Schweiz
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Journalistinnen und Journalisten der Schweizerischen Depeschenagentur SDA sowie Gewerkschaftsvertreter demonstrieren gegen den geplanten Stellenabbau, am Dienstag, 30. Januar 2018, in Bern. Die SDA will rund 40 ihrer 180 Arbeitsstellen abbauen. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Versammlung der streikenden SDA-Redaktoren im Hotel National in Bern. Bild: KEYSTONE

Interview

«Der CEO hat das letzte Vertrauen verspielt» – eine SDA-Redaktorin erklärt den Streik

Seit 6.30 Uhr befindet sich die Redaktion der Schweizerischen Depeschenagentur im unbefristeten Streik. SDA-Wirtschaftsredaktorin Tina Tuor erklärt, warum die Mitarbeiter der grössten Nachrichtenagentur des Landes die Arbeit niederlegen – und was es braucht, damit sie den Streik beenden.



Frau Tuor, gestern Abend hat die SDA-Redaktion einen unbefristeten Streik beschlossen. Wie haben Sie geschlafen?
Tina Tuor:
Die Nacht war kurz, die Redaktionsversammlung hat bis 23 Uhr gedauert. Aber danach konnte ich glücklicherweise gut schlafen.

Die Redaktion sprach sich mit 124 zu 8 Stimmen bei 6 Enthaltungen für einen Streik aus. Wie verlief die Diskussion?
Ich und meine Kollegen von der Redaktionskommission legten der Gesamtredaktion unsere Argumente für einen unbefristeten Streik dar. Danach wurde intensiv und sorgfältig über die Konsequenzen eines solchen Schrittes diskutiert. Es war deutlich spürbar, dass wir in dieser schwierigen Zeit zusammenstehen wollen.

So kam es zum Streik

Am 8. Januar hat die Geschäftsleitung der SDA eine umfassende Reorganisation angekündigt. Geplant ist ein Abbau von 36 der rund 150 Redaktions-Vollzeitstellen. Am 23. Januar reagierte die SDA-Redaktion mit einen dreistündigen Warnstreik, da die Geschäftsleitung nicht auf Verhandlungen über den angekündigten Stellenabbau eingegangen sei. In einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagte CEO Markus Schwab im Hinblick auf den Widerstand aus der Redaktion: «In dieser Situation sollte niemand rote Linien ziehen. Wer das macht, der wird beruflich nicht alt um mich herum». Schwab widersprach dem aktuellen Leitbild der SDA, wonach diese grundsätzlich keine Gewinnzwecke verfolgt: «Die SDA ist nur ihren Aktionären etwas schuldig.» Seit Dienstagmorgen um 6 Uhr 30 befindet sich die Redaktion der SDA in einem unbefristeten Streik. (cbe)

Welche Bedenken führten jene an, die gegen den Streik gestimmt haben?
Wir diskutierten, ob der Streik den Sozialplan für die entlassenen Kollegen gefährden könnte – von denen viele mit über 60 Jahren die Kündigung erhielten. Aber die Situation ist dermassen blockiert, dass wir schlicht und einfach keinen anderen Ausweg gesehen haben. Das Vertrauen in den CEO und die Geschäftsleitung ist zerstört.

Wie lange haben Sie vor, zu streiken?
Wir haben uns keine Limite gesetzt. Wir fordern, dass sich jetzt der Verwaltungsrat mit uns an einen Tisch setzt. Wir haben ihn für heute Nachmittag um 13 Uhr um ein Treffen gebeten. Danach sehen wir weiter.

Ganz konkret: Was ist das Ziel des Streiks?
Erstens geht es um die Einzelschicksale der entlassenen Kollegen. Für sie wollen wir Verbesserungen im Sozialplan erreichen und Entlassungen verhindern. Zweitens geht es um die Zukunft der SDA: Wir identifizieren uns alle sehr stark mit dieser Nachrichtenagentur. Wir haben Angst, dass die Sparpläne die Zukunft der SDA gefährden. Wird sie dermassen zurückgebaut, braucht es sie irgendwann nicht mehr – weil sie nicht mehr die nötigen Leistungen erbringen kann und sich so überflüssig macht.

«Die Stimmung ist gut und kämpferisch. Das vorherrschende Gefühl: ‹Wir müssen jetzt verhindern, dass sich die SDA selber zerstört!›»

Seit Dienstag letzter Woche wurde bereits ein Grossteil der von der Geschäftsleitung geplanten 36 Kündigungen ausgesprochen. Kommt der Streik nicht zu spät?
Nein. Es ist immer noch möglich, die Kündigungsfristen zu verlängern, bis wenigstens ein Sozialplan verhandelt wurde. Bisher gab es bloss unverbindliche Gespräche darüber, aber noch keine eigentlichen Verhandlungen.

