Schweiz
USA

WEF 2026: Wer kommt, wie Trump anreist – das musst du alles wissen

A US Air Force C-17 Globemaster transport aircraft is unloaded on the tarmac at Zurich Airport on Tuesday, January 13, 2026, in Zurich, Switzerland. US President Donald Trump will attend the 2026 Worl ...
Trumps Vorbote: Ein amerikanisches Transportflugzeug, das bereits am letzten Dienstag in Zürich gelandet ist. Bild: keystone

Wer kommt, wie Trump anreist: Das musst du zum WEF wissen

Seit Montag läuft in Davos das Weltwirtschaftsforum. Eine Rekordzahl an Staatschefs ist angemeldet. Zu reden dürfte aber vor allem einer geben.
14.01.2026, 20:3520.01.2026, 11:20
Yann Lengacher
Yann Lengacher

Wer sind die wichtigsten WEF-Gäste?

Das World Economic Forum (WEF) versammelt hochrangige Unternehmer, etwa Microsoft-Chef Satya Nadella, UBS-CEO Sergioi Ermotti oder Novartis-CEO Vas Narasimhan. Rund 1700 Top-Manager sind angemeldet.

Der mit Abstand wichtigste Gast ist dieses Jahr aber US-Präsident Donald Trump. Im Vorjahr hatte er noch per Videoschalte teilgenommen, nun wird er nach Davos reisen. Ihm folgen unter anderen Aussenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent sowie der Handelsbeauftragte Jamieson Greer.

Weitere namhafte Gäste aus der Politik sind der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Israels Präsident Isaac Herzog, Mohammed Mustafa, der Premierminister der Palästinenserbehörde und Argentiniens Präsident Javier Milei. Ausserdem kommt He Lifeng, der stellvertretende Ministerpräsident von China mit einer grossen Delegation. Vonseiten EU sind EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz vertreten.

Der Bundesrat wird mit Guy Parmelin, Karin Keller-Sutter, Ignazio Cassis und Martin Pfister gleich vierfach vertreten sein.

Insgesamt sind 64 Staatschefs angemeldet. Das ist gemäss dem neuen WEF-Chef WEF-Chef Børge Brende ein Rekord, wie er an einer Pressekonferenz am Dienstag erzählte.

Auch dabei sind die Vertreter internationaler Organisationen wie UNO-Generalsekretär António Guterres.

Wie reist Trump ans WEF?

Donald Trump fliegt mit der «Air Force One» zum Flughafen Zürich. Früher verstand man unter der «Air Force One» jedes Flugzeug, das den amerikanischen Präsidenten transportierte. Mittlerweile bezeichnet der Begriff eine von zwei stark modifizierten Boeing 747, wie es auf der offiziellen Website des Weissen Hauses heisst.

Für die Weiterreise nach Davos bestehen danach zwei Möglichkeiten. Bei guten Wetterbedingungen kommt wohl ein Helikopter-Konvoi zum Zug. Trump würde voraussichtlich bei einem provisorischen Flughafen am Davosersee landen, wie dies bei seinem Besuch 2020 der Fall war. Danach ginge es mit dem Konvoi ins nahegelegene Hotel Alpengold, der vorübergehenden Bleibe des amerikanischen Präsidenten.

Apropos Konvoi: Sollte das Wetter zu schlecht für den Heli-Flug sein, kommt die präsidiale Limousine zum Zug, das «Biest». Das gepanzerte Fahrzeug wäre Teil einer langen Fahrzeugkolonne bestehend aus Motorrädern, sowie Doppelgänger- und Überwachungsfahrzeugen.

Das Militärtechnologieportal twz.com bezeichnete den präsidialen Konvoi mal als «rollendes, gepanzertes weisses Haus». Im Schlepptau hätte der Präsident damit eine Notfall-Einsatzgruppe, sein Kommunikationsbüro sowie medizinische Versorgungsmöglichkeiten. Die Zusammensetzung des Konvois kann variieren, dürfte aber aus den folgenden Grundelementen bestehen:

Trump motorcade overview

Stehe ich im Stau, wenn Trump mit einem Fahrzeug-Konvoi nach Davos reist?

