Schweiz
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Wieso SGB-Ökonom Daniel Lampart keine Angst vor Löchern in der AHV hat



Der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB, Daniel Lampart, warnt vor Panik bei der Altersvorsorge. «Vor einigen Jahren wurde für 2015 ein Minus von 4,5 Milliarden prognostiziert. Das jetzige Minus entspricht gerade mal 0,1 Lohnprozent und ist zu bewältigen», sagte Lampart in einem Interview mit dem «Blick» vom Montag.

Würden die Löhne wie dieses Jahr steigen, seien die Fehlbeträge bereits wieder wettgemacht. Die Panikmache der Politiker hingegen führe dazu, «dass die Leute das Gefühl haben, die AHV-Finanzen seien in ernsthafter Schieflage. Das stimmt nicht», so Lampart.

ZUR ABSTIMMUNG UEBER DIE ERBSCHAFTSSTEUERREFORM-VOLKSINITIATIVE VOM 14. JUNI 2015 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG – An elderly couple enjoys a mild afternoon in June on a park bench in Buerkliplatz square in Zurich, Switzerland, pictured on June 11, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

«Nicht in ernsthafter Schieflage»: SGB-Ökonom über die AHV-Finanzen.
Bild: KEYSTONE

Was die Pensionierung der Generation der Babyboomer angeht, werde es eines Ausgleichs bedürfen. Das koste aber nur 0,7 zusätzliche Mehrwertsteuer-Prozent und zeige, wie stabil die AHV trotz demografischer Alterung sei. «Und klar ist auch: Die Babyboomer-Phase geht vorbei.»

Problem der Geldanlage

Bei den Pensionskassen ortet Lampart derzeit das Problem, dass sie ihr Geld nicht gewinnbringend anlegen können: Doch das könne sich rasch ändern: «Wenn der Franken schwächer wird oder der Ölpreis steigt, gibt es Inflation. Dann steigen die Zinsen.» Eine Erhöhung des Rentenalters sieht er beim Volk als chancenlos. (kad)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 05.04.2016 06:59
    Highlight Highlight AHV neu finanzieren statt Rentenalter erhöhen!

    Die AHV sollte in Zukunft nicht wie bisher weitgehend über Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanziert werden. Ergiebige neue Finanzquellen wie zum Beispiel eine Finanztransaktionssteuer sind neben der Erhöhung der Mehrwertsteuer zu prüfen. Aber auch eine Umlagerung der bestehenden Ausgaben von Bund und Kantonen zugunsten der AHV ist diskutierbar.
  • LeChef 04.04.2016 11:35
    Highlight Highlight Wow, der Schlusssatz lässt mich echt daran zweifeln, dass Herr Lampart wirklich Ökonomie studiert hat. Natürlich steigen die Zinsen grundsätzlich, wenn die Inflationsrate anzieht; aber deshalb werden Anlagen ja nicht profitabler. Relevant ist immer der Realzins (d.h. mit Inflationsbereinigung) und der bleibt von dieser Entwicklung unbeeinflusst. Simpelste Ökonomie des ersten Studienjahrs...
    • Raphael Stein 04.04.2016 14:13
      Highlight Highlight Aber voll nicht aufgepasst im ersten Jahr unser lieber Herr Lampart.
      Watson, hat er das wirklich gesagt?

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