Schweiz
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Atomkraftwerk-Stilllegung kostet über eine Milliarde Franken mehr



ZUR REAKTIVIERUNG VOM AKW BEZNAU NACH DREIJAEHRIGEM STILLSTAND, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 06. MAERZ 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Nuclear power plant Beznau, pictured on May 28, 2011, in Beznau in the canton of Aargau, Switzerland. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Das Atomkraftwerk Beznau, aufgenommen am 28. Mai 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Die Stilllegung der Atomkraftwerke kostet über eine Milliarde Franken mehr als beantragt. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat nach einer Überprüfung die Gesamtkosten auf 24.581 Milliarden Franken festgelegt.

Das Uvek sehe zwar keine Anhaltspunkte, am Resultat der Beurteilung durch die unabhängigen Experten zu zweifeln, teilte das Departement am Donnerstag mit. Diese hatten ihrerseits die Kostenstudie 2016 überprüft, die von swissnuclear im Auftrag der Kommission für den Stilllegungsfonds und den Entsorgungsfonds (Stenfo) durchgeführt worden war.

In drei Aspekten hingegen kommt das Uvek zu einem anderen Schluss. Während die unabhängigen Experten eine 40-Prozent-Chance für ein gemeinsames Lager für schwach-, mittel- und hochradioaktive Abfälle am gleichen Standort anführten, urteilt das Uvek, dass die Standortsuche für geologische Tiefenlager noch nicht weit genug fortgeschritten sei. Dadurch erhöhten sich die Kosten um rund 651 Millionen Franken.

Ausserdem beurteilt das Departement die Berechnung der Abgeltungen für die Standortkantone und die Standortregionen als unzulässig. Dadurch erhöhen sich die Entsorgungskosten im Vergleich zum Antrag um weitere 400 Millionen. Der Rückbau aller Gebäudestrukturen schliesslich kommt laut dem Uvek 46 Millionen Franken teurer zu stehen. Insgesamt legt das Departement die Kosten um 1.097 Milliarden Franken höher fest, als vom Stenfo beantragt.

Gegen die Verfügung kann der Antragsteller innert 30 Tagen Beschwerde erheben. Die definitiven Beiträge können erst im Laufe des Jahres 2019 verfügt werden, wenn die revidierte Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung (SEFV) in Kraft tritt. (sda)

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zarzis 13.04.2018 11:19
    Highlight Highlight WOW 24.5Mia! für 5 AKW's!!
    Macht also nach heutiger Schätzung 4.9 Mia pro Stk. Heute geschätzt. Aber der Rückbau geht ca. 15 - 20 Jahre. Also nochmals mal 2! Dann sind es 10Mia! Wieviel haben die Betreiben im Fonds? 3-5 Mia für alle. Na dann fehlen ja nur 45Mia. Echt der Atomstrom ist so was von Billig! Aber ich weiss für AHV, Soziales und Frührenten haben wir kein Geld! Da würden diese 45Mia für eine unglaublich lange zeit reichen. Und die Frage, wer für diese 45Mia bürgt? Natürlich der Bürger!
  • BenFränkly 12.04.2018 14:20
    Highlight Highlight Drum gehören die alten Kübel auch schnellstmöglich abgebaut. Je länger wir warten um so teurer wirds. Und die Typen, die heute vom Gewinn profitieren machen sich bis zum Rückbau längst aus dem Staub!
    Die Hypothek die wir hinterlassen wird ohnehin die nächsten 200'000 Jahre spürbar sein-so lange wird tatsächlich einer den radioaktiven Kram bewachen müssen den wir verursachen. Bis Dato gibts aus Schweizer Kraftwerken für jeden Schweizer Einwohner 1kg radioaktiven Mist... tendenz steigend - eine Lösung fürs Abfallproblem gibts keine.
  • Makatitom 12.04.2018 13:56
    Highlight Highlight Ja und? Wo sind die paar Rappen hin, die die Energiekonzerne auf jede Kw/h verlangt haben, um "Rücklagen für den Rückbau" zu bilden? Selber schuld, wenn sie in den Taschen von privaten Investoren gelandet sind. Sollen die Energiekonzerne halt von dort zurück holen, und sicher nicht schon wieder beim Steuerzahler. und wenn das nicht reicht, kann Blocher sicher noch seinen Gewinn aus dem Verkauf der hochrentablen Lonza-Wasserkraftwerke beisteuern
  • leverage 12.04.2018 12:32
    Highlight Highlight Jetzt sind es 24.5 Milliarden, im Mai letztes Jahr also vor ziemlich genau 1 Jahr war der Betrag noch bei 10.5 Milliarden. (https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/muessen-steuerzahler-fuer-akwausstieg-zahlen/story/13276366) .

    Und was noch viel verherender ist, damals war der Rücklagefond bei 2 Milliarden, wo er jetzt ist weiss ich nicht, aber ich kann kaum glauben, das die AKW Betreiber das ganze Geld aufbringen können.
  • NotWhatYouExpect 12.04.2018 12:11
    Highlight Highlight Jaja günstiger Atomstrom.....


    Der Atomstrom wird von uns und nachfolgenden generationen Subventioniert.

    Die Kraftwerksbetreiber werden ja sicher Ihre Gewinne für die Stilllegung ausgeben...
  • infomann 12.04.2018 12:05
    Highlight Highlight Das überrascht nicht wirklich.
    Am Schluss kann dann der Steuerzahler die Kosten übernehmen und der so günstige Atom Strom wir dann einer der teuersten!
    Das wurde übrigens schon lange voraus gesagt, aber immer als dummes Geschwätz der Grünen belächelt.

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