DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04476032 A NGO volunteer receives a dose of experimental vaccine 'cAd3-EBOZ Lau' from a nurse at the Lausanne University Hospital (CHUV) in Lausanne, Switzerland, 04 November 2014. Swissmedic approved the application for a trial with an experimental Ebola vaccine at the Lausanne University Hospital (CHUV). It will be conducted on 120 volunteer participants. The trial continues the series that began in the USA, the UK and Mali. The vaccine, based on a genetically modified chimpanzee adenovirus will initially be administered to healthy volunteers who will be deployed as medical staff in the fight against the Ebola epidemic in West Africa.  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Erstmals geht in der Schweiz der Nachschub an Impfstoffen aus. Dramatisch ist die Situation aber nicht. Bild: EPA/KEYSTONE

Mehr Leute wollen sich impfen lassen – die Impfstoffe werden knapper

Erstmals haben es die Schweizer Ärzte mit einem Liefer-Engpass bei den Impfstoffen zu tun. Die Nachfrage ist gestiegen, zugleich schrumpft die Zahl der Hersteller. 



Pentavac – ein oft eingesetzter Impfstoff gegen Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung und bakterielle Hirnhautentzündung – ist bis auf weiteres in der Schweiz nicht mehr verfügbar. Wie der Tages-Anzeiger am Dienstag berichtet, könne das Arzneimittel erst im Dezember wieder geliefert werden. Dasselbe gilt für das Schwesterprodukt Tetravac sowie die Masern- und Hepatitis-A-Präventionsmittel. 

Auch die Konkurrenz kämpft zurzeit offenbar mit einem Liefer-Engpass: Mit Verweis auf das Bulletin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) schreibt der Tages-Anzeiger weiter: «Die für die Grundimmunisierung gedachten Infanrix-Produkte sind ebenfalls nicht verfügbar.» Dass in der Schweiz Basis-Impfstoffe fehlten, sei eine neue Entwicklung, sagt BAG-Abteilungsleiter Daniel Koch gegenüber der Zeitung. Dramatisch sei die Situation aber nicht, die Betroffenen könnten noch mindestens je eine Alternative beziehen.

Masern Durchimpfung Schweiz nach Kantonen

Die Masern-Durchimpfung variiert stark von Kanton zu Kanton. Bild: BAG

Strengere Kontrollen verlangsamen Lieferprozess

Gemäss Tages-Anzeiger ist eine aktuelle Serie der Masern-Mumps-Röteln-Impfung bei den Tests durchgefallen, sollte aber diese Woche wieder lieferbar sein. Havrix 1440 (gegen Hepatitis A) sei wegen einer technischen Panne zuletzt nicht mehr verfügbar gewesen. Pentavac, Tetravac und Co. sollen auf Anweisung des BAG durch einen Alternativstoff ersetzt werden, der sonst für ältere Personen vorgesehen sei. 

Gründe für die Engpässe sind laut Tages-Anzeiger die gestiegene (Binnen- und internationale) Nachfrage nach Impfungen, die schrumpfende Zahl an Fabrikanten bzw. ein Konzentrationsprozess bei den Herstellern und strengere Kontrollen durch die Behörden, die den Lieferprozess verlangsamen. Diese wolle man künftig so kurz wie möglich halten, sagt Koch gegenüber der Zeitung. (dwi)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Vermögen so gross wie noch nie: Bald knacken 700'000 Menschen in der Schweiz die Million

Krise hin – Krise her. In der Schweiz sind die Vermögen im vergangenen von der Corona-Krise geprägten Jahr auf einen Rekordwert von fünf Billionen Dollar gestiegen. Geschuldet ist dies vor allem dem Boom am Aktien- und Immobilienmarkt, der durch die Tiefzinspolitik der Zentralbanken zusätzlich angeheizt wurde.

Wie dem am Donnerstag veröffentlichten «Global Wealth Report 2021» des Beratungsunternehmens Boston Consulting Group (BCG) zu entnehmen ist, sind die Vermögen in der Schweiz 2020 …

Artikel lesen
Link zum Artikel