Peter Spuhler hat wohl genug. Seinem Freund Pierin Vincenz finanzierte er einst mit einem Darlehen von über 6,4 Millionen Franken die Luxusvilla in Teufen. Ende Oktober wurde von Spuhlers Anwalt die Betreibung auf Pfandverwertung eingeleitet. Damit kann die Liegenschaft zwangsversteigert werden. Dies berichtet die «Handelszeitung».
Der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz und seine damalige Gattin Nadja Ceregato erhoben keinen Rechtsvorschlag, wie es im Bericht weiter heisst. Somit ist eine Pfandverwertung, beziehungsweise Zwangsversteigerung, erst möglich.
Spuhler hatte Vincenz das Millionendarlehen 2019 gegeben, weil dieser seine Raiffeisen-Hypothek ablösen musste. Weil die Zürcher Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Pierin Vincenz eröffnete und Vincenz einige Zeit in Untersuchungshaft musste, stand dieser unter Druck. Spuhler muss seitdem um seine Millionen fürchten, denn die Justiz fror Vincenz Vermögenswerte in zweistelliger Millionenhöhe ein.
Durch die Betreibung möchte Spuhler vermutlich als einziger Gläubiger der Vincenz-Villa, dass der Verwertungsprozess bereits Anfang Dezember beginnt. Eine Versteigerung könnte schon Anfang 2025 erfolgen. Seit dem Jahr 2022 versuchte der Luxusimmobilienmakler Ginesta, die Villa zu verkaufen. Die Preisvorstellung belief sich auf ca. 12 Millionen Franken. Da bislang keine Ergebnisse zu verzeichnen waren, nahm Spuhler das Ganze selbst in die Hand.
Vincenz bezahlte bereits seit 2022 keine Zinsen mehr. Spuhler hätte somit das Recht gehabt, eine sofortige Rückzahlung des Darlehens inklusive Zinsen und Zinseszinsen zu verlangen. Dass er mit seinem Intervenieren so lange gewartet hat, ist auf seine Freundschaft mit Vincenz zurückzuführen.
Nadja Ceregato, Miteigentümerin und Ex-Partnerin von Vincenz, ist einem schnellen Verkauf der Liegenschaft nicht abgeneigt, da die Erhaltung des Anwesens mit hohen Kosten verbunden ist. In einem Interview beklagte sie sich: «Ich möchte mich von allem entlasten und ein neues Kapitel in meinem Leben aufschlagen.» (kek)