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Die Not der jungen Menschen, meistens Frauen, werden von «Sex-gegen-Miete»-Angeboten schamlos ausgenützt. Dennoch sind solche Anzeigen nicht illegal. (Symbolbild) bild:shutterstock

«Biete Wohnung gegen Sex» – in England nehmen dubiose Wohnungsanzeigen zu



«Vermiete Wohnung für eine junge Frau, die für ein paar Tage ein warmes Bett und warmes Essen braucht. Macht euch keine Sorgen um die Miete. Allerdings müsst ihr offen für alles sein.»

oder

«Gut geeignet für ein hübsches, diskretes Mädchen. Biete grosse und komfortable Einzimmerwohnung. Bin 39 jährig, gross, schlank, weiss und suche ein Mädchen unter 30. Ich habe viele Freunde, also tu einfach so als würdest du bei mir Couch surfen!»

So und ähnlich lesen sich zahlreiche Inserate auf seriösen Anzeigeseiten wie beispielsweise Craigslist.co.uk. Laut einer Recherche der BBC nehmen solche dubiose Wohnungsanzeigen zu – und viele junge britische Studentinnen sehen sich gezwungen solchen Anzeigen nachzugehen. 

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So und ähnlich sehen die dubiosen Anzeigen auf Plattformen wie Craigslist.co.uk aus.  bild: screenshot/craigslist.co.uk

Kern des Problems sind die enorm hohen Mietpreise in den meisten grossen Städten Grossbritanniens. Vor allem junge Menschen leiden darunter, da sie kaum eine Möglichkeit haben, die Wohnungen zu finanzieren. 

«Ich sehe es mehr als eine Win-Win-Situation.»

Anonymer Vermieter 

Die finanzielle Not von jungen Menschen, meistens Frauen, werden von «Sex-gegen-Miete»-Angeboten schamlos ausgenützt. Dennoch sind solche Anzeigen nicht illegal. Einige britische Politiker fordern die Inserateplattformen auf, die dubiosen Anzeigen freiwillig zu entfernen. 

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bild:screenshot/craigslist.co.uk

Win-Win-Situation oder sexuelle Ausbeutung?

Die BBC sprach mit einer Studentin, die sich auf ein Angebot einliess: «Er zeigte mir sein Wohnzimmer und bot mir etwas zu trinken an. Kurze Zeit später gingen wir nach oben in sein Schlafzimmer und hatten Sex. Nach dem dritten Mal fing ich an, mich unwohl zu fühlen. Er macht nur noch das, was er wollte.», so die Studentin.

Die Vermieter auf der anderen Seite verteidigen ihre Angebote. Die BBC sprach mit einem der zahlreichen Inserenten. Dieser verteidigte seine Anzeige und bezeichnete es als ein «Friends with benefits»-Deal und fügte hinzu: «Klar, kann man darüber diskutieren, ob wir die jungen Frauen ausnützen. Doch sie werden nicht dazu gezwungen, einzuwilligen. Sie wissen von Anfang an, auf was sie sich einlassen.» so der Vermieter, der anonym bleiben wollte. «Ich bin der Letzte, der davon ausschliesslich profitieren will. Ich sehe es mehr als eine Win-Win-Situation.»

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bild:screenshot/twitter/vonnymoyes

Und bei uns?

Ob es auch in der Schweiz zurzeit Inserenten gibt, die eine Wohnung gegen Sex anbieten, ist unklar. Tatsache jedoch ist, dass auch hierzulande zahlreiche Mietpreise, vor allem in Zürich, exorbitant hoch sind.