Warum wenden Sie sich an den Verwaltungsrat? Für personelle Fragen sind Geschäftsleitung und CEO zuständig.
Wir haben immer Gesprächsbereitschaft gezeigt und wollen unseren Teil zu den Sparbemühungen beitragen. Von der Geschäftsleitung wurden uns jedoch Verhandlungen auf Augenhöhe von Anfang an verweigert. CEO Markus Schwab hat mit seinen Äusserungen in der NZZ am Sonntag das letzte Vertrauen der Mitarbeiter verspielt.

Schwab sagte: «Die SDA ist nur ihren Aktionären etwas schuldig. Jede andere Anspruchshaltung verstehen wir nicht.»
Mit diesem Interview hat er sehr viel Geschirr zerschlagen. Aber wenn sich der Verwaltungsrat bereit erklärt, mit uns an einen Tisch zu setzen, dann sind Verhandlungen noch möglich. Der Verwaltungsrat steht jetzt in der Pflicht, die Situation zu deeskalieren. Wir wollen von ihm zuerst wissen, welche Zukunftsstrategie er für die SDA hat, bevor Leute auf Vorrat entlassen werden.

Wie ist die Stimmung heute am ersten Streiktag?
Wir haben uns im Hotel National in Bern versammelt. Einige waren heute morgen vor der SDA-Redaktion, um die Kollegen über den Streik zu informieren, die gestern nicht an der Versammlung teilnehmen konnten. Die Stimmung ist gut und kämpferisch. Das vorherrschende Gefühl: «Wir müssen jetzt verhindern, dass sich die SDA selber zerstört!»

«Es tut uns leid, dass der Streik die Arbeit der Kollegen in anderen Redaktionen erschwert. Wir wünschten, er wäre nicht nötig gewesen.»

Ein unbefristeter Streik ist ein äusserst seltenes Ereignis in der Schweizer Mediengeschichte. Welche Reaktionen haben Sie aus der Branche erhalten?
Die Solidarität ist beeindruckend. Ich freue mich sehr, wie viel Verständnis Kollegen aus anderen Redaktionen für unsere Aktion aufbringen. An dieser Stelle möchte ich deshalb sagen: Es tut uns leid, dass der Streik die Arbeit der Kollegen in anderen Redaktionen erschwert. Wir wünschten, er wäre nicht nötig gewesen.

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Video: keystone

Im Tages-Anzeiger wurden die SDA-Redaktoren als Exoten in einer ansonsten eitlen Branche bezeichnet, deren Arbeit stets nur unter dem anonymen Kürzel SDA erscheint. Plötzlich stehen Sie im Mittelpunkt. Wie fühlt sich das an?
Es ist schön, wie viel Zuspruch ich auch aus meinem privaten Umfeld erfahre. Ausserhalb der Medienbranche müssen wir häufig erklären, was die SDA überhaupt ist und was wir machen. Jetzt merken wir, wie sehr unsere Arbeit von vielen Leuten geschätzt wird. Das ist ein ermutigendes Gefühl.

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Don Alejandro 30.01.2018 17:08
    Highlight Highlight Qualität kostet. Das Problem ist nur, dass heute viele eine "all-inclusive-Haltung zum Dumpingpreis" haben. Auf der anderen Seite muss natürlich auch ein Markt da sein der zahlen will und kann.
  • ubu 30.01.2018 14:02
    Highlight Highlight Willkommen in der schönen neuen marktorientierten News-Welt. Die SDA ist ein Paradebeispiel dafür, was geschieht, wenn sich Recherchearbeit rechnen muss: sie wird kaputtgespart bis sie verschwindet. Darum Nein zu No Billag.
  • rudolf_k 30.01.2018 14:00
    Highlight Highlight Tja, würde man einen Teil der völlig überrissenen SRG-Gehälter einsparen könnte man die sda problemlos finanzieren...
    • exeswiss 30.01.2018 16:31
      Highlight Highlight hier liebe Kinder sieht ihr den Kommentar-typen Kommentarus Zusammenhanglosus.
    • Don Alejandro 30.01.2018 20:09
      Highlight Highlight So ist es. Wenn es die SRG-Gebühren nicht gäbe, könnten wir uns die teuersten Kampfjets leisten, die AHV retten. Ja viel mehr noch, der ganze Welthunger...ach lassen wir das.
  • pun 30.01.2018 13:54
    Highlight Highlight Hab grad das Interview mit dem sda CEO gelesen und bin spontan in einen Solidaritätsstreik getreten (Ok... nein.. bin krank zuhause). Der faselt irgendwas von "nur dem Profit verpflichtet" und die Rückfrage, weshalb denn in einem sda-Flyer von 2008 stehe, die sda sei nicht profitorientiert, wischt er einfach weg, die Broschüre sei veraltet und in den Statuten stehe nichts davon.
    Auch sonst sind seine Antworten unglaublich arrogant und abgehoben.
    • savon99 30.01.2018 17:02
      Highlight Highlight Genau das dachte ich gestern auch als ich das Interview mit diesem "CEO" gelesen habe.
      Eine Schande was sich dieser Mensch erlaubt.
  • Scaros_2 30.01.2018 12:50
    Highlight Highlight Dieser CEO hat definitiv noch nicht begriffen wie das mit den Stakeholder heute läuft. In meine Augen nicht tragbar denn als SDA ist man definitiv nicht nur den Aktionären rechenschaft schuldig sondern auch viel mehr Leuten die auf qualitative Arbeit setzen etc.

