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Gründer Klaus Schwab ist nicht am WEF

Gründer Klaus Schwab ist nicht am WEF

16.01.2026, 15:0816.01.2026, 17:52

Klaus Schwab wird nach mehr als 50 Jahren als Aushängeschild des von ihm gegründeten Weltwirtschaftsforums (WEF) beim Jahrestreffen in Davos nicht dabei sein. Er werde auf Reisen sein, sagte Schwab der Nachrichtenagentur DPA.

FILE - Klaus Schwab, Chairman of the World Economic Forum attends the opening of the Annual Meeting of World Economic Forum in Davos, Switzerland, Jan. 16, 2024. (AP Photo/Markus Schreiber, File)
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Klaus Schwab ist in Januar auf Reisen.Bild: keystone

Er hoffe, dass in Davos bei allen politischen Problemen, die die Menschen verständlicherweise beschäftigen, trotzdem Zeit bleibe, über Zukunftsfragen nachzudenken – das Kernanliegen des Forums. Unter anderem werden in Davos US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet.

Der heute 87-jährige deutsche Ökonom war im Frühjahr 2025 auf Druck des Vorstands von seinen Funktionen zurückgetreten, nachdem anonyme Vorwürfe über angebliches Fehlverhalten gegen ihn erhoben worden waren. Eine Anwaltskanzlei stufte die Vorwürfe nach einer Untersuchung als haltlos ein. Es habe eine Einigung mit dem WEF gegeben, den Weg «für eine fruchtbare Zusammenarbeit in der Zukunft» zu ebnen, teilte Schwabs Sprecher anschliessend mit.

Schwab hatte die Stiftung World Economic Forum (WEF) 1971 gegründet. Sie gilt als eine der wichtigsten Plattformen für Spitzenpolitiker, Top-Manager, Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt, um Zukunftsfragen zu erörtern.

Schwab schreibt privat an einer Buch-Serie über die Auswirkung der Künstlichen Intelligenz auf die Menschen. Gerade kam ein neuer Band heraus: «Restoring Truth and Trust» – Wahrheit und Vertrauen wiederherstellen. «Wenn ich mir die Welt zu Beginn des Jahres 2026 anschaue, bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass all unsere Bemühungen – technologischer, wirtschaftlicher, bildungspolitischer oder politischer Art – letztlich bedeutungslos sein werden, wenn es uns nicht gelingt, die beiden Grundlagen wiederherzustellen, auf denen jede Gesellschaft beruht: Wahrheit und Vertrauen», schrieb Schwab. (dab/sda/dpa)

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