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WEF: Bundesrat Cassis ist gegen Abzug aus Davos

Spekulationen um WEF-Wegzug aus Davos – so reagiert der Bundesrat

23.01.2026, 10:5523.01.2026, 16:01

Vom 19. bis zum 23. Januar fand das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, Graubünden, statt. Während diesen Tagen trafen sich Staats- und Regierungschefs und Vertreterinnen aus Wirtschaft und Gesellschaft in den Bündner Bergen.

A worker cleans the stage on the closing day of the 56th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Friday, January 23, 2026. The meeting under the topic "A Spirit of ...
Das WEF findet seit über 50 Jahren in der Bündner Bergstadt statt.Bild: keystone

Doch Davos hat auch ein Kapazitäts-Problem. Die Infrastruktur kommt jeweils an den Anschlag, auch die Unterkünfte geben immer wieder zu reden. Die Frage, ob Davos noch der richtige Austragungsort ist, stellt sich jedes Jahr wieder.

Nun hat WEF-Co-Präsident Larry Fink im Interview mit der «Financial Times» erneut andere Durchführungsorte ins Spiel gebracht. Im Bericht spielt er mit den Gedanken, das WEF ins Ausland zu verlagern, konkret nach Detroit, Dublin, Jakarta oder Buenos Aires.

BlackRock CEO Larry Fink talks during the Annual Meeting of the World Economic Forum in Davos, Switzerland, Tuesday, Jan. 20, 2026. (AP Photo/Markus Schreiber)
Larry Fink
Der Co-Präsident des WEF, Larry Fink.Bild: keystone

Die Veranstalter geben sich allerdings gelassen, offiziell heisst es in einem Statement:

«Davos und die Schweiz sind der ideale Ort für das WEF.»

Auch Schweizer Vertreter setzen sich für den Erhalt des WEF in Davos ein, unter anderem Co-Präsident André Hoffmann. Er argumentiert auch aus Umweltgründen für den Standort Davos: «Bei Austragungsorten wie Jakarta wären die Umweltauflagen, die zu beachten sind, deutlich schwächer als in der Bündner Gemeinde.»

Auch Bundesrat Ignazio Cassis setzt sich im Blick für den Verbleib des WEF im Bündnerland ein. «Das WEF ist enorm wichtig für die Schweiz. Der Bundesrat ist sich sehr im Klaren darüber, dass er alles machen wird, um das WEF in der Schweiz zu halten.» (nib)

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139 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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goschi
23.01.2026 11:07registriert Januar 2014
ja genau, Detroit...
Die Suburb-Wüste mit einem kleinen Zentrum dazwischen...

Der ganze Rest ist natürlich klar, Städte von Diktaturen und Autokratien, der liebste ort für solche Veranstaltungen.

Wie die FIFA: geht, bitte geht! ihr beweist alleine damit bereits wie problematisch die ganze Denkstruktur davon ist.
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Gingras29
23.01.2026 11:09registriert Juni 2023
Wo ist genau der Mehrwert bei der Durchführung des WEF in der CH? Die Hohen Kosten für Sicherheit und Infrastruktur? Oder die Einschränkungen für die Einheimischen?
Klar als Geldmaschine für Vermieter, Hotels und Gastronomie. Ansonsten sehe ich da nicht viel.
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[CH-Bürger]
23.01.2026 11:09registriert August 2018
profitieren wir als Land davon, wenn das WEF in der Schweiz stattfindet?
ich bin klar der Meinung: NEIN
zahlreiche Gutbetuchte, Firmenbosse und Davoser Wohnungsvermieter machen ihre Gschäftli. alle anderen leiden unter den Sicherheitsvorkehrungen, Demonstrationen und dem Fluglärm! von den finanziellen Aufwänden ganz zu schweigen...

etwas anderes sind internationale Treffen / Konferenzen mit Staatsformat.
die haben zwar ähnliche Folgen, aber hier kann die Schweiz nach wie vor punkten mit der neutralen Bühne (ist nur die Frage, wie lange noch... 🙊)
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