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epa02671438 Cars stand at the checkpoint between Kreuzlingen, Switzerland and Konstanz, Germany, 05 April 2011. Due to the strong Swiss Franc, German retailers located at the border area have increased their revenue through Swiss customers as Euro has weakened compared to Swiss Franc.  EPA/PATRICK SEEGER

Grenzübergang zwischen Konstanz und Kreuzlingen.  Bild: EPA/DPA

Schweiz soll für arbeitslose Grenzgänger der Europäischen Union zahlen

Neue Pläne der Europäischen Union könnten in der Schweizer Arbeitslosenversicherung einen Kostenschub von mehreren hundert Millionen Franken auslösen. Das berichtet die «NZZ am Sonntag».



Sie kommen in die Schweiz, um zu arbeiten, leben aber im Ausland: Momentan zählt die Schweiz rund 314'000 Grenzgänger. Die Pendler sind gefragt. Doch was passiert eigentlich mit ihnen, wenn sie arbeitslos werden?

Bis anhin war es so, dass die Schweiz im Falle eines Stellenverlusts eines Grenzarbeiters für maximal fünf Monate aufkommen musste. Ein Gutes Geschäft, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt: 2015 zahlten die Grenzgänger etwa 418 Millionen Franken in die Arbeitslosenversicherung ein, für sie ausbezahlt wurden aber nur 193 Millionen Franken. 

Teurer Vorstoss aus Brüssel

Dies könnte sich nun aber bald ändern, wie die EU diese Woche angekündigt hat. Sie möchte das System ändern. Für Marianne Thyssen, EU-Komissarin für Beschäftigung, sei es nichts als gerecht, dass sich derjenige Staat um den Arbeitslosen kümmert, bei dem zuvor auch die Beträge eingezahlt wurden, schreibt die «NZZ am Sonntag».

Wer soll für die arbeitslosen Grenzgänger aufkommen?

Mit den neuen Regeln würde die Belastung für die Schweiz stark steigen: Sie müsste in vielen Fällen länger zahlen als heute und zudem die Schweizer Ansätze ausrichten, die höher sind als jene vieler anderer Staaten. Damit würde die Schweiz nochmals attraktiver für Grenzgänger.

Die Mehrkosten für die Schweiz könnten sich gemäss «NZZ am Sonntag» schnell auf mehrere hundert Millionen Franken belaufen. (cma)

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