Schweiz
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ARCHIV -- ZU DEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNGEN VOM SONNTAG, 25. NOVEMBER 2018, UEBER DIE HORNKUH INITITAVE, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- An organizer is mesuring the horn of a cow. Only a reduced pointing of the horn is allowed. A herd of Eringer cows fight after being placed by their owners at Triftalp for the summer pastures, in Saas-Grund, Switzerland, Sunday, June 21, 2015. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Die Hörner der Kuh sind ein Politikum – und werden jetzt zur Businessidee. Bild: KEYSTONE

Profit dank Volksinitiative – Migros reitet auf dem Hornkuh-Hype

Am 25. November stimmt die Schweiz über die Hornkuh-Initiative des Bauers Armin Capaul ab. Die Migros nutzt die Aufmerksamkeit und lanciert eine neue Marke.

Andreas Maurer / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Die Migros wittert ein Geschäft. Im Schweizer Markenregister hat sie die Marke «Hornkuhkäse Switzerland» schützen lassen. Es handelt sich um einen neuen Appenzeller Käse. Die ersten Stücke reifen derzeit in den Migros-Kellern, Ende November sollen sie in den Filialen stehen. Der Detailhändler lanciert eine Abstimmung über das Portemonnaie: Wollen die Konsumenten ihr Geld in Hornkühe investieren?

Die Migros nutzt mit dem neuen Produkt den Hype aus, den der Bauernrebell Armin Capaul mit seiner Hornkuh-Initiative ausgelöst hat. Vor seinem Polit-Coup hat man sich beim Gang durch die Regale mit den Milchprodukten höchstens gefragt, wie viel Auslauf und welches Fressen eine Kuh erhält. Doch dass sie die Hörner, die man auf der Verpackung sieht, meist verloren hat, war bislang kein Kaufkriterium.

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Das Logo der neuen Migros-Marke. Bild: Schweiz am Wochenende

Am 25. November stimmt die Schweiz darüber ab, ob Hörner subventionswürdig sind. Die Migros bezieht dazu offiziell keine Position, lässt aber durchblicken, dass sie skeptisch ist. Schon heute könnten Konsumenten dank des Demeter-Labels Produkte von behornten Kühen kaufen. «Ob es nun zusätzlich die Volksinitiative braucht, ist fraglich», sagt ein Migros-Sprecher.

Coop baut Demeter aus

Auch Coop will von Capauls Horn-Marketing profitieren. «Wir bauen das Demeter-Sortiment laufend aus», sagt eine Sprecherin. Bis jetzt zeigen die Verkaufszahlen allerdings nicht nach oben. Sie seien stabil. Allerdings ist das Angebot an Demeter-Milch begrenzt. Coop bietet sie nur in 120 Verkaufsstellen und im Onlineshop an. Teilweise sind die Regale leer, weil die Demeter-Milch ausverkauft ist.

Einen «Hornkuh-Käse Switzerland» mit blauem Signet wird Coop nicht anbieten dürfen. Gegen den Markenschutz ging kein Widerspruch ein. Die Marke gehört nun offiziell der Migros.

Flauschige Kühe

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    Alle Leser-Kommentare
  • Grobo 05.11.2018 01:32
    Highlight Highlight Statt immer neue Subventionen einzuführen unter deren Papierkram die Bauern mittlerweile ertrinken, sollte man denen die Subventionen streichen, die die Tiere nicht artgerecht halten.
    Dazu braucht es weder eine Verfassungsänderung, noch die Einführung neuer Labels, die den Verbraucher sowieso nur noch mehr verwirren. Zurück zur Einfachheit!