    Klar, der Aktionär ist vielleicht ein wichtiger Stakeholder aber lange nicht der einzige.
  • Peter Wolf 30.01.2018 12:43
    Highlight Highlight SDA-CEO Markus Schwab muss vom Verwaltungsrat schleunigst vor die Türe gestellt werden. Wer als Chef der einzigen Schweizerischen Nachrichtenagentur solch unsäglichen Stuss rauslässt, wie die SDA erbringe keinen Service Public und sei nur ihren Aktionären etwas schuldig, ist eine eklatante Fehlbesetzung. Aber der Verwaltungsrat mit Tamedia-Erbe und Schöngeist Hans Heinrich Coninx an der Spitze wird wohl leider nicht den Mut haben, die Notbremse zu ziehen.
    • Bits_and_More 30.01.2018 14:07
      Highlight Highlight Es gibt übrigens 5 Nachrichtenagenturen in der Schweiz (ANR, ats-sda, AWP, ENI, si).
    • loquito 30.01.2018 16:51
      Highlight Highlight Echt jetzt? Sie vergleichen die Agentura da Novitads Rumantscha mit der SDA? also bitte ...
    • TJ Müller 30.01.2018 19:01
      Highlight Highlight @Bits and More

      Haha, warst du kurz auf Wiki und hast 5sec investiert, aber dir nicht mal die Mühe gegeben zu schauen was denn dies für Agenturen sind? Hier für dich:

      ANA = Agentura da Novitads Rumantscha
      AWP = AWP Finanznachrichten AG (hat uA auch das Joint Venture SDA/AWP Multimedia mit der SDA)
      ENI = Ecumenical News International (ÖRK = Ökumenischer Rat der Kirchen)
      SI = Sportinformation Si, welche 2016 in die SDA integriert wurde und es somit gar nicht mehr existiert

      Mollmoll, 5 Nachrichtenagenturen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Christof1978 30.01.2018 12:21
    Highlight Highlight Ja, das ist das Problem in der (Privat-)-Wirtschaft heutzutage. Nur noch Profit interessiert. Egal wie dieser erreicht werden kann - er muss her. Die Arbeitnehmer bleiben wie so oft auf der Strecke. Dass die Unternehmen einen Sorgfaltspflicht gegenüber den Arbeitnehmern haben wird leider immer mehr ignoriert und auch vom Gesetzgeber geduldet.
  • Sarkasmusdetektor 30.01.2018 12:19
    Highlight Highlight Soll der Schwab doch mal versuchen, seine Schuld gegenüber den Aktionären ohne Mitarbeiter zu erfüllen. Dann wird er schon merken, dass das vielleicht doch irgendwie zusammenhängt.
  • Galius Julius 30.01.2018 12:13
    Highlight Highlight An alle welche die Aussagen des CEO als Spiegelbild der modernen Unternehmenskultur sehen. Dieses Verhalten ist veraltet, in der modernen Betriebswirtschaft geht es eben nicht nur darum den Stakeholder-Value zu maximieren, sondern darum allen Anspruchsgruppen gerecht zu werden (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Medien usw.), denn nur so lässt sich langfristig Erfolg haben. Das Bashing gegen die Wirtschaft ist sowieso ein Unding. Nur dank den Arbeitstellen und den Löhnen können im heutige Wohlstand leben.
    • alessandro 30.01.2018 13:43
      Highlight Highlight Und das wird so an der hsg gelehrt? Träum weiter...
    • Raudrhar 30.01.2018 14:18
      Highlight Highlight An der ZHAW wird (oder zumindest wurde) es tatsächlich so gelehrt... :)
    • Tilman Fliegel 30.01.2018 17:13
      Highlight Highlight Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten usw. sind auch Stakeholder. Sie verwechseln das vielleicht mit Shareholder, das sind die Aktionäre. Stakeholder sind alle, die eine Interesse and der Firma und ihrem wohlergehen haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Richu 30.01.2018 12:06
    Highlight Highlight Das Gefühl der sda-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "wir müssen verhindern, dass sich die sda nicht selber zerstört" ist sicher richtig. Aber bei einem längerem Streik besteht die grosse "Gefahr", dass sich die grossen Verlage wie Tamedia, Ringier, az-medien etc. so einrichten werden, dass es die sda künftig gar nicht mehr braucht. So können beispielsweise Auslandnachrichten günstig in Österreich "eingekauft" werden! Bekanntlicherweise haben die "Österreicher" seit dem 01.01.2018 den grössten Aktienanteil der sda.
    • loquito 30.01.2018 16:54
      Highlight Highlight Und sogar die APA (Österreicher) hat den Streik begrüsst...
  • Alex_Steiner 30.01.2018 12:03
    Highlight Highlight Watson - wie wärs mit Solidaritätsstreik?
    • Richu 30.01.2018 13:55
      Highlight Highlight @Alex_Steiner: Watson ist seit der Gründung immer noch in den "roten Zahlen" (jedes Jahr Defizit). Es wäre sicher das "Dümmste", was die watson Journalistinnen und Journalisten zurzeit machen könnten, wenn Sie aus Solidarität zum sda-Personal streiken!
  • El Vals del Obrero 30.01.2018 11:45
    Highlight Highlight «Die SDA ist nur ihren Aktionären etwas schuldig. Jede andere Anspruchshaltung verstehen wir nicht.»

