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Jeder dritte Schweizer wirtschaftlich von der Coronakrise betroffen

20.04.2020, 12:0020.04.2020, 12:39

Die Schweizer Bevölkerung nimmt die von Covid-19 ausgehende Infektionsgefahr zunehmend ernster. Auch die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft machen sich vermehrt bemerkbar, wie eine Umfrage zeigt.

Die Analyse des Unternehmens Gallup Schweiz fand im Rahmen der Gallup International Association in 20 Ländern mit 20'000 Befragten statt, in der Schweiz waren 1000 Personen beteiligt.

So haben 61 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Angst davor, dass sie oder ein Mitglied der eigenen Familie mit dem Coronavirus infiziert werden. Mitte März hatten erst 48 Prozent diese Sorge geäussert. Nur noch 27 Prozent halten jetzt die vom Virus drohende Gefahr für übertrieben, im März waren dies noch 53 Prozent.

30 Prozent denken, dass das Schlimmste noch bevorsteht. Rund 45 Prozent erwarten, dass die Situation so bleiben wird, wie sie jetzt ist, lediglich ein Viertel (25 Prozent) meint, dass man über den Berg sei.

Hohes Vertrauen haben die Befragten in die von der Regierung beschlossenen Massnahmen: 72 Prozent attestieren dem Bundesrat, die Coronakrise richtig zu handhaben. 86 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sind bereit, die Einschränkung von Bürgerrechten hinzunehmen, wenn dies dazu beiträgt, die Weiterverbreitung des Virus einzudämmen. Die Bereitschaft hierzu ist ebenfalls höher als noch im März, damals waren es 72 Prozent.

Jeder Dritte beruflich betroffen

Gemäss der Umfrage ist jeder dritte Schweizer von den wirtschaftlichen Auswirkungen beruflich betroffen: Drei Prozent der Befragten geben an, ihren Job verloren zu haben. 17 Prozent arbeiten Teilzeit, 15 Prozent haben ihre Arbeit zeitweise eingestellt.

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So machen sich auch die finanziellen Auswirkungen der Krise für viele bereits im Portemonnaie bemerkbar: 14 Prozent der Befragten haben nach eigenen Angaben einen nennenswerten Teil ihres Einkommens verloren.

Gallup befragte die Umfrage-Teilnehmenden auch nach ihrer Einschätzung der weltpolitischen Situation nach der Krise. In den Antworten überwiegt der Optimismus: 56 Prozent gehen davon aus, dass die Welt nach Überwindung der Krise so sein wird wie davor, ein Drittel erwartet eine völlig neue Situation.

Was die Beziehungen zwischen den Grossmächten betrifft, dominiert einerseits die Hoffnung auf weniger Konfrontation (36 Prozent), andererseits erwartet eine gleich grosse Anzahl (38 Prozent), dass die Weltpolitik eher noch konfrontativer als bisher wird.

Für die bevölkerungsrepräsentative Online-Umfrage wurden in der Schweiz im Zeitraum vom 3. bis 10. April 1000 erwachsene Personen befragt. (aeg/sda)

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