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Nationalrat Matthias Aebischer, Mitte, laeuft mit den Journalistinnen und Journalisten der Schweizerischen Depeschenagentur SDA sowie Vertretern der Mediengewerkschaften, die gegen den geplanten Stellenabbau demonstrieren, am Dienstag, 30. Januar 2018, auf dem Bundesplatz in Bern. Die SDA will rund 40 ihrer 180 Arbeitsstellen abbauen. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die streikende SDA-Redaktion bei ihrem Protestmarsch durch die Berner Innenstadt. Bild: KEYSTONE

Erster Erfolg für die streikende SDA-Redaktion – Verwaltungsrat hat Kontakt aufgenommen



Die Redaktionen im Land müssen weiterhin auf Meldungen der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) verzichten. An einem Treffen im Zürcher Volkshaus haben die SDA-Mitarbeiter am Nachmittag unter tosendem Applaus beschlossen, ihren Streik fortzusetzen. Ein Abbruch des unbefristeten Streiks wurde einstimmig abgelehnt. Die Redaktion trifft sich morgen um 9 Uhr in Bern erneut.

Der Twitteraccount der streikenden Redaktion teilte am Mittwochabend nach 17 Uhr mit, dass der Verwaltungsrat mit der Redaktionskommission in Kontakt getreten ist. Damit ist der Verwaltungsrat rund 35 Stunden nach Beginn des Streiks am Dienstagmorgen erstmals mit der streikenden Belegschaft in Kontakt getreten. Am Donnerstagmorgen will sich die Redaktion über das weitere Vorgehen beraten. 

Der erste Streiktag habe seine Wirkung nicht verfehlt. Das mediale Echo auf den Streik sei enorm gewesen und die Solidarität durchwegs positiv. Selbst Bundesrätin Doris Leuthard habe gegenüber dem Nachrichtenportal nau.ch Verständnis geäussert.

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Video: watson/Helene Obrist, Lya Saxer

Die Reaktionen in den Medien zeigten, dass eine Lösung möglich sei, schreibt Impressum weiter. So sei in der Presse zu lesen gewesen, dass der sda-Verwaltungsrat nach einem Termin für ein Gespräch suche. Das Personal begrüsse diese Absicht. Es sei aber entschlossen, den Streik erst niederzulegen, wenn konkrete Ergebnisse auf dem Tisch lägen.

Die sda-Redaktion war am Dienstag in einen unbefristeten Streik getreten. Sie protestiert damit gegen den Abbau von 35 der 180 Stellen in der Redaktion. Der Stellenabbau im geplanten Ausmass gefährde die Grundversorgung der Schweiz mit Nachrichten. (cbe/ sda)

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Die SDA-Crew trifft sich im «Weissen Saal» des Zürcher Volkshauses.  bild: watson/ cbe

Abgeholzt im Blätterwald – so viel SDA steckt in den Zeitungen

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