Zudem gilt ein solch dubioser Mietvertrag in der Schweiz laut Obligationenrecht als nichtig. Denn Art. 254 B. OR besagt: «Ein Koppelungsgeschäft, das in Zusammenhang mit der Miete von Wohn- oder Geschäftsräumen steht, ist nichtig, wenn der Abschluss oder die Weiterführung des Mietvertrags davon abhängig gemacht wird und der Mieter dabei gegenüber dem Vermieter oder einem Dritten eine Verpflichtung übernimmt, die nicht unmittelbar mit dem Gebrauch der Mietsache zusammenhängt.» (ohe)

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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 26.04.2017 11:55
    Highlight Highlight Naja eigentlich werden nur männer diskriminiert welche so 0 chance auf die wohnung haben. Die Frauen haben zumindest noch die wahl. Auch wenn vielleicht keine gute....
    25 7 Melden
  • Ökonometriker 26.04.2017 09:29
    Highlight Highlight Angenommen, Sex als Dienstleistung ist ein opportunes Zahlungsmittel, bleiben aber noch viele Fragen offen.
    Wie sieht es mit Sozialleistungen und Versicherungen aus? Als Arbeitsgeber muss der Vermieter diese Decken.

    Wie sieht es mit der Versteuerung des Sex' aus? Kommt da PWC vorbei, geht auch mal drüber und beurteilt dann, wie viel die Dienstleistung wert ist? Oder muss man einfach einmal pro Woche auch beim Steueramt vorbeigehen, um die Steuern zu "bezahlen"?
    7 13 Melden
  • elivi 26.04.2017 04:16
    Highlight Highlight Hmmm mal abgesehn von jungen studenteninnen, gehts jungen männlichen studenten genauso? Oder wie kommen die an günstigen wohnraum?
    Wird nicht bei vermietern weibliche suchende auch bevorzugt? Mit dem klichee sie sind ruhiger, reinlicher und machen weniger ärger?
    Wo im wohnungsmarkt werden jungen männer bevorzugt?
    33 2 Melden
  • pamayer 25.04.2017 22:37
    Highlight Highlight Nach dem dritten Mal fing ich an, mich unwohl zu fühlen. Er macht nur noch das, was er wollte.», so die Studentin.

    Es geht um die sexuelle Befriedigung dieser Typen, nicht etwa um gemeinsam ein erfülltes Sexualleben zu haben.

    Eher Prostitution als was anderes.
    49 3 Melden
    • Sageits 25.04.2017 23:58
      Highlight Highlight Ja, das denke ich auch.
      Von geizigen Typen. Eine hässliche Variante von Schnäppchenjägern.
      17 3 Melden
  • Ruffy 25.04.2017 20:58
    Highlight Highlight Woher kommt eigentlich diese Moralvorstellung, dass es etwas verwerfliches sei mit Sex zu bezahlen oder sich mit Sex bezahlen zu lassen?

    Warum ist in dieser Hinsicht immer gleich von Ausnutzung die Rede?

    Sind wir in dieser Hinsicht etwa nicht so Liberal wie wir denken?

    Wo ist der Unterschied ob ich für eine Wohnung einen Geldbetrag, Nahrungsmittel, Reinigungsdienstleistungen oder Sex verlange?

    Was ist an Sex so anders?
    55 33 Melden
    • Tilman Fliegel 26.04.2017 03:14
      Highlight Highlight Wenn das alle Vermieter machen würden und du keine Wohnung findest, ohne mit einem Grüsel ins Bett zu steigen, wird dir der Unterschied vielleicht klar...
      44 8 Melden
    • who cares? 26.04.2017 05:48
      Highlight Highlight Sex ist eine körperliche und intime Sache -> jemand (vorallem, aber nicht immer, die Frau) macht sich dabei sehr verletzlich. Nach der gleichen Logik müsste eine Vergewaltigung nicht schlimmer sein als das stehlen eines Portmonnaies. Lass mich raten, du bist ein Mann?
      33 18 Melden
    • Buff Rogene 26.04.2017 06:16
      Highlight Highlight Eine als normal empfundene Komfortabilität bzgl. d. Studienbedingungen scheint man sich in London mittels zusätzlicher Waren erwerben zu müssen: Mehr Geld, oder anderem.
      Geld kann Deine Position kontrollierbar absichern. Du bezahlst teuer für einen normalen Komfort, aber es ist wenigstens kontrollierbar.
      Bei Sex ist unklar, was, wie, wann, verlangt wird, und wie sich das weiterentwickelt. Es ist kein gut kontrollierbarer Aufwand, man liefert sich auch aus.
      Wenn er jetzt inserieren würde: 3 mal/Woche peitschst Du mich aus - wäre das vielleicht schräg, aber eher win/win.
      13 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 25.04.2017 19:57
    Highlight Highlight Die Not der jungen Menschen, meistens Frauen, werden (sic) von «Sex-gegen-Miete»-Angeboten schamlos ausgenützt.
    Ich glaube nicht, dass der Wunsch, ohne Miete zu bezahlen in London wohnen zu wollen als Not bezeichnet werden kann.
    41 23 Melden
    • Saraina 25.04.2017 20:17
      Highlight Highlight Hast du eine Ahnung von den Mieten in London? Wohl eher nicht.
      25 39 Melden
    • Gummibär 26.04.2017 13:54
      Highlight Highlight Etwa £1200- £1400 p.m. für eine anständige, saubere Einzimmerwohnung mit Blick auf Wimbledon Park.
      Commuting time to Westminster/Blackfiars 35mins.
      Wer 1 Stunde Fahrweg in Kauf nimmt wohnt in Swindon, Luton, Chobham für £1000 inkl. Abo