Auf Fragen zu möglichen Verkehrseinschränkungen antwortet die Kantonspolizei Zürich, dass sie aus polizeitaktischen Gründe keine Auskunft gebe. Vor rund sechs Jahren erklärte ein Sprecher der Zürcher Kantonspolizei dem «Blick», dass zwar nicht mit grossen Verkehrseinschränkungen zu rechnen sei, aber mit kurzen Wartezeiten bei Autobahneinfahrten. Damals entschieden sich die Amerikaner für Trumps Heimreise auf den Strassenkonvoi zu setzen, anders als ursprünglich angekündigt war.

Wie sieht Trumps Programm am WEF aus?

Gemäss einem Journalisten der Finanznachrichtenagentur «Bloomberg» reist Trump am Dienstag nach Davos.

Am Mittwochnachmittag um 14.30 Uhr soll der amerikanische Präsident dann eine Ansprache am WEF halten. Um 15.45 folgen Kurzgespräche mit europäischen Staats- und Regierungschef. Dabei könnte es sich um das von Trump angekündigte Treffen handeln, bei dem es um Grönland gehen soll. Um 17.25 Uhr findet ein Empfang mit Wirtschaftsvertretern statt.

Am Donnerstag um 10.30 steht eine Erklärung des «Friedensrats» auf Trumps Agenda. Dabei handelt es sich um ein neues, von den Amerikaner initiiertes Gremium, das einen Frieden in Gaza schaffen soll. Laut Medienberichten haben rund 60 Staaten eine Einladung für den Friedensrat erhalten, darunter auch Deutschland und Russland. Schliesslich fliegt Trump im Verlauf des Donnerstags zurück in die USA.

Was gibt am WEF zu reden?

Das Motto des WEF lautet dieses Jahr «A Spirit of Dialogue». Es ist eine Anspielung auf die herausfordernde geopolitische Lage. Auf dem Programm steht etwa die Frage, wie Kooperation trotz wachsender globaler Spannungen möglich bleibt. Medial und politisch dürfte aber primär beschäftigen, was Donald Trump sagt.

Er soll am Mittwochnachmittag eine Rede halten. Damit ist bereits absehbar, dass es am WEF zu einem Spagat zwischen den tatsächlichen und den offiziellen Gesprächsthemen kommt. Gemäss Programm soll es am WEF auch um Wohlstand innerhalb der planetaren Grenzen gehen. Es ist nicht davon auszugehen, dass Klima- und Naturschutz in Trumps Rede eine Rolle spielen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese Politikerinnen und Politiker kommen ans WEF
1 / 15
Diese Politikerinnen und Politiker kommen ans WEF
Stargast des Weltwirtschaftsforums (WEF) ist wohl auch in diesem Jahr wieder Wolodymyr Selenskyj.
quelle: pd
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wenn das WEF ein Festival wäre
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
82 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Pointless Piraña
14.01.2026 20:51registriert Dezember 2019
Wo muss man sich hinstellen, damit Trump das Pedophile protector-Schild auch wirklich gut erkennen kann?
1735
Melden
Zum Kommentar
avatar
FYA
14.01.2026 20:58registriert März 2014
Ein WEF hat mit der Teilnahme eines Trumps die Legitimität und den Sinn verloren.
14613
Melden
Zum Kommentar
avatar
Giusep
14.01.2026 20:55registriert August 2019
Ich hoffe, dieses Riesentheater, welches dazu dient solchen Despoten wie dem Ami Präsidenten, auch noch eine Platform zu geben und seinen schweizer Schleimspurpolitikern eine weitere Möglichkeit zum Bückling zu ermöglichen -ich hoffe es geht mal richtig schief.
1368
Melden
Zum Kommentar
82
Warum die SRG für ein Nein kämpfen muss
Die Volksinitiative zur «Halbierung» der SRG-Gebühr stösst auf beachtliche Zustimmung. Dafür gibt es verschiedene Gründe, die zumindest teilweise selbst verschuldet sind.
Die Katastrophe in Crans-Montana und die globalen Turbulenzen haben die Schweizer Innenpolitik zum Auftakt des Jahres an den Rand gedrängt. Dabei findet am 8. März die erste Abstimmung in einem reich befrachten Jahr statt. National sind vier Themen traktandiert, und in einem Fall dürfte es eng werden. Dies zeigt die erste Abstimmungsumfrage von Tamedia/Leewas.
Zur Story