    Jeder Mensch ist frei in seiner Entscheidung, ob er Fleisch aus Bio- Tierhaltung oder aus einer Massenproduktion kaufen will! Jeder Mensch ist ebenso frei zu entscheiden, ob er auf neuste Werbekampagnen der Grossverteiler hereinfallen will oder nicht.
  • Clife 04.11.2018 12:25
    Highlight Highlight Gibts echt Leute, die nur wegen der Initiative auf Produkte mit Hornkühen stehen und diese bevorzugen? Die Welt basiert also wirklich auf einem Mainstream Hype und folgt der Mehrheit...
  • Miss Jane Marple 04.11.2018 09:45
    Highlight Highlight Im Umland meiner Lieblingsschoggi Cailler/FR seh ich praktisch keine Hornkühe, während über dem JAUNPASS IN Berner Oberland fast nur gehörnte umher laufen, also Bitte nur Schoggi mit Milch von Hornkühen!
  • Nelson Muntz 03.11.2018 18:53
    Highlight Highlight Einen Urnäscher Hornkuhkäse gibts schon seit Jahren, also ists nicht so, dass die Migros da Pionier ist.
  • rodolofo 03.11.2018 17:09
    Highlight Highlight Auf welchem Hype versucht die Migros zur Zeit NICHT zu reiten?
    Die massiven Werbe-Anstrengungen werden aber vermutlich die einfachen Angestellten kompensieren müssen, mit zusätzlichem Stress und Personalabbau...
    Dafür können sie dann in der Werbung sagen:
    "De Sklavehalter-Betrieb, wo de Lüüt gghöört!"
  • Patrick Mosimann 03.11.2018 16:21
    Highlight Highlight Coole Idee von der migros finde ich gut . Aber das Coop die demeter linie ausbaut ist traurig. Lieber Bio als demeter. Reduzierter antibiotika Einsatz in der Landwirtschaft ist super und wichtig. Aber kein Antibiotika bei einer Lugenentzündung oder anderes bei einer Kuh einzusetzen mit hohem Fieber und Sie so leiden zu lassen geht zu weit . Lieber Bio als Demeter Bio ist viel tierfreundlicher
    • Rocky Gonzales 04.11.2018 11:53
      Highlight Highlight Schade, Sie haben das Problem der Antibiotika Resistenz nicht erkannt. Die Antibiotika bleibt im Fleisch der Tiere, wir nehmen es auf - die in Spitälern kursierenden Viren sind tödlich und kein Mittel Hilft. Kein Antibiotika der Welt, mittlerweile eine der grössten Todesursachen in Spitälern, nicht etwa falsche OPs etc. Nein, es sind die Viren. Schade das dies noch nicht wirklich bekannt ist - auch mal unliebsame Mitteilungen/Sendungen lesen/sehen. Es ist wirklich kein Spass und kein Fake. Leider, aber ein sehr grosses Problem der nächsten Jahre, das viele Leben kosten wird.
    • Patrick Mosimann 04.11.2018 12:30
      Highlight Highlight Ich sag ja man kann fast überall antibiotika sparen ob beim Trockenstellen oder in der Mast etc. Aber wieso hat ein krankes Tier nach kaiserschnitt, Lungenentzündung kein Recht zum weiterleben ?.
    • dieBied 04.11.2018 15:13
      Highlight Highlight Uiuiui, @Rocky Gonzales, Sie haben wohl leider die Funktionsweise von Antibiotika nicht verstanden; Antibiotika wirken gegen Bakterien, und NUR gegen Bakterien, gegen Viren helfen Antibiotika null und nichts... Sie tun Ihrem (wichtigen!) Anliegen keinen Gefallen, wenn Sie mit Unwahrheiten um sich werfen...
  • Frank_Zapper 03.11.2018 15:46
    Highlight Highlight Das Kuh der Horn ist alles andere als nur ein Kopfschmuck! Darum sollte man Kühe nicht enthornen, denn sonst haben die Kühe Mühe! Wie diese sehr wissenschaftliche Seite (http://www.kuhmithorn.ch/page1/page1.html) sehr gut darlegt, sind die Hörner der Kuh wichtig für z.B. andere Sachen. Auch sehen die Kühe mit Hörner auf dem Bild sehr glücklich aus, das sagt ja wohl schon alles, nicht?
    • Skip Bo 04.11.2018 04:43
      Highlight Highlight Komisch, alle Kuhbilder werden im Freien gemacht. Dabei leben vor allem die Hornkühe bis dreiviertel ihres Lebens angebunden im Stall. Die sind dann schon glücklich, wenn die zum Fototermin mal aus dem Stall kommen.
    • Nubotronic 04.11.2018 17:40
      Highlight Highlight „Auch sehen die Kühe mit Hörner auf dem Bild sehr glücklich aus, das sagt ja wohl schon alles, nicht?“

      😂😂😂😂😂😂😂😂
  • PeterAlexander 03.11.2018 15:45
    Highlight Highlight Hmm... wie wäre es, wenn wir den horntierbauern anstelle von direktzahlungen fürs horn einfach einen entsprechend adäquaten Anteil an den hirntierorodukten zahlen würden? So würde das System die Frage klären und wir müssten es nicht im der Verfassung aufnehmen. Die Frage würde dadurch durch den Markt und somit durch die Gesellschaft geklärt.

  • Sigmund der Allwissende 03.11.2018 15:44
    Highlight Highlight Ist es nicht so, dass die Entfernung der Hörner einer Kuh eine Auswirkung auf den Laktosegehalt der Milch hat!? Die Entfernung der Hörner löst doch eine Stressreaktion bei der Kuh aus, was zu einer Steigerung des Laktosegehalts in der Milch führt. Bin als Laktoseintoleranter für die Hornkuhinitiative.
    • Skip Bo 04.11.2018 04:40
      Highlight Highlight Nein, es gibt keine belastbare Untersuchung, welche einen unterschiedlichen Laktosegehalt belegt. Wobei ein Placeboeffekt nicht auszuschliessen ist.
  • Caturix 03.11.2018 14:20
    Highlight Highlight Gibt bald auch Fair Milchprodukte. Standart produzierte Milch aber der Bauer wird weniger ausgebeutet.
    https://www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2018/erste-fair-produkte-auf-dem-markt
    Ich finde es gut aber es sollte um es einfacher zu mache nicht zu viele Labels geben.

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