      Würdest Du Dich für CHF 1600.00 monatlich prostituieren? Wohl eher nicht.
      4 5 Melden
    • Saraina 26.04.2017 15:38
      Highlight Highlight Und woher nimmst du als Studentin die 1600.00? Du hast ja dann noch nicht commuted oder gegessen? Ich kenne Büroangestellte, die in London in veritablen Löchern wohnen, mit Gemeinschaftsbad. Von anständigen, sauberen Einzimmerwohnungen keine Rede.
      Nein, ich glaube nicht, dass ich mich prostituieren würde, aber dass es Annoncen wie diese gibt, spricht Bände.
      4 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oli86 25.04.2017 17:40
    Highlight Highlight Naja, der letzte Teil ist nur bedingt richtig. Solange besagte Damen nur “zu Besuch“ sind und keinen Mietvertrag unterzeichnen, dürfte dies nicht unter dem Mietrecht zu subsumieren sein.
    47 1 Melden
  • Alex_Steiner 25.04.2017 15:04
    Highlight Highlight "seriösen Anzeigeseiten wie beispielsweise Craigslist.co.uk."

    BAHAHAHA habt ihr noch nie von Craigslist gehört?
    149 1 Melden
  • Addi 25.04.2017 14:48
    Highlight Highlight Ich habe so ein Angebot schon vor Jahren bekommen, als ich während des Studiums einen zweiten Mieter zu einer Zweizimmerwohnung gesucht habe.

    Ich war der Mann, diejenige, die die Miete mit Sex zahlen wollte, eine Frau.

    Solche Angebote gabs also schon lange. Freiwillig.

    Ach ja - Ich habe mir dann eine Ein-Zimmer-Wohnung gesucht. Uninah und ohne Mitbewohner.

    Wenn Sex, dann, weil es Spass macht.
    88 1 Melden
  • Macke 25.04.2017 14:43
    Highlight Highlight An die, die kein Problem in den Anzeigen sehen, Gratulation. Ihr habt den ersten Schritt als Zuhälter erfolgreich absolviert. Viele weitere Abenteuer als Förderer von Zwangsprostitution warten auf euch. "Wer Prostituierte überwacht und ihre Tätigkeit umfassend bestimmt, ist nach Art. 195 Abs. 3 StGB strafbar. Das formale Einverständnis der Betroffenen ist unwirksam, wenn ihre Entscheidungsfreiheit durch wirtschaftliche Not wesentlich eingeschränkt war."
    http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-IV-81%3Ade
    51 116 Melden
    • fcsg 25.04.2017 15:00
      Highlight Highlight @Macke
      Bitte mach mir den Gefallen und lies E 1.4 in diesem Entscheid und nicht nur die Regeste. Es geht dabei um illegale Ausländerinnen, welche zur Prostitution gezwungen wurden, durch die Machtposition des Zuhälters. Diese Situation ist nicht einmal im Ansatz vergleichbar, geschweige denn strafbar, sofern die Frau ihre Einverständnis abgibt.
      63 7 Melden
    • lars but not least 25.04.2017 15:21
      Highlight Highlight Macke, hast du das von dir verlinkte Urteil überhaupt durchgelesen? Der Sachverhalt ist komplett anders als im Artikel hier...
      55 2 Melden
    • Judge Dredd 25.04.2017 16:04
      Highlight Highlight Das die Angebote moralisch verwerflich sind, gebe ich ihnen absolut recht. Ich bin kein Rechtsgelehrter, aber der Wunsch nach einer Wohnug in einer überteuerten Stadt ist definitiv nich mit einer wirtschaftlichen Notlage gleich zu setzen. Damit verhöhnen sie die tatsächlichen Opfer der sexuellen Ausbeute, welche ganz am Rande der Gesellschaft leben.
      58 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk nach 25.04.2017 14:38
    Highlight Highlight Ich frage mich, was der Unterschied zwischen Sextourismus in Thailand und Wohnungsvermietung gegen Sex ist? Wohl keiner.... Eine wirtschaftliche Notlage wird schamlos ausgenutzt.

