Schweiz
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Zum aktuellen Korruptionsvorwurf und der durch Bundesrat Schneider-Ammann eingeleiteten Untersuchung folgende Bildmaterial. Externe Experten sollen im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) eine Administrativuntersuchung vornehmen. Grund sind mutmassliche unlautere Vorgänge bei der Vergabe von Aufträgen an Informatikfirmen. Sicht auf den Eingangsbereich des Staatssekretariat fuer Wirtschaft, SECO, am Donnerstag, 30. Januar 2014, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Eine Million Dollar hat das Staatssekretariat für Wirtschaft an die Hilfsorganisation bezahlt. Bild: KEYSTONE

Hochriskant angelegt: Eine Million Dollar Schweizer Steuergelder sind verschwunden

Bei der Hilfsorganisation «International Tropical Timber Organisation» (ITTO) sind 18 Millionen Dollar verschwunden. Auch Schweizer Steuergelder sind von der Affäre betroffen.



Die Hilfsorganisation «International Tropical Timber Organisation» (ITTO, englisch für Internationale Organisation für tropisches Holz) setzt sich mit der finanziellen Unterstützung von staatlichen Spendengeldern für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der tropischen Regenwälder ein. Nun ist die ITTO jedoch offenbar zum Opfer von Betrügern geworden, wie die «Sonntagszeitung» schreibt; 18 Millionen Dollar Spendengelder sind bei der Hilfsorganisation abhanden gekommen.

Neben den Regierungen von Japan und den Vereinigten Staaten liegt auch die Schweiz auf der Liste der Geschädigten. Rund 1 Millionen Schweizer Steuergelder hat das Staatssekretaritat für Wirtschaft (Seco) an die Hilfsorganisation bezahlt – und nun verloren. Bei Japan beläuft sich der Verlust auf 11 Millionen Dollar, den USA kamen 1,3 Millionen Dollar abhanden.

Spendengelder in Betrugssystem investiert

Das ITTO-Management hat die 18 Millionen Dollar hochriskant angelegt, wie die «Sonntagszeitung» weiter schreibt: Die staatlichen Spendengelder flossen in ein mutmassliches Betrugssystem, in welches zwei Hedge Funds auf den Cayman Islands und eine Firma in den USA involviert seien. Sowohl das FBI wie auch das US-Justizministerium wurden eingeschaltet.

Auch dem Seco ist eine «lückenlose Aufklärung der Vorkommnisse» wichtig, wie Lorenz Jakob, Informationsbeauftragter Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der «Sonntagszeitung» versichert: «Es sollen alle verantwortlichen Personen und Institutionen zur Rechenschaft gezogen werden.»

An der morgigen Sitzung des ITTO-Ratsausschuss, an der auch die Schweiz teilnimmt, werden nächste Schritte beschlossen. (aargauerzeitung.ch)

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