    Dabei lernt man das (Grafik) selbst in den neoliberalsten Lehrmitteln.
    Benutzer Bild
    • Wald Gänger 30.01.2018 12:52
      Highlight Highlight Ja, eine faszinierende Haltung von Herrn Schwab. Dann hat die SDA über all die Jahre nie eine einzige Rechnung bezahlt? Krasses Unternehmen.
    • Zwingli 30.01.2018 12:58
      Highlight Highlight also wen es genau so abgedruckt ist lernt niemand was ;)
      Benutzer Bild
    • El Vals del Obrero 31.01.2018 06:10
      Highlight Highlight Leider gibt es keine Post-Vorschau. Irgendwie würde die ursprünglich bessere Grafik massiv runterskaliert.
  • Dominik Treier 30.01.2018 11:33
    Highlight Highlight Hier sehen wir genau das grösste Problem der heutigen Privatwirtschaft... Die Geschäftsführungen finden sie seien ja nur ihren Kapitalgebern etwas Schuldig, der Arbeitnehmer soll nehmen was er bekommt und mit allen Problemen, wie Stress, Überlastung und Arbeitsplatzunsicherheit leben, oder sich zum Teufel scheeren. Vielen dieser Leute scheint nicht klar zu sein das ihr Gewinn von unten erwirtschaftet wird und weil ich da keine Veränderung sehe bin ich schon lange für ein Grundeinkommen um wenigstens die Unsicherheit zu reduzieren und so wirklich Gespräche auf "Augenhöhe" zu ermöglichen...
  • milkdefeater 30.01.2018 11:32
    Highlight Highlight Super! Ich wünsche viel Glück!
  • dracului 30.01.2018 11:26
    Highlight Highlight „Die SDA ist nur ihren Aktionären etwas schuldig.“ Aussagen wie diese erschüttern meinen Glauben in die moderne Unternehmenskultur! Ich bezweifle in keiner Art, dass sich Unternehen am Gewinn orientieren müssen und dabei auch Entlassungen unumgänglich sind, aber es ist die Art und Weise, wie dieses Fire&Hire hier Einzug hält. Wenn der Mensch nichts mehr zählt, dann ist auch ein Unternehmen nichts mehr wert!
    • Anna Landmann 30.01.2018 11:58
      Highlight Highlight Dazu kommt: Würde die sda Nudeln produzieren, würds halt ein Anderer machen. Aber nein, die sda macht (als einzige Firma, nachdem die Konkurrenz mit illegalen Mitteln ausgeschaltet wurde) Nachrichten. Etwas, das einen gesellschaftlichen Wert hat, nicht nur einen monetären. Und auch etwas, das niemand mehr machen will, weils eben zu wenig abwirft.
    • Duscholux 30.01.2018 12:40
      Highlight Highlight Mit was für illegalen Mitteln hat man die Konkurrenz ausgeschaltet?
    • TJ Müller 30.01.2018 18:51
      Highlight Highlight @Duscholux
      Bin mir echt nicht mehr ganz sicher, aber falls ich mich richtig erinnere wurden massive Rabatte gewährt, wenn nur bei ihnen Nachrichten bezogen wurden. So wurde die AP in die Knie gezwungen. Später verurteilte die Wettbewerbskommision die SDA dafür und sie mussten eine Busse im Millionenbereich bezahlen, doch da war sie schon wieder Monopolistin.
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