    Das Argument "es ist ja freiwillig" ist hier m. E. (wie beim Sextourismus) absolut unangebracht. Wer über die Mietverhältnisse in London und die Möglichkeiten bezüglich ÖV einigermassen informiert ist, weiss, dass ein Leben ausserhalb der Stadt und arbeiten / studieren in der Stadt oft mit unglaublichem Zeitaufwand und hohen Kosten verbunden ist.

    Möge das Karma irgendwann zurückschlagen...
    91 37 Melden
  • Hierundjetzt 25.04.2017 14:37
    Highlight Highlight Und bei den Männern ist alles ok, weil diese die Miete zahlen können? 🤔

    Ernsthaft jetzt, auch die "arme" Studentin, die sich prostituieren "muss" ist eine gut verkaufte urban Legend als Tatsache.

    Jede Uni in der Schweiz ist mit 1h pendeln erreichbar.

    Die erste eidg. Ausbildung ist in der Schweiz IMMER und für jeden (fast) gratis!!

    Zinslose Darlehen, staatliche Förderbeiträge sowie extrem niedrige Semestergebühren helfen einem diese pöse Dürreperiode zu überstehen.

    Oder man wohnt eben noch zu Hause oder man macht zuerst eine Lehre umGeld zu verdienen, um danach zu studieren.
    62 43 Melden
    • Baba 25.04.2017 15:09
      Highlight Highlight Artikel gelesen? Es geht nicht um die kleine, herzige, perfekt-öV-erschlossene Schweiz. Es geht um England, wo mittlerweile nicht mehr (aber doch speziell) London ein VERDAMMT teures Pflaster ist.

      Ob sich zu prostituieren aber wirklich die einzige Lösung ist, stelle ich nun auch mal in Frage.

      Daneben gibt's ja auch noch (gute) Unis ausserhalb Londons. Und was ist mit WGs? Funktioniert im (noch nicht ganz so) teuren Zürich doch auch.
      42 4 Melden
    • dechloisu 25.04.2017 15:43
      Highlight Highlight Bei dir ist wohl nicht angekommen dass es um England geht und nicht um die Schweiz
      24 10 Melden
    • Hierundjetzt 25.04.2017 16:15
      Highlight Highlight ...es gibt ca 200 Unis in Grossbritannien.

      Übertragen auf die Schweiz: Wenn ich kein Geld für die UZH habe aber voll läss in Züri sein MUSS, dann bin ich ein Opfer des Systems und der Mieten und muss mich prostituieren?

