DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Volkswirtschaft produziert wieder Überschuss



epa02671438 Cars stand at the checkpoint between Kreuzlingen, Switzerland and Konstanz, Germany, 05 April 2011. Due to the strong Swiss Franc, German retailers located at the border area have increased their revenue through Swiss customers as Euro has weakened compared to Swiss Franc.  EPA/PATRICK SEEGER

Geht mehr raus als rein. Bild: EPA/DPA

Die Schweizer Volkswirtschaft hat im vierten Quartal 2018 erneut einen hohen Überschuss verbucht. Der Leistungsbilanzsaldo lag mit gut 15 Milliarden Franken um zwei Milliarden Franken höher als im Vorjahresquartal. Er ergab sich aus der Summe aller Einnahmen von 156 Milliarden abzüglich der Summe aller Ausgaben von 141 Milliarden.

Der Anstieg war vor allem auf den grösseren Einnahmenüberschuss bei den Kapitaleinkommen und den tieferen Ausgabenüberschuss bei den Sekundäreinkommen (laufende Übertragungen) zurückzuführen, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Montag mitteilte. Ein tieferer Einnahmenüberschuss beim Warenhandel habe dieser Entwicklung entgegengewirkt.

In der Kapitalbilanz zeigten die Transaktionen im 4. Quartal 2018 einen Nettozugang von Aktiven von neun Milliarden Franken und einen Nettoabbau von Passiven von zwölf Milliarden. Auf der Aktivseite entfielen die grössten Transaktionen auf die «Übrigen Investitionen» (Nettozugang) und die Portfolioinvestitionen (Nettoabbau). Auf der Passivseite waren die Direktinvestitionen für den Nettoabbau verantwortlich.

Insgesamt wies die Kapitalbilanz einen positiven Saldo von 21 Milliarden Franken aus. Die Bestände im Auslandvermögen sanken im 4. Quartal 2018 gegenüber dem Vorquartal sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite. Die Abnahme war eine Folge der stark rückläufigen Kurse an den ausländischen Börsen. Der Rückgang wäre noch höher ausgefallen, hätten statistische Änderungen - infolge neu verfügbarer Informationen von Meldepflichtigen - diesen Effekt nicht deutlich abgemildert. Auf der Passivseite nahm der Bestand um 79 Milliarden auf 3'901 Milliarden ab.

Der Leistungsbilanzüberschuss habe im gesamten Vorjahr 71 Milliarden Franken betragen und sei damit um 26 Milliarden höher als im Vorjahr gewesen. Im Warenhandel stieg der Einnahmenüberschuss um sieben auf 57 Milliarden Franken. Dies war vor allem auf höhere Einnahmen beim Transithandel zurückzuführen. Der Einnahmenüberschuss im Dienstleistungshandel stieg um zwei auf 20 Milliarden Franken. Bei den Sekundäreinkommen (laufende Übertragungen) verringerte sich der Ausgabenüberschuss um vier auf neun Milliarden Franken. 2017 waren hier aussergewöhnlich hohe Schadenzahlungen der Rückversicherungen an das Ausland verbucht worden.

In der Leistungsbilanz werden alle Einnahmen und Ausgaben einer Volkswirtschaft erfasst, wobei neben dem reinen Warenhandel auch der Handel mit Dienstleistungen (Tourismus etc.), Arbeits- und Kapitaleinkommen sowie laufende Übertragungen dazu gezählt werden. Das Minus bei den Sekundäreinkommen ist typisch für die Schweiz und ist vor allem mit Geldübertragungen von ausländischen Personen in deren Heimatländer zu erklären. (aeg/sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

«Welcome to Sodom» – dein altes Handy ist bereits hier

Chinas Fliessbänder geraten immer mehr ins Stocken

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Lockerungs-Powerplay: «Gastronomen fürchten, dass Beizen-Öffnungen sie in Krise stürzen»

Die Wirtschaftslobby fordert fast unisono rasche Öffnungen. Doch weder die Epidemiologin noch der Bar-Betreiber und der Ökonom unterstützen diese Strategie. In dieser Endphase der Pandemie sei besondere Vorsicht geboten.

Die SVP und die Wirtschaftsverbände steigen vor der Bundesratssitzung vom kommenden Mittwoch erneut ins Öffnungs-Powerplay: Gewerbeverband-Chef Hans-Ulrich Bigler fordert «die sofortige Beendigung des Lockdowns». Auch die SVP will unverzügliche Öffnungen ab dem 19. April für Restaurants und Betriebe in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit.

Mahnende Stimmen kommen längst nicht nur von Epidemiologinnen. Ob Bar-Betreiber Dirk Hany oder Taskforce-Ökonom Marius Brülhart: Sie sagen im Gespräch …

Artikel lesen
Link zum Artikel