NR nein gesagt.

      Änderungen zu Gunsten der Opfer sehr gerne.

      Nur (!) im Arbeitsrecht? Keine Chance.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 03.06.2019 14:01
    Highlight Highlight "Zum anderen gehöre die Unschuldsvermutung zu den Grundprinzipien eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens, schreibt die Rechtskommission des Nationalrats, welche den Text im Februar 2019 prüfte. Sie lehnt eine entsprechende Beweislasterleichterung denn auch ab. In Fällen sexueller Belästigung würde es dem Arbeitgeber zudem kaum je gelingen, einen Nachweis zu erbringen, dass keine Diskriminierung vorliegt,..."


    Jede weitere Diskussion erübrigt sich.
  • Toaster97 03.06.2019 14:01
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig, sobald es dem Richter Wahrscheinlich erscheint (was dies auch immer erfordern würde) müsste man bei einer Anschuldigung seine Unschuld beweisen?

    Wenn ja, wie bitte soll man in so einem Fall, Aussage gegen Aussage, seine Unschuld beweisen können?

    Es gibt gute gründe für den Grundsatz In dubio pro reo..
    • winglet55 04.06.2019 07:35
      Highlight Highlight in dubio pro reo, wird ja nicht in Frage gestellt, nur die Beweislage wird umgekehrt. wird bei andern Gelegenheiten gerne auf den Täterschutz verwiesen, scheint mir hier läuft es hier genau so, der Täter wird geschützt und das Opfer blossgestellt.
  • Pümpernüssler 03.06.2019 14:00
    Highlight Highlight 🤣🤣🤣🤣 aber klar doch! so senken sich ja die fehlbeschuldigungen. was rauchen die denn bloss bei der SP?
  • Hexenkönig 03.06.2019 13:59
    Highlight Highlight Gibt es irgendwo Dashcams für Menschen zu kaufen?
    • Thisguy 03.06.2019 15:01
      Highlight Highlight Ja, nennt sich Bodycam und ist schon bei diversen Polizeien im Einsatz.
      Traurig wäre es dennoch wenn diese jederman(n) tragen müsste.
  • Schso 03.06.2019 13:54
    Highlight Highlight Die Unschuld ist in solchen Fällen noch ungleich schwerer zu beweisen als die Schuld. Ausserdem muss in einem Rechtstaat wie der Schweiz nach wie vor die Unschuldsvermutung gelten.
    Trotzdem heikles Thema, denn oft bleibt die sexuelle Belästigung im Verborgenen und wird schweigend ertragen - was definitiv auch kein annehmbarer Zustand ist.
    • FrancoL 03.06.2019 14:19
      Highlight Highlight Na was denn? Zwei Aussagen die sich beissen und was soll man da tun? Nichts?
    • FrancoL 03.06.2019 14:50
      Highlight Highlight Lässt man die Unschuldsvermutung einfach stehen, dann wird in den allermeisten Fällen nichts passieren, denn die Übergriffe finden ja nicht offen im Beisein von einigen Zeugen statt. Man muss einen Zwischenweg beschreiten, denn sonst wird gar nichts passieren.
    • walsi 03.06.2019 15:31
      Highlight Highlight @FrancoL: Ja man sollte nichts tun. Ist heute so, im Zweifel für den Angeklagten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Markus97 03.06.2019 13:52
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • DieFeuerlilie 03.06.2019 14:03
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Platon 03.06.2019 14:04
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    • Markus97 03.06.2019 14:21
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
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  • I don't give a fuck 03.06.2019 13:51
    Highlight Highlight Haben sie das unglaublich intelligente amerikanische Justizsystem als Vorbild genommen? Genies...

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