      Echt jetzt?
      49 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChiefJustice 25.04.2017 14:33
    Highlight Highlight Immer heikel, wenn Journis mal noch kurz ihr gegoogeltes juristisches Halbwissen reinwerfen. Vorliegend ist die Bestimmung betr. Koppelungsgeschäft gänzlich irrelevant. Ein Koppelungsgeschäft tritt zum eigentlichen vertraglichen Austauschverhältnis hinzu, z.B. Mietvertrag unter Bedingung, dass Mieter auch Schrank kauft von Vermieter. Hier geht es aber darum, ob überhaupt ein gültiger Mietvertrag zustande kommen würde, d.h. ob die Gegenleistung nicht unsittlich oder rechtswidrig wäre und der Vertrag als solcher (nicht das "Koppelungsgeschäft") nicht zustande kommen könnte (20OR i.V.m. 27ZGB).
    84 1 Melden
  • Neruda 25.04.2017 14:11
    Highlight Highlight Mimimi, wurde euer, aus dem 19. Jh. stammendes, Bild der reinen Frau über den Haufen geworfen watson?
    Wenn sich gewisse Frauen auf dieses Niveau herunterlassen, ist das ihr Recht.
    Ihr solltet euer Empören eher darauf richten, dass z. B. auch in der Schweiz, Frauen zur Prostitution gezwungen werden!
    41 37 Melden
  • Tartaruga 25.04.2017 13:30
    Highlight Highlight An die, welche kein Problem in den Anzeigen sehen: Wie sieht's aus, wenn solche Angebote zunehmen und im Gegenzug solche gegen Geld abnehmen? Wer bestimmt wann es zuviel ist?
    56 29 Melden
    • Einer Wie Alle 25.04.2017 14:07
      Highlight Highlight Die Nachfrage
      46 7 Melden
    • fcsg 25.04.2017 14:44
      Highlight Highlight Einfache Antwort: Angebot und Nachfrage.
      36 11 Melden
    • Tartaruga 25.04.2017 15:14
      Highlight Highlight Wenn ich klar schreibe das eine Angebot nimmt auf Kosten des anderen ab, gehen wir nicht von einer elastischen Nachfrage aus. Das heisst die Konsumenten, sprich Mieter, sind auf das Angebot angewiesen und haben kein Substitut auf welches sie ausweichen können. In der Fachsprache nennt man das Diskriminierung. In diesem Kontext kann man durchaus von Ausbeutung reden. Hoffe auch der letzte Klugscheisser, der mit VWL ankommt um sexuelle Ausbeutung zu rechtfertigen, hat's nun kapiert.
      14 17 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Loone 25.04.2017 13:29
    Highlight Highlight Das Problem scheint mehr zu sein, dort wieder rauszukommen. Nächste Wohnung bei nächstem Typ gegen Sex oder wie?
    37 8 Melden
    • Tilman Fliegel 26.04.2017 03:25
      Highlight Highlight Was passiert, wenn die Mieterin den Sex verweigert? Wäre mal ein interessanter Gerichtsfall. Denke ja nicht, dass der Vertrag erfüllt werden muss.
      6 1 Melden
  • andrinhelbling 25.04.2017 13:22
    Highlight Highlight Das Koppelungsgeschäft bei Mieten ist unter OR 254 geregelt, nicht OR 245.
    20 5 Melden
    • Helene Obrist 25.04.2017 13:47
