Schweiz
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Parmelin: «Freihandelsabkommen mit den USA wird kein Spaziergang»



Wirtschaftsminister Guy Parmelin sieht Chancen für ein Freihandelsabkommen mit den USA. Bis dorthin sei es aber ein steiniger Weg. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Die WEF-Woche von Wirtschaftsminister Guy Parmelin stand im Zeichen von Handelsabkommen mit verschiedenen Ländern. Zu den Verhandlungen mit den USA sagte er, dass diese kein Spaziergang würden. «Wir haben bisher kein konkretes Signal von den Amerikanern erhalten.»

In den Medien stünden seit einem Jahr ganz verschiedene Kommentare zu einem möglichen Freihandelsabkommen, sagte Parmelin am Freitag vor Journalisten in Davos. Einmal sei die Schweiz kurz vor einem Abschluss, einmal seien die Verhandlungen gescheitert. Seine Wahrnehmung sei: «Die Chancen für ein Abkommen bestehen.» Doch müssten die USA in den kommenden Monaten in ihren Aussagen konkreter werden.

«Staaten haben keine Freunde, nur Interessen»

Auf Schweizer Seite sei klar: «Es wird kein Abkommen gegen eine Branche geben.» Parmelin meinte damit insbesondere die hiesige Landwirtschaft, die sich vor einem Abbau von Handelsschranken fürchtet. Für die amerikanische Seite ist gleichzeitig klar: Ohne Landwirtschaft wird es kein Abkommen geben, wie am Rande des Weltwirtschaftsforums zu vernehmen war.

Parmelin fasste die aktuelle Situation mit einem Zitat von Charles de Gaulle zusammen: «Staaten haben keine Freunde, nur Interessen.» Das Interesse der Schweiz an einem Abkommen sei insbesondere die Rechtssicherheit. Wie ähnliche Deals der Amerikaner zeigten, würden Länder mit einem Handelsabkommen von allfälligen Sanktionen und Retorsionsmassnahmen ausgenommen.

«Wir gehören zur Weltspitze»

Wirtschaftsminister Parmelin führte während der Woche in Davos weitere Gespräche – und zog eine insgesamt positive Bilanz. Er habe viele neue Minister kennengelernt, sagte er. Die Schweiz werde geschätzt als Wirtschafts- und Forschungspartner. «Wir gehören zur Weltspitze.»

Von der EU habe er betreffend Forschungsrahmenprogramm «Horizon Europe» positive Signale erhalten, sagte Parmelin. Demnach könnte die Schweiz den Zugang zum EU-Forschungsprogramm behalten. Bislang ist jedoch noch nichts in Stein gemeisselt. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jörg K. 26.01.2020 09:22
    Highlight Highlight Unsere Tiere erhalten genau die gleichen Wachstumsförderer mit dem Tierfutter wie bei den Amis, was soll den in dieser mit 20 Milliarden Steuergelder aufgepumpten Staats Landwirtschaft eigentlich geschützt werden?
  • Gantii 25.01.2020 14:16
    Highlight Highlight Nein zu jeglichem Freihandel mit den USA.
  • bebby 24.01.2020 18:57
    Highlight Highlight Anstatt die Zeit mit unwahrscheinlichen Abkommen, wie mit den USA, zu vergeuden, wird die Schweiz sich auf die EU konzentrieren müssen. Der wichtigste Handelspartner überhaupt.
  • Tom Scherrer (1) 24.01.2020 18:29
    Highlight Highlight Kein Freihandel mit landwirtschaftlichen Produkten. Nicht mit USA, oder China und am besten nicht mal mit der EU.

    Markt abschotten, tierfreundlich sauber und fair produzieren. Die Grossverteiler mehr in die Pflicht nehmen. Marge retour zu den Bauern.

    Hier bei uns können wir kontrollieren, in China, Mercusor, EU oder USA werden kontrollen je länger je schwieriger, auch bei Bio.

    Alles andere ist blödsinn.



    • Tom Scherrer (1) 25.01.2020 19:36
      Highlight Highlight Dann importiere es selber.

      In der Schweiz und in der EU sind einige Pestizide verboten, die aber fleissig immernoch nach China und Südamerika exportiert werden.

      Da hat es einige darunter, die schwerst Giftig für Tier, Umwelt, Das Umfeld und für die Konsumenten sind.

      Nebst dem, dass Argentienien mittlerweile auch Stallhaltung hat.

      Der Nahrungsmittelbereich gehört abgeschottet. Vertraut niemandem, ausserhalb der EU.

      Und innerhalb der EU gibt es auch schon Gauner und Betrüger. Bio, freilandhaltung, Chinesische Tomaten

      Zu viele Schlupflöcher für Betrug. Und das Klima freut sich auch.
  • deepmind96 24.01.2020 17:54
    Highlight Highlight Ich bin gegen ein Handelsabkommen, welches die Landwirtschaft einschliesst.

    Man hat gesehen, was in der EU mit dem Tierschutz geschehen sollte, sowie massive lockerungen der Gentechgesetze wollten die Amis durch drücken - nicht mit mir.
  • Quinn 24.01.2020 17:37
    Highlight Highlight bitte kein freihandelsabkommen. alle schreien nach naturschutz und bessere qualität der lebensmittel (und haltung der tiere), aber wollen einen freien handel in diesen bereichen?
  • BratmirnenStorch 24.01.2020 17:05
    Highlight Highlight Ein Freihandelsabkommen mit den USA wird es - wenn überhaupt - erst nach der Ära Trump geben. Und ob es viel bringen würde, da scheiden sich die Geister. Trump würde eh nur zustimmen, wenn die Handelsbilanz zu seinen Gusten ausfallen würde. Alles andere wäre sehr sehr unfair..
  • DeDanu 24.01.2020 17:02
    Highlight Highlight Dieses Abkommen wäre dann wohl der Todesstoss für eine nachhaltige Landwirtschaft. Bei den industriedumpingpreisen der US Landwirtschaft könnte unsere Landwirtschaft nie und nimmer mithalten.
  • Füdlifingerfisch 24.01.2020 16:37
    Highlight Highlight Freihandel mit den USA kann mir gerne gestohlen bleiben.

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