DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Schweiz, ein Volk von Einzel-Wohnern



Blick aus einer Wohnung im 21. Stock des neuen SBB Gebaeudes fotografiert anlaesslich der Begehung des neuen SBB Gebaeudes am Meret Oppenheimer Platz beim Bahnhof SBB, Basel am Freitag, 7. Juni 2019. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Wohnen in der Schweiz: Über ein Drittel tut's alleine. Bild: KEYSTONE

Der Single-Haushalt ist mit Abstand die meistverbreitete Wohnform: In 36 Prozent der 3,8 Millionen Privathaushalte lebt jemand allein. Am zweithäufigsten sind Familienhaushalte mit Kindern (29,3 Prozent), knapp gefolgt von kinderlosen Paar-Haushalten (27,2 Prozent).

Bild

1,4 Millionen Schweizer Haushalte (38 Prozent) sind im Wohneigentum untergebracht, die Hälfte davon in einem Einfamilienhaus. Das zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) für das Jahr 2019.

2,3 Millionen Haushalte wohnten zur Miete und bezahlten dafür im Schnitt monatlich 1362 Franken. Der Betrag steigt seit 2015 kontinuierlich an, im Schnitt um jährlich 1 Prozent. 2015 betrug die Durchschnittsmiete 1306 Franken, zwei Jahre später 1329 und 2018 noch einmal 18 Franken mehr.

62 Prozent der Mieterhaushalte gaben im Berichtsjahr 1000 bis 1999 Franken dafür aus, ein Viertel kam mit weniger als 1000 Franken weg. Am günstigsten wohnen die über 65-Jährigen – sei es, weil sie sich nicht mehr leisten können oder weil sie dank langjährigen Mietverhältnissen weniger bezahlen. Mittlere Mieten bezahlen die unter 25-Jährigen, am meisten die 25- bis 64-Jährigen.

Konkret gaben Rentner für 3 Zimmer im Schnitt 1135 Franken aus, Junge 1236 Franken, während das traditionell berufstätige Alterssegment von 25 bis 64 Jahren 1350 für eine Dreizimmerwohnung hinblätterte.

Jura am günstigsten, Zug am teuersten

Erheblicher sind die regionalen Unterschiede. Wer beim Wohnen sparen will oder muss, zieht am besten in den Jura, wo eine 3-4-Zimmerwohnung schon für durchschnittlich 967 Franken zu haben ist.

Wer nicht aufs Geld schauen muss, kann sich den Kanton Zug leisten, wo dieselbe Wohnungsgrösse mit 1883 Franken im Schnitt zu Buche schlägt. In der Region Zürich muss man mit 1663 Franken, in Genf mit 1508, in der Waadt mit 1486 und in Bern mit 1283 Franken Miete rechnen.

«Fortsetzungseltern» sind selten verheiratet

An den Mieten am härtesten zu beissen haben dürften die Einelternfamilien: 16,2 Prozent der 1,1 Millionen Familienhaushalten haben diese Form, von ihnen bestehen wiederum 83,2 Prozent oder 150'000 aus alleinerziehenden Müttern mit Kindern. Der Anteil der Einelternfamilien ist von allen Haushalttypen seit 2010 am stärksten angestiegen.

Bild

Drei Viertel der Familienhaushalte – gut 800'000 – haben die «klassische» Form der Ehe, 9,4 Prozent – etwas über 100'000 – sind sogenannte Konsensualpaare. Letztere sind zu über einem Viertel (28,3 Prozent) Fortsetzungsfamilien, das heisst, mindestens eins seiner Kinder stammt aus einer früheren Beziehung. Bei verheirateten Paaren ist das nur in 4,5 Prozent der Fälle so. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Elvis-Villa in Palm Springs zu verkaufen! Wer macht mit?

Endlich sagt mal jemand, wie's ist: Waschen in der Schweiz ist sch*****

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Jetzt knöpft sich Joe Biden die Milliardäre vor

Der US-Präsident will die amerikanische Infrastruktur rundum erneuern. Das Geld holt er sich bei den Superreichen und den Konzernen.

Bei Donald Trump hiess es «Make America Great Again», Joe Biden kontert nun mit «Build Back Better». Während es der 45. Präsident weitgehend bei unerfüllten Versprechen beliess, packt der 46. kräftig zu. Ein 1.9-Billionen-Dollar-Hilfspaket hat er bereits durch den Kongress gepeitscht. Nun folgt der zweite Streich: ein Infrastrukturprogramm, das gegen vier Billionen Dollar kosten wird.

Bereits die Trump-Regierung kündete immer wieder mal «Infrastruktur-Wochen» an, konkrete Taten blieben jedoch …

Artikel lesen
Link zum Artikel