      Highlight Highlight Ist korrigiert. Besten Dank für den Hinweis!
      5 6 Melden
    • ChiefJustice 25.04.2017 14:34
      Highlight Highlight Und ohnehin ist hier kein Koppelungsgeschäft ersichtlich. (siehe anderer Kommentar oben)
      43 0 Melden
  • Ruffy 25.04.2017 13:21
    Highlight Highlight Mal abgesehen was man davon halten soll, erschliesst es sich mir nicht ganz warum es sich um ein Koppelungsgeschäft handeln sol wenn als Miete Sex vereinbart wird.
    35 15 Melden
    • ChiefJustice 25.04.2017 14:34
      Highlight Highlight Stimmt. s. oben.
      20 0 Melden
  • Sageits 25.04.2017 13:19
    Highlight Highlight Man kann sich aber auch alles schönreden.
    31 11 Melden
  • Pain_in_the_ass 25.04.2017 13:18
    Highlight Highlight Was ich noch loswerden wollte:
    Craigslist ist zu einem Sexportal verkommen und wer dort sucht, weiss auf was er/sie sich einlässt.
    50 8 Melden
  • Pain_in_the_ass 25.04.2017 13:16
    Highlight Highlight Und wie sonst auch immer werden wieder Frauen als Opfer dargestellt. Die entscheiden sich bewusst für den Deal und werden nicht gezwunden. Das gibt es auch bei uns, dass Frauen für Luxusartikel oder eine teure Wohnung ihren Körper anbieten. Während meines Studiums habe ich nebenzu gearbeitet und weil ich mir trotzdem kein Zimmer leisten konnte, bin ich halt gependelt. Das hat mich 3.5h am Tag gekostet, aber ich habe es überlebt. Die Rede ist von wohlhabenden Industrienationen und nicht von Afrika. Wir haben hier keinen Geldmangel, sondern nur einen Mangel an Prinzipien!
    139 35 Melden
    • Macke 25.04.2017 14:12
      Highlight Highlight 1) Du kannst die Schweiz beim Pendeln nicht mit England vergleichen. In London gibt es Pendelzeiten von 2h aufwärts in derselben Stadt.
      2) Du scheinst zwischen Fakten und Meinungen nicht unterscheiden zu können. Fakt: Es bieten hauptsächlich Männer ihre Wohnung gegen Sex an. Fakt: Es werden Frauen gesucht.
      3) Wir sprechen davon, dass Sex (idealerweise) immer konsensual ist: Beide (oder mehrere) wollen miteinander Sex, weil sie Bock aufeinander haben.
      4) Es scheint sehr ungeregelt zu sein: Muss die Frau Sex haben, auch wenn sie - in dem Moment - nicht will? Das wäre eine Vergewaltigung.
      31 37 Melden
  • Posersalami 25.04.2017 13:14
    Highlight Highlight Ich bin ein bisschen schockiert ob der rechtfertigenden Kommentare hier! Es wundert mich dann auch nicht, dass das alles "Männer" sind, bzw. sich als "Männer" ausgeben. Da wird ganz eindeutig eine wirtschaftliche Notsituation ausgenutzt. Nicht jeder kann sich die Miete in London leisten, ist aber evtl. wegen Studium oder Job gezwungen in London zu leben. Neoliberalismus im Endstadion eben mit all seinen wunderbaren Effekten, inkl. totaler Empathiebefreiung und Entmenschlichung.

