International
Wirtschaft

Nvidia schreibt wegen KI-Boom erneut Rekordumsatz

Nvidia schreibt wegen KI-Boom erneut Rekordumsatz

Der KI-Boom hat das Geschäft des Chipkonzerns Nvidia weiterhin explosiv wachsen lassen.
20.11.2025, 03:3720.11.2025, 03:38

Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 57 Milliarden Dollar hoch. Noch vor dem Quartalsbericht machten sich Sorgen breit, dass die Euphorie um die künstliche Intelligenz die Tech-Aktienkurse zu hoch getrieben haben könnte.

President Donald Trump speaks with Elon Musk and Nvidia CEO Jensen Huang, during the Saudi Investment Forum at the Kennedy Center, Wednesday, Nov. 19, 2025, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald ...
Nvidia-Chef Jensen Huang war beim Saudi-Gipfel im Weissen Haus ebenfalls zugegen.Bild: keystone

Nvidia übertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Selbst im Vergleich zum Quartal davor gab es ein Plus von 22 Prozent.

Die Nvidia-Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als drei Prozent zu. Auch Kurse anderer Chipkonzerne lagen im Plus. Für Aktien der grossen Nvidia-Kunden Google, Microsoft, Amazon und Meta ging es ebenfalls aufwärts.

Angst vor KI-Blase

Chipsysteme von Nvidia wurden zu einer Schlüsseltechnologie für die Entwicklung von Software mit Künstlicher Intelligenz. Sie werden sowohl für das aufwendige Training von KI-Modellen zum Beispiel für den Chatbot ChatGPT eingesetzt – als auch beim Betrieb der Software. Die Nvidia-Ergebnisse sind damit zu einem Gradmesser für den Zustand der KI-Industrie geworden.

In den vergangenen Wochen wurden an den Börsen die Sorgen grösser, dass die grossen Erwartungen an das zukünftige Geschäft mit Künstlicher Intelligenz zu einer Blase bei den Aktienkursen von Tech-Unternehmen geführt haben könnten. Entsprechend liessen Anlegerinnen und Anleger etwas Luft raus. So sank der Börsenwert von Nvidia binnen weniger Wochen von 5 auf rund 4,5 Billionen Dollar. Der Chipkonzern ist damit weiterhin das wertvollste Unternehmen an der Börse.

Wachstum auch ohne Geschäft in China

Unter dem Strich steigerte Nvidia den Quartalsgewinn im Jahresvergleich um 65 Prozent auf 31,9 Milliarden Dollar. Beim Ergebnis pro Aktie lag der Konzern über den Schätzungen der Analysten. Deren Erwartungen übertraf Nvidia auch mit der Prognose von 65 Milliarden Dollar Umsatz im laufenden Vierteljahr sehr deutlich. Die Marktexperten hatten im Schnitt mit einer Vorhersage von gut 61,5 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.

Das Wachstum schafft Nvidia weiterhin ohne den einst wichtigen chinesischen Markt, in dem der Konzern nach US-Ausfuhrbeschränkungen und Gegenmassnahmen der Regierung in China derzeit kein Geschäft mehr hat. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
«Project Iceworm»: Wie die USA Atomraketen in Grönland verstecken wollten
Unter dem Codenamen «Project Iceworm» plante das US-Militär eine geheime Raketenbasis im Eisschild von Grönland. Dänemark wurde nicht informiert.
Im April 2024 flog ein Team von NASA-Wissenschaftlern über die gigantische Eisfläche Grönlands. Ziel des Erkundungsflugs war, einen neuen Radar zur Kartierung der grönländischen Eiskappe zu testen. Dieser entdeckte plötzlich seltsame Formen im Eis. Erst der Einsatz eines bodendurchdringenden Radars brachte Klarheit: Die Strukturen im Eisschild gehörten zu einer längst aufgegebenen US-Basis, dem Camp Century, dessen Überreste unter dem Eis verborgen sind.
Zur Story