    Ihr ekelt mich an.
    86 113 Melden
    • gnp286 25.04.2017 13:57
      Highlight Highlight Dann wohnt man halt in Mitcham und pendelt 1.5h, wie alle anderen auch, welche in der City arbeiten müssen. Die Verkäuferin kann sich auch keine Wohnung im Zentrum leisten, obwohl sie dort arbeitet. Angebot und Nachfrage bestimmen die Mietpreise und wenn halt alle in der City leben wollen dann gejts halt irgendwann nichtmehr auf.

      Genau die gleiche Leier wie mit den Hausbesetzerkindergarten.
      53 17 Melden
    • Aki Zeta 5 25.04.2017 13:59
      Highlight Highlight Da könnte man aber auch sagen:
      Typische moderne Einstellung, man müsse alles erhalten was man will und man hätte sogar einen Anspruch darauf.

      Wenn ich mir keine Wohnung in London City leisten kann, dann ist das halt so und ich muss einen anderen Weg/Ort finden.

      Dann kann man halt nicht an den "besten/beliebtesten" Unis studieren und muss auf eine weniger tolle, ausserhalb der Zentren zurückgreifen.

      Wenn ich das Medizinstudium nicht schaffe muss ich mir halt eine andere "Karriere" suchen und nicht mit dem ganzen Komitee Sex haben.
      48 14 Melden
    • EinePrieseR 25.04.2017 14:37
      Highlight Highlight Wenn ich ein Zimmer zuviel habe und das Geld nicht brauche, aber vielleicht mehr Sex und es gibt Frauen die so was (gerne) machen, warum nicht? Solange es für beide stimmt.. Ansonsten würden die ihr Zimmer vermutlich gar nicht vermieten, weil sie das Geld nicht brauchen. Ich kannte auch mal eine, die musste nur die halbe Miete zahlen, weil sie den Vermieter regelmässig Oral befriedigt hat...
      40 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Whitchface 25.04.2017 12:43
    Highlight Highlight Ich denke nicht, dass im Sinne des OR überhaupt jemals ein Mietvertrag zustande kommen würde. Trotzdem verstehe ich die Aufregung nicht. Für Sex Geld zu erhalten ist Ok, aber dafür Wohnen zu dürfen nicht? Solange es von Beginn weg offen kommuniziert wurde, finde ich es in Ordnung. Wird ja niemand dazu gezwungen. Eine Prostituierte mietet sich mit ihrem Einkommen auch ein Wohnung, wo liegt der Unterschied?
    Besser als Obdachlos.
    164 40 Melden
    • fcsg 25.04.2017 14:45
      Highlight Highlight @Rendel
      Wohnungssuche ist keine Notsituation, zumindest nicht im rechtlichen Sinne.
      39 11 Melden
    • Hierundjetzt 25.04.2017 18:09
      Highlight Highlight In Bern gibts 1 Zi Wohnungen ab 500.- In Freiburg auch, ebenso in Basel, im Aargau in Schaffhausen oder im Luzernischen auch. Das sind alles Universitätsorte oder in Pendeldistanz zu Zürich.

      Wo ist das wirkliche Problem? Dass du nach der Büxe oder nach dem Supi nicht mehr zu Fuss nach Hause kannst? Nein Rendel, sorry :/
      9 7 Melden
    • smarties 25.04.2017 18:34
      Highlight Highlight England ist nicht die Schweiz. Weder mit dem ÖV, Pendlerdistanzen, Ausbildungssystem, Uni finanzierung usw
      Bitte erst denken, dann komentieren!
      10 5 Melden
  • Matthias Studer 25.04.2017 12:32
    Highlight Highlight Nun ja, männliche Wohnungssuchende haben die Option nicht. Oder besser gesagt, es besteht anscheinend kein Bedarf.

    Jetzt die Frauen als Opfer darzustellen ist in meinen Augen die falsche Aussage.

    Vielleicht sollte ich anmerken, dass mir solche Inserate sauer aufstoßen und ich keine Akzeptanz dafür sehe.
    141 29 Melden
    • Aki Zeta 5 25.04.2017 14:01
      Highlight Highlight Doch doch, das gibt es auch für Männer.
      Der Unterschied ist, diese Männer jammern nicht in der Gegend herum sondern akzeptieren es oder lassen es sein.
      33 10 Melden
    • Fabio74 25.04.2017 14:19
      Highlight Highlight Ohje die Männer die sowas anbieten sind nun wirklich der letzte Dreck
      18 24 Melden
  • TanookiStormtrooper 25.04.2017 12:26
    Highlight Highlight "Seriöse Anzeigenseiten" und Craigslist in einem Satz... 😂
    196 4 Melden
    • Pana 25.04.2017 15:49
      Highlight Highlight Danke! Dachte schon, dass dies bei der ganzen Polemik niemanden aufgefallen ist :D
      7 0 Melden
  • Adrian Habegger 25.04.2017 12:26
    Highlight Highlight Ach in Zeiten von Suggar-Daddies und girl doch wirklich keine Überraschung... ich sehe darin keinen Unterschied zu solchen Sugfar-Beziehungen... Wie gesagt es sind von Beginn an alle Tatsachen auf dem Tisch, wo dabei die Moral bleibt ist jedem selbst überlassen
    105 16 Melden
    • Pana 25.04.2017 16:04
      Highlight Highlight Seh ich auch so. Gefühlsmässig hatte ich einen eher positiven Artikel über den Sugar-Daddy Lifestyle gelesen. Nicht sicher, ob es hier war.
      7 2 Melden
  • Damien 25.04.2017 12:22
    Highlight Highlight >und viele junge britische Studentinnen sehen sich gezwungen solchen Anzeigen nachzugehen

    So einer Anzeige nachzugehen ist eine Wahl, kein Zwang, finanzielle Not (die Männer auch betrifft) hin oder her.
    159 24 Melden
    • smarties 25.04.2017 18:38
      Highlight Highlight Möchtest du dich gerade beklagen, dass Männer nicht auf ihr Äusseres reduziert wurden bzw nicht als Objekte gehandelt werden?! *facepalm*
      6